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Ehrenbriefe verliehen

Drei Nordthüringer mit dabei

Freitag, 26. November 2021, 17:49 Uhr
Ministerpräsident Bodo Ramelow hat heute Ehrenbriefe des Freistaats Thüringen an verdiente Bürgerinnen und Bürger verliehen. Auch zwei Frauen und ein Mann aus Nordthüringen sind mit dabei...


Seit 2005 werden anlässlich des Internationalen Tages des Ehrenamts verdiente Thüringerinnen und Thüringer mit dem Ehrenbrief des Freistaats Thüringen geehrt. 14 Bürgerinnen und Bürger, die sich seit langem in ganz unterschiedlichen Bereichen – im Sozialen, Politischen oder Gesellschaftlichen – im Freistaat engagieren, wurden ausgezeichnet.

Ministerpräsident Ramelow sagte dazu: „Ich möchte allen ehrenamtlich engagierten Menschen in Thüringen meinen persönlichen Dank aussprechen. Ihr Einsatz für die Allgemeinheit nötigt mir großen Respekt ab. Dort, wo Einzelpersonen oder Gruppen freiwillig und unentgeltlich Arbeit leisten, entsteht ein ganz besonders wertvolles und zugleich zerbrechliches gesellschaftliches Gut. Wertvoll deshalb, weil nicht nur die Menschen profitieren, denen das Engagement zuvorderst gilt.

Ehrenamtliches Engagement bietet darüber hinaus vielfältige Möglichkeiten, die eigenen Interessen auszuleben, Fähigkeiten zu entwickeln und bringt nicht zuletzt jede Menge Spaß. Wir dürfen allerdings nie aus den Augen verlieren, was ehrenamtliche Arbeit leisten kann und wo ihre Grenzen liegen.“

Das sind die Geehrten:

Isabell Rennebach aus Himmelgarten bei Nordhausen war sieben Jahre Mitglied im Schulsanitätsdienst (SSD) an ihrer Schule. Bereits mit 14 Jahren nahm sie an der Junior-Gruppenleiterausbildung des Jugendrotkreuzes (JRK) Thüringen teil. Seit der Ausbildung 2014 leitete sie den SSD sehr verantwortungsbewusst und erfolgreich. Seit 2019 absolviert sie eine Ausbildung als Notfallsanitäterin und hält dennoch weiterhin einen intensiven Kontakt zum SSD ihrer ehemaligen Schule.

Frau Rennebach interessiert sich zudem sehr für die strategische Arbeit im Jugendverband. Seit 2015 fährt sie jährlich als Delegierte zur JRK-Bundeskonferenz und vertritt dort die Interessen der JRKlerinnen und JRKler aus Thüringen. Die Interessenvertretung nimmt sie auch in den Gremien des LJRT wahr. Bereits mit 16 stellte sie sich zur Wahl als stellvertretende JRK-Landesleiterin und bekam das Vertrauen. Im JRK Thüringen gestaltet sie die Bildungsarbeit mit und ist sehr engagiert als Betreuerin bei den Ferienfreizeiten. Frau Rennebach initiiert und begleitet im JRK Thüringen viele Projekte, unter anderem #RotfürRespekt, #Blutbild oder #Herzensretter.

Steffi Wiegleb aus Kyffhäuserland ist seit 2005 evangelische Pastorin in der Gemeinde. Sie ist die Stellvertreterin des Superintendenten des Kirchenkreises Bad Frankenhausen-Sondershausen sowie als Vertrauenspfarrerin und Polizei- und Notfallseelsorgerin rund um die Uhr tätig. Hierbei wird sie auch zu nachtschlafender Zeit gerufen, um Angehörige nach Überbringung der Todesnachricht bzw. Einsatzkräfte zur psychischen Verarbeitung nach Ende des Einsatzes zu unterstützen. In dieser Funktion, wie auch als Gemeindepfarrerin und als Pfarrerin für den Religionsunterricht, kennt ihr Engagement kaum Grenzen.

In der Zeit der Corona-Pandemie hat sie sich über Wochen unermüdlich in der Bürgerhotline des Landkreises eingebracht, Ratsuchende informiert und Auskünfte erteilt. Dadurch konnten viele Fragen beantwortet, Unsicherheiten, Ängste und Sorgen den Ratsuchenden genommen, aber auch Trost und Zuversicht zugesprochen werden. Auch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Landratsamtes, die wenig Erfahrung in diesem Bereich hatten, konnten auf ihre Unterstützung bauen. In ihren Gemeinden versieht Frau Wiegleb ihren Dienst mit großer Freude und hoher Sachkompetenz, ist ein Beispiel nimmermüden Engagements für die Menschen im ländlichen Raum und von grenzenlosem Optimismus.

Überdies bringt sie Schülerinnen und Schülern die Grundlagen unserer auch christlich gegründeten Demokratie nahe und übernimmt dadurch einen wichtigen Beitrag, um dort, wo der Umgang der Menschen untereinander verroht, ein christlich-jüdisches Menschenbild entgegenzuhalten‚ das allen Menschen die gleichen Rechte zubilligt und zu gegenseitigem Respekt „anstiftet“.

Steffen Rothensee aus Bischofferode ist seit dem sechsten Lebensjahr mit dem Fußballsport und dem Sportverein VfB Bischofferode sehr stark verbunden. Seit fast 20 Jahren unterstützt er den Vereinsvorstand ehrenamtlich und ist maßgeblich an der positiven Entwicklung eines aktiven Vereinslebens beteiligt. Erst als Abteilungsleiter Fußball und jetzt als Vorsitzender des Vereins belebt er das sportliche Treiben in der Region um Bischofferode und ist aktiv an zahlreichen Projekten beteiligt.

Ein Meilenstein seiner beispielgebenden ehrenamtlichen Arbeit war insbesondere die Eröffnung des Sportkomplexes Bodesportzentrum in Bischofferode im September 2020. Die Umsetzung des Projekts erfolgte in Zusammenarbeit von Land, Landkreis, Gemeinde und engagierten Ehrenamtlichen des Vereins VfB Bischofferode. Schul- und Vereinssport können nun gemeinsam auf einer guten Anlage betrieben werden.
Autor: psg

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