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IHK Umfrage

Schlechte Stimmung in der regionalen Wirtschaft

Montag, 18. November 2024, 12:58 Uhr
Laut aktueller Befragung vom Herbst 2024 sehen die Unternehmen im Landkreis Eichsfeld kein Ende der Talfahrt: Jeder zweite (50 Prozent) geht von einer weiteren Verschlechterung der konjunkturellen Situation aus. Dagegen erwarten nur 14 Prozent eine Verbesserung...

Schlechte Stimmung in der Nordthüringer Wirtschaft (Foto: nnz-Archiv) Schlechte Stimmung in der Nordthüringer Wirtschaft (Foto: nnz-Archiv)


Mit 83 von 200 möglichen Punkten liegt der Klimaindex, der aktuelle Lagebeurteilungen und Zukunftserwartungen abbildet, weiterhin deutlich unter dem langjährigen Durchschnitt von 111 Punkten.

Die aktuelle Lage wird im Landkreis Eichsfeld branchenübergreifend von der Hälfte der Unternehmen (50 Prozent) als zufriedenstellend eingeschätzt. Eine negative Lagebeurteilung geben 21 Prozent der Befragten ab. Das ist eine weitere Verschlechterung gegenüber dem Frühjahr (14 Prozent). Christian Böduel, Leiter der Regionalbüros Nordthüringen der IHK Erfurt, sieht die Lage als besorgniserregend: „Fehlende Nachfrageimpulse aus dem Ausland, eine schwache Inlandsnachfrage und die Kaufzurückhaltung geben keinen Anlass zum Optimismus“.

Die Dramatik der Lage zeigt sich bei den Beschäftigungsplänen der Firmenchefs im Landkreis Eichsfeld: Keiner der Befragten plant aktuell die Schaffung zusätzlicher Arbeitsplätze. Während 71 Prozent der Befragten ihren Personalbestand unverändert beibehalten wollen, kann rund ein Drittel (29 Prozent) künftige Stellenreduzierungen nicht ausschließen.

Risiken und Unsicherheiten spiegeln sich in einer sehr verhaltenen Investitionsbereitschaft wider: So planen 57 Prozent der befragten Unternehmen sinkende oder überhaupt keine Investitionen. Vor Jahresfrist äußerten dies nur halb so viele Unternehmer (28 Prozent).

Als größtes Geschäftsrisiko sehen die Unternehmen mittelweile mit 78 Prozent der Nennungen die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen an. Noch zur Frühjahrsbefragung lag dieses Thema mit 50 Prozent an vierter Stelle. Aktuell werden Energie- und Rohstoffpreise, der Inlandsabsatz und die Arbeitskosten als weitere Risikofaktoren genannt. Der Fachkräftemangel bleibt mit 53 Prozent der Nennungen weiterhin eine große Herausforderung für die einheimische Wirtschaft.
Autor: red

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