Meine Meinung:
Schuld sind wir selbst
Montag, 27. Januar 2025, 10:30 Uhr
Es ist wohl eine Ewigkeit her, dass ich mir eine Talkshow des öffentlich-rechtlichen Rundfunks angesehen habe. Zu groß war die Abneigung gegenüber dem einseitigen Gebabbel. Gestern wieder ein Versuch mit dem Ergebnis: es hat sich nichts geändert. Deutschland ist an allem selbst schuld...
Es gibt im Netz genügend Übersichten oder bunte Diagramme, auf denen gezeigt wird, welche Parteien oder welche Journalisten von den produzierenden Firmen eingeladen werden.
Gestern sah das folgendermaßen aus: Der Partei-Promi war Hendrik Wüst (MP in NRW), die Journalisten Vanessa Vu (ZEIT) und Ronen Steinke (SZ) sowie der SPD-Oberbürgermeister von Fürth, Thomas Jung. Von der politischen Grundorientierung der meisten Mainstreamjournalisten mal abgesehen, hätte doch ein Julian Reichelt, eine Anna Schneider oder ein Jan Fleischhauer dieser Runde vielleicht auch gut getan. Na ja, Reichelt vielleicht...
Also: man war unter sich und es gab dennoch herausragende Erkenntnisse aus der Diskussion um die Migration. Herr Wüst bemühte sich, die gewendete Haltung des Herrn Merz zu begründen, der sozialdemokratische OB schilderte die Situation aus kommunaler Sicht und die beiden Journalisten bemühten sich in einer Täter-Opfer-Umkehr. Frau Vu sieht die eigentlichen Opfer in den Tätern von Magdeburg, Solingen oder Aschaffenburg. Sie seien nicht ausreichend psychologisch betreut worden. Und vor allem hätten diese Männer ja keine Arbeit, sie würden anfangen Alkohol zu trinken, wurde in die Runde berichtet. Dem pflichtete auch der SZ-Mann bei. Also seien hier die Kapazitäten dringend aufzubauen. Deutschland in der Bringeschuld.
Wer sich in einer entsprechenden Einrichtung umschaut, der mag jetzt verzweifelt mit dem Kopf wackeln. Millionen Menschen kamen seit 2015 in dieses Land. Mal abgesehen davon, dass sie zuvor und viele auch danach nichts in die Systeme eingezahlt haben, diese Masse sprengt nicht nur das Bildungssystem, den Wohnungsmarkt oder die Kriminalitätsstatistiken, sondern unter anderem auch das medizinische System. Volle Arztpraxen gab es schon vor 2015.
Lange versuchten sich die seit 2015 in wechselnder Besetzung regierenden Parteien in irgendwelchen Ausreden und Schönreden, in Bestürzungen und Mitleidsbekundungen und merkten nicht, dass für den überwiegenden Teil der Menschen in diesem Land das berühmte Fass immer voller wurde, das aus Sicht vieler schon lange übertröpfelt.
Nun - dank Wahlkampf - hat das zumindest die CDU erkannt und reagiert. Für Frau Vu von der "Zeit" stehe hingegen auch jetzt immer noch fest, dass die meisten Menschen nicht nach Deutschland kommen, um den Sozialstaat auszunutzen. Da kann man nur noch mit dem Kopf schütteln und sich versprechen, bis zum Abend des 23. Februar keine dieser Talkshows mehr zu schauen.
Denn: der nächste "TV-Anschlag" auf mein Gemüt wäre schon für heute Abend bei "Hart aber fair" angesagt. Da soll sich über die wirtschaftliche Situation in Deutschland unterhalten werden. Unter anderem eingeladen Franziska Brantner. Sie ist - für die diejenigen, die es noch nicht wissen - die Bundesvorsitzende der Grünen.
Peter-Stefan Greiner
Autor: psgEs gibt im Netz genügend Übersichten oder bunte Diagramme, auf denen gezeigt wird, welche Parteien oder welche Journalisten von den produzierenden Firmen eingeladen werden.
Gestern sah das folgendermaßen aus: Der Partei-Promi war Hendrik Wüst (MP in NRW), die Journalisten Vanessa Vu (ZEIT) und Ronen Steinke (SZ) sowie der SPD-Oberbürgermeister von Fürth, Thomas Jung. Von der politischen Grundorientierung der meisten Mainstreamjournalisten mal abgesehen, hätte doch ein Julian Reichelt, eine Anna Schneider oder ein Jan Fleischhauer dieser Runde vielleicht auch gut getan. Na ja, Reichelt vielleicht...
Also: man war unter sich und es gab dennoch herausragende Erkenntnisse aus der Diskussion um die Migration. Herr Wüst bemühte sich, die gewendete Haltung des Herrn Merz zu begründen, der sozialdemokratische OB schilderte die Situation aus kommunaler Sicht und die beiden Journalisten bemühten sich in einer Täter-Opfer-Umkehr. Frau Vu sieht die eigentlichen Opfer in den Tätern von Magdeburg, Solingen oder Aschaffenburg. Sie seien nicht ausreichend psychologisch betreut worden. Und vor allem hätten diese Männer ja keine Arbeit, sie würden anfangen Alkohol zu trinken, wurde in die Runde berichtet. Dem pflichtete auch der SZ-Mann bei. Also seien hier die Kapazitäten dringend aufzubauen. Deutschland in der Bringeschuld.
Wer sich in einer entsprechenden Einrichtung umschaut, der mag jetzt verzweifelt mit dem Kopf wackeln. Millionen Menschen kamen seit 2015 in dieses Land. Mal abgesehen davon, dass sie zuvor und viele auch danach nichts in die Systeme eingezahlt haben, diese Masse sprengt nicht nur das Bildungssystem, den Wohnungsmarkt oder die Kriminalitätsstatistiken, sondern unter anderem auch das medizinische System. Volle Arztpraxen gab es schon vor 2015.
Lange versuchten sich die seit 2015 in wechselnder Besetzung regierenden Parteien in irgendwelchen Ausreden und Schönreden, in Bestürzungen und Mitleidsbekundungen und merkten nicht, dass für den überwiegenden Teil der Menschen in diesem Land das berühmte Fass immer voller wurde, das aus Sicht vieler schon lange übertröpfelt.
Nun - dank Wahlkampf - hat das zumindest die CDU erkannt und reagiert. Für Frau Vu von der "Zeit" stehe hingegen auch jetzt immer noch fest, dass die meisten Menschen nicht nach Deutschland kommen, um den Sozialstaat auszunutzen. Da kann man nur noch mit dem Kopf schütteln und sich versprechen, bis zum Abend des 23. Februar keine dieser Talkshows mehr zu schauen.
Denn: der nächste "TV-Anschlag" auf mein Gemüt wäre schon für heute Abend bei "Hart aber fair" angesagt. Da soll sich über die wirtschaftliche Situation in Deutschland unterhalten werden. Unter anderem eingeladen Franziska Brantner. Sie ist - für die diejenigen, die es noch nicht wissen - die Bundesvorsitzende der Grünen.
Peter-Stefan Greiner
