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Von Statistiken und "Verschwörern"
Dienstag, 01. September 2020, 11:59 Uhr
"Ich habe für mich selbst ein paar Fakten zu Sterbezahlen in Deutschland recherchiert und zusammengefasst." So beginnt die Mail eines Mediziners aus dem Landkreis Nordhausen an die Redaktion der Nordthüringer Online-Zeitungen...
Pressemitteilung Nr. 194 vom 29. Mai 2020: WIESBADEN – Im April 2020 sind nach vorläufigen Ergebnissen mindestens 82 246 Menschen in Deutschland gestorben. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, sind das 8 % (+5 942 Fälle) mehr als im Durchschnitt der vier Vorjahre. Mehr als 80 000 Sterbefälle in einem April gab es in Deutschland zuletzt im Jahr 1977.
Diese Meldung ging vor einigen Wochen durch alle Leitmedien. Mich hat interessiert, wie sich die Sterbezahlen 2020 in Deutschland im Vergleich zu den Vorjahren in der Folgezeit entwickelt haben. Leider gab es dazu keine Meldungen in den von mir konsumierten Medien. Aber es gibt das Statistische Bundesamt. Dort werden laufend die aktuellen Zahlen veröffentlicht, für jeden frei zugänglich, auch für die Journalisten der Leitmedien.
Unter https://www.destatis.de/DE/Themen/Gesellschaft-Umwelt/Bevoelkerung/Sterbefaelle-Lebenserwartung/Tabellen/sonderauswertung-sterbefaelle.html habe ich folgende Zahlen gefunden:
Von Januar bis Juli 2020 wurden in Deutschland 556.227 Sterbefälle statistisch erfasst. In den Jahren 2016 bis 2019 waren es zwischen 533.179 (2016) und 576.996 (2018), im Durchschnitt der vier letzten Jahre 556.086. Somit beträgt die Abweichung vom Durchschnitt 141 Sterbefälle oder 0,025 %. Das gilt in der Statistik als nicht signifikant, also irrelevant oder nicht wert, hervorgehoben zu werden.
In den einzelnen Monaten im untersuchten Zeitraum gibt es gewaltige Schwankungen: So wurden etwa im Januar 2017 96.033 Sterbefälle erfasst, dagegen im Juni 2018 nur 69.328. Somit lag der Januar 2017 um 26.705 Sterbefälle oder 38,52 % über dem Juni 2018. Solche Schwankungen sind also möglich, ohne dass darüber in den Leitmedien berichtet worden wäre.
Prof. Dr. Klaus Püschel, Direktor des Instituts für Rechtsmedizin in Hamburg, hatte nach zahlreichen von ihm durchgeführten Obduktionen von Toten, bei denen ein positiver Coronatest vorlag, im Frühjahr vorausgesagt, dass in Deutschland im Jahr 2020 nicht mehr Menschen sterben werden als im Durchschnitt der Vorjahre. Corona erhöhe die Zahl der Sterbefälle kurzfristig, mittelfristig würde das durch niedrigere Sterbefälle in den Folgemonaten wieder ausgeglichen, weil die allermeisten Corona-Todesopfer nach den Ergebnissen seiner Obduktionen schwere weitere Erkrankungen und/oder ein hohes Alter und somit nur noch eine geringe Lebenserwartung hatten. Der Mann scheint richtig zu liegen, nur berichten die Leitmedien dies nicht.
Sie können das gerne verwenden, aber bitte nicht unter Nennung meines Namens. Ich will nicht als Anhänger von Verschwörungstheoretikern gelten, nur weil ich das Statistische Bundesamt zitiere.
Der Name des Verfassers ist der Redaktion bekannt
Pressemitteilung Nr. 194 vom 29. Mai 2020: WIESBADEN – Im April 2020 sind nach vorläufigen Ergebnissen mindestens 82 246 Menschen in Deutschland gestorben. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, sind das 8 % (+5 942 Fälle) mehr als im Durchschnitt der vier Vorjahre. Mehr als 80 000 Sterbefälle in einem April gab es in Deutschland zuletzt im Jahr 1977.
Diese Meldung ging vor einigen Wochen durch alle Leitmedien. Mich hat interessiert, wie sich die Sterbezahlen 2020 in Deutschland im Vergleich zu den Vorjahren in der Folgezeit entwickelt haben. Leider gab es dazu keine Meldungen in den von mir konsumierten Medien. Aber es gibt das Statistische Bundesamt. Dort werden laufend die aktuellen Zahlen veröffentlicht, für jeden frei zugänglich, auch für die Journalisten der Leitmedien.
Unter https://www.destatis.de/DE/Themen/Gesellschaft-Umwelt/Bevoelkerung/Sterbefaelle-Lebenserwartung/Tabellen/sonderauswertung-sterbefaelle.html habe ich folgende Zahlen gefunden:
Von Januar bis Juli 2020 wurden in Deutschland 556.227 Sterbefälle statistisch erfasst. In den Jahren 2016 bis 2019 waren es zwischen 533.179 (2016) und 576.996 (2018), im Durchschnitt der vier letzten Jahre 556.086. Somit beträgt die Abweichung vom Durchschnitt 141 Sterbefälle oder 0,025 %. Das gilt in der Statistik als nicht signifikant, also irrelevant oder nicht wert, hervorgehoben zu werden.
In den einzelnen Monaten im untersuchten Zeitraum gibt es gewaltige Schwankungen: So wurden etwa im Januar 2017 96.033 Sterbefälle erfasst, dagegen im Juni 2018 nur 69.328. Somit lag der Januar 2017 um 26.705 Sterbefälle oder 38,52 % über dem Juni 2018. Solche Schwankungen sind also möglich, ohne dass darüber in den Leitmedien berichtet worden wäre.
Prof. Dr. Klaus Püschel, Direktor des Instituts für Rechtsmedizin in Hamburg, hatte nach zahlreichen von ihm durchgeführten Obduktionen von Toten, bei denen ein positiver Coronatest vorlag, im Frühjahr vorausgesagt, dass in Deutschland im Jahr 2020 nicht mehr Menschen sterben werden als im Durchschnitt der Vorjahre. Corona erhöhe die Zahl der Sterbefälle kurzfristig, mittelfristig würde das durch niedrigere Sterbefälle in den Folgemonaten wieder ausgeglichen, weil die allermeisten Corona-Todesopfer nach den Ergebnissen seiner Obduktionen schwere weitere Erkrankungen und/oder ein hohes Alter und somit nur noch eine geringe Lebenserwartung hatten. Der Mann scheint richtig zu liegen, nur berichten die Leitmedien dies nicht.
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Der Name des Verfassers ist der Redaktion bekannt
Anmerkung der Redaktion:
Die im Forum dargestellten Äußerungen und Meinungen sind nicht unbedingt mit denen der Redaktion identisch. Für den Inhalt ist der Verfasser verantwortlich. Die Redaktion behält sich das Recht auf Kürzungen vor.
Autor: redDie im Forum dargestellten Äußerungen und Meinungen sind nicht unbedingt mit denen der Redaktion identisch. Für den Inhalt ist der Verfasser verantwortlich. Die Redaktion behält sich das Recht auf Kürzungen vor.
