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Auszeichnung für das grenzlandmuseum Eichsfeld

"Demokratielernort in Niedersachsen"

Dienstag, 09. November 2021, 18:38 Uhr
Das Grenzlandmuseum Eichsfeld erhielt gestern die Auszeichnung „Lernort Demokratiebildung“. Sie wurde von der Niedersächsischen Staatssekretärin im Kultusministerium, Gaby Willamowius, in Anwesenheit des Thüringer Bildungsministers Helmut Holter überreicht...

Übergabe der Informationstafel. Von links nach rechts sind abgebildet:  Zeitzeuge Edgar Pferner, Vorsitzender des Grenzlandmuseums Eichsfeld Horst Dornieden, Thüringer Minister für Jugend, Bildung und Sport Helmut Holter, die Niedersächsische Staatssekretärin Gaby Willamowius, Zeitzeugin Kathrin Begoin-Weber und Geschäftsführerin des Grenzlandmuseum Eichsfeld Mira Keune. (Foto: Grenzlandmuseum) Übergabe der Informationstafel. Von links nach rechts sind abgebildet: Zeitzeuge Edgar Pferner, Vorsitzender des Grenzlandmuseums Eichsfeld Horst Dornieden, Thüringer Minister für Jugend, Bildung und Sport Helmut Holter, die Niedersächsische Staatssekretärin Gaby Willamowius, Zeitzeugin Kathrin Begoin-Weber und Geschäftsführerin des Grenzlandmuseum Eichsfeld Mira Keune. (Foto: Grenzlandmuseum)

Die Auszeichnung erfolgte im Rahmen des 4. länderübergreifenden Projekttags „Treffpunkt Grenze“, der gemeinsam vom Niedersächsischen Kultusministerium, dem Thüringer Ministerium für Bildung, Jugend und Sport und dem Grenzlandmuseum Eichsfeld organisiert wurde. Die Teilnehmenden Jugendlichen kamen in diesem Jahr aus der Realschule am Röddenberg in Osterode und der Staatlichen Regelschule Niederorschel.

„Erklärtes Ziel des Niedersächsischen Kultusministeriums ist es, Schülerinnen und Schüler darauf vorzubereiten, dass diese sich als mündige Bürgerinnen und Bürger aktiv, kritisch und selbstreflektiert in demokratische Prozesse einbringen können. Deshalb stärken wir die Politische Bildung und die Demokratiebildung von Anfang an“, erklärte Gaby Willamowius im Rahmen der Auszeichnung des Grenzlandmuseums Eichsfeld. Willamowius weiter: „Hier an diesem historischen Ort wird ein äußerst wichtiger Teil niedersächsischer, deutscher und europäischer Geschichte auf vorbildliche Art und Weise mit Leben gefüllt. Die hier geleistete Arbeit halte ich für enorm wichtig, und ich gratuliere allen daran Beteiligten ganz herzlich zur äußerst verdienten Anerkennung als erster, Ausgezeichneter Lernort Demokratiebildung in Niedersachsen‘ - hier in Teistungen. Ein Zeichen länderübergreifender Zusammenarbeit!“

Gemeinsam mit dem Thüringer Bildungsminister Helmut Holter enthüllte die Staatssekretärin das Informationsschild am Museum. Zuvor hatten sich Gaby Willamowius, Minister Helmut Holter und der Vorsitzende des Trägervereins, Horst Dornieden, bei einem Podiumsgespräch mit den Jugendlichen aus Niedersachsen und Thüringen über ihre persönlichen Erfahrungen zum 9. November 1989 und die Bedeutung eines kritischen Geschichtsbewusstseins zur Stärkung der Demokratie ausgetauscht. Im Anschluss beschäftigten sich die Jugendlichen im Grenzlandmuseum in parallelen Workshops mit den Erfahrungen und Schicksalen eingeladener Zeitzeugen. Dabei ging es um Fluchten und Fluchtversuche, Repressionen, politische Haft und Freikauf sowie Erfahrungen unangepasster Jugendlicher in der DDR in Jugendwerkhöfen.

Der Projekttag „Treffpunkt Grenze“ findet seit 2017 jährlich statt. Die drei Kooperationspartner laden dazu Schulen aus Niedersachsen und Thüringen ein, damit sich die Jugendlichen länderübergreifend die gemeinsame jüngste Geschichte erarbeiten.
Autor: red

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