Grußwort des Landrates Dr. Werner Henning
Was wird das neue Jahr bringen?
Mittwoch, 23. Dezember 2020, 09:00 Uhr
Hinter dem Eichsfeld liegt ein schweres Jahr. Landrat Dr. Werner Henning blickt in seinem Grußwort zum Jahresende auf die Corona-Pandemie im Kreis zurück und blickt hoffnungsvoll in das neue Jahr...
Liebe Bürgerinnen und Bürger des Landkreises Eichsfeld,
fast erscheint es so, als würden wir uns in diesem Jahr noch ganz anders als bislang gewohnt auf das Weihnachtsfest im Sinne eines Sehnsuchtsortes zubewegen. Zur Ruhe kommen, möglichst von Corona unbehelligt bleiben, weder mit Restriktionen noch mit den wirklichen Gefahren für die Gesundheit. Einige Tage im engsten Kreis der Familie zu verbringen, bedeutet vielleicht tatsächlich Schutz vor den Gefahren von Berührung. Dieses wünsche ich Ihnen und damit verbunden einen Zugewinn an Nachdenklichkeit über die Gefährdetheit des Lebens sowie das Erleben von Dankbarkeit, im engsten Kreis der Nächsten geborgen zu sein.
Dass die gesundheitlichen Ängste im Umfeld der Corona-Infektionen reale und keine rein fiktiven waren, haben viele von Ihnen unmittelbar erlebt. Unsere Zahlen lagen beständig hoch, ganz ungeachtet der vielen Quarantäneentscheidungen, welche besonders den an der Arbeit verbliebenen Mitarbeitern eine zusätzliche Bürde an zu erfüllenden Aufgaben auferlegt haben. So ist die Stimmung zum Ausgang des alten Jahres eine sehr getrübte.
Doch – was wird das neue Jahr bringen? Allem voran die Impfung zum Schutz vor neuen Corona-Infektionen. Das ist viel und erscheint fast wie die Rettung aus einer sonst schier ausweglosen Lage. Danach werden wir sehen, in welch einem Maße wir alle wieder zur einstigen Dynamik zurückfinden. An genau dieser Geschäftigkeit hängt unser Gebrauchtwerden im gesellschaftlichen Arbeitsmarkt, was sich nicht zuletzt in dem dafür erzielbaren monetären Lohn und damit wieder an den eigenen Teilhabechancen an den Begehrlichkeiten des Lebens ausdrückt.
Was wir aber auch mehr lernen sollten, ist, sowohl die guten Empfehlungen von außen wertzuschätzen als auch die wichtigen Entscheidungen für das eigene Leben wieder mehr selbst zu treffen. Die vollkasko-durchorganisierte Kümmerer-Gesellschaft wird zwar stets und ständig gefordert und auch in einem hohen Maße bereitgestellt – beantwortet aber die letzten Fragen auch nicht und liefert auch keine Rundumzufriedenheit. Selbstbestimmtes Leben muss auch selbst gelebt werden und ist etwas völlig anderes, als es so manche politischen Kräfte auf den Märkten feilbieten. Am Ende wollen die meisten das Gleiche – Macht gewinnen über die Handlungen der Menschen.
So wünsche ich Ihnen allen für das neue Jahr ein möglichst weitreichendes selbstbestimmtes Leben in Gesundheit, und dieses umgeben von einer möglichst harmonischen familiären und sozialen Umgebung. Unter dieser Voraussetzung ist mir auch um das Wohlergehen der ganzen Region keine Bange.
Herzlichst Ihr
Dr. Werner Henning
Autor: redLiebe Bürgerinnen und Bürger des Landkreises Eichsfeld,
fast erscheint es so, als würden wir uns in diesem Jahr noch ganz anders als bislang gewohnt auf das Weihnachtsfest im Sinne eines Sehnsuchtsortes zubewegen. Zur Ruhe kommen, möglichst von Corona unbehelligt bleiben, weder mit Restriktionen noch mit den wirklichen Gefahren für die Gesundheit. Einige Tage im engsten Kreis der Familie zu verbringen, bedeutet vielleicht tatsächlich Schutz vor den Gefahren von Berührung. Dieses wünsche ich Ihnen und damit verbunden einen Zugewinn an Nachdenklichkeit über die Gefährdetheit des Lebens sowie das Erleben von Dankbarkeit, im engsten Kreis der Nächsten geborgen zu sein.
Dass die gesundheitlichen Ängste im Umfeld der Corona-Infektionen reale und keine rein fiktiven waren, haben viele von Ihnen unmittelbar erlebt. Unsere Zahlen lagen beständig hoch, ganz ungeachtet der vielen Quarantäneentscheidungen, welche besonders den an der Arbeit verbliebenen Mitarbeitern eine zusätzliche Bürde an zu erfüllenden Aufgaben auferlegt haben. So ist die Stimmung zum Ausgang des alten Jahres eine sehr getrübte.
Doch – was wird das neue Jahr bringen? Allem voran die Impfung zum Schutz vor neuen Corona-Infektionen. Das ist viel und erscheint fast wie die Rettung aus einer sonst schier ausweglosen Lage. Danach werden wir sehen, in welch einem Maße wir alle wieder zur einstigen Dynamik zurückfinden. An genau dieser Geschäftigkeit hängt unser Gebrauchtwerden im gesellschaftlichen Arbeitsmarkt, was sich nicht zuletzt in dem dafür erzielbaren monetären Lohn und damit wieder an den eigenen Teilhabechancen an den Begehrlichkeiten des Lebens ausdrückt.
Was wir aber auch mehr lernen sollten, ist, sowohl die guten Empfehlungen von außen wertzuschätzen als auch die wichtigen Entscheidungen für das eigene Leben wieder mehr selbst zu treffen. Die vollkasko-durchorganisierte Kümmerer-Gesellschaft wird zwar stets und ständig gefordert und auch in einem hohen Maße bereitgestellt – beantwortet aber die letzten Fragen auch nicht und liefert auch keine Rundumzufriedenheit. Selbstbestimmtes Leben muss auch selbst gelebt werden und ist etwas völlig anderes, als es so manche politischen Kräfte auf den Märkten feilbieten. Am Ende wollen die meisten das Gleiche – Macht gewinnen über die Handlungen der Menschen.
So wünsche ich Ihnen allen für das neue Jahr ein möglichst weitreichendes selbstbestimmtes Leben in Gesundheit, und dieses umgeben von einer möglichst harmonischen familiären und sozialen Umgebung. Unter dieser Voraussetzung ist mir auch um das Wohlergehen der ganzen Region keine Bange.
Herzlichst Ihr
Dr. Werner Henning
