Schack vergibt Chance vom Elfmeterpunkt
Abgeklärte Eichsfelder besiegen Preußen
Sonntag, 18. Mai 2025, 01:04 Uhr
Wie im Vorfeld erwartet, wurde das Prestigeduell des FSV Preußen beim 1. FC Eichsfeld eine enge und umkämpfte Partie, bei der um jeden Zentimeter des saftigen Grüns gefightet wurde. Bad Langensalzas Team vergab kurz nach der Pause die große Gelegenheit aus elf Metern zum Ausgleich und fuhr ohne Ertrag nach Hause...
Im Vergleich zur Vorwoche zeigten die Preußen in Sachen Leidenschaft und Willen ein ganz anderes Gesicht. Der Auftritt sah von Beginn an euphorisch aus und auch der frühe Rückstand warf die Rosenstädter Elf nicht aus der Bahn. Ein diagonaler Ball kam flach durch die Abwehr und die Eingabe nutzte am langen Pfosten Routinier Pichinot zum 1:0.
Trotzdem zogen die Preußen ein gefälliges Angriffsspiel auf, gingen immer wieder steil über die Flügel oder wagten sich in Dribblings bis in den Strafraum hinein. Beide Truppen spielten taktisch sehr diszipliniert, weshalb sich bis auf einen Kopfball von Pichinot zunächst keine weiteren Hochkaräter ergaben, denn beiderseits fanden die Eingaben keine Abnehmer oder wurden in höchster Not geklärt.
Es war ein gutklassiges Thüringenligaspiel, wenn nicht der Schiedsrichter hin und wieder merkwürdige Entscheidungen gefällt hätte. Ein Hochsprung eines Eichsfelders mit ausgefahrenen Oberarm, an welchem der Ball auf der Sechzehnerlinie landete, blieb ebenso ungestraft, wie ein Tritt gegen Reinhold, welcher im Leben nicht nötig gehabt hätte, einen Elfmeter zu schinden.
Stattdessen gab es gelb für Reinhold wegen Schwalbe, was besonders seltsam anmutete, denn nur Sekunden vorher ließ sich ein gastgebender Akteur im Duell mit Linz an der Eckfahne absichtlich fallen und wurde dafür noch nicht einmal ermahnt. In der Halbzeit mussten sich die Gemüter entsprechend beruhigen und die Struther nahmen die Geschehnisse vermutlich etwas differenziert im Vergleich zu den Gästen wahr.
Ohne Diskussion blieb zehn Minuten nach Wiederbeginn jedoch der Strafstoßpfiff für die Mannen in schwarz-weiß. Reinhold wurde steil geschickt und zog aus zentraler Position ab. Dabei wurde er am Knöchel getroffen und Schiedsrichter Blanke blieb keine andere Wahl. Schack trat vom Punkt an und zielte aus seiner Sicht nach links unten. Allerdings hechtete genau dort hin der Eichsfelder Schlussmann und Wistuba konnte den Ball mit der Pranke entschärfen.
Allen Preußen war klar, dass heute wohl nicht mehr sonderlich viele Chancen dieser Güteklasse zu bekommen sein sollten. Und genau so kam es auch, die Gastgeber spielten es abgeklärt herunter, der Kurstädter Mannschaft fiel offensiv zu wenig ein. Stattdessen spielte das Heimteam kurz vor dem Ende steil auf Czosnyka, der womöglich wenige Zentimeter ins Abseits lief, aber der Assistent hatte keinen VAR. Jedenfalls ließ sich der junge Eichsfelder diese Gelegenheit nicht nehmen und besorgte mit einem platzierten Flachschuss direkt neben den Pfosten die Entscheidung.
Ein Punkt wäre aus Sicht der Gäste machbar und nicht unverdient gewesen. Immerhin nahmen sich die Teams hinter den Preußen die Punkte wieder gegenseitig weg, während in der Oberliga nun ziemlich sicher ein Thüringer Absteiger feststeht. Aber vielleicht gelingt den Preußen ja bereits am kommenden Freitag die große Sensation mit einem überraschenden Sieg oder zumindest einem Punkt gegen den Spitzenreiter aus Heiligenstadt.
Tore: 1:0 Pichinot (11.), 2:0 Czosnyka (85.)
Zuschauer: 231
Preußen: Patzer, Linz, Dolzer, Harnisch, Rösener, Pawlak, Gulov (89. Schaffel), Schack, Harbauer (86. Engel), Noak (76. Touray), Reinhold (65. Mönchgesang)
Autor: mfrIm Vergleich zur Vorwoche zeigten die Preußen in Sachen Leidenschaft und Willen ein ganz anderes Gesicht. Der Auftritt sah von Beginn an euphorisch aus und auch der frühe Rückstand warf die Rosenstädter Elf nicht aus der Bahn. Ein diagonaler Ball kam flach durch die Abwehr und die Eingabe nutzte am langen Pfosten Routinier Pichinot zum 1:0.
Trotzdem zogen die Preußen ein gefälliges Angriffsspiel auf, gingen immer wieder steil über die Flügel oder wagten sich in Dribblings bis in den Strafraum hinein. Beide Truppen spielten taktisch sehr diszipliniert, weshalb sich bis auf einen Kopfball von Pichinot zunächst keine weiteren Hochkaräter ergaben, denn beiderseits fanden die Eingaben keine Abnehmer oder wurden in höchster Not geklärt.
Es war ein gutklassiges Thüringenligaspiel, wenn nicht der Schiedsrichter hin und wieder merkwürdige Entscheidungen gefällt hätte. Ein Hochsprung eines Eichsfelders mit ausgefahrenen Oberarm, an welchem der Ball auf der Sechzehnerlinie landete, blieb ebenso ungestraft, wie ein Tritt gegen Reinhold, welcher im Leben nicht nötig gehabt hätte, einen Elfmeter zu schinden.
Stattdessen gab es gelb für Reinhold wegen Schwalbe, was besonders seltsam anmutete, denn nur Sekunden vorher ließ sich ein gastgebender Akteur im Duell mit Linz an der Eckfahne absichtlich fallen und wurde dafür noch nicht einmal ermahnt. In der Halbzeit mussten sich die Gemüter entsprechend beruhigen und die Struther nahmen die Geschehnisse vermutlich etwas differenziert im Vergleich zu den Gästen wahr.
Ohne Diskussion blieb zehn Minuten nach Wiederbeginn jedoch der Strafstoßpfiff für die Mannen in schwarz-weiß. Reinhold wurde steil geschickt und zog aus zentraler Position ab. Dabei wurde er am Knöchel getroffen und Schiedsrichter Blanke blieb keine andere Wahl. Schack trat vom Punkt an und zielte aus seiner Sicht nach links unten. Allerdings hechtete genau dort hin der Eichsfelder Schlussmann und Wistuba konnte den Ball mit der Pranke entschärfen.
Allen Preußen war klar, dass heute wohl nicht mehr sonderlich viele Chancen dieser Güteklasse zu bekommen sein sollten. Und genau so kam es auch, die Gastgeber spielten es abgeklärt herunter, der Kurstädter Mannschaft fiel offensiv zu wenig ein. Stattdessen spielte das Heimteam kurz vor dem Ende steil auf Czosnyka, der womöglich wenige Zentimeter ins Abseits lief, aber der Assistent hatte keinen VAR. Jedenfalls ließ sich der junge Eichsfelder diese Gelegenheit nicht nehmen und besorgte mit einem platzierten Flachschuss direkt neben den Pfosten die Entscheidung.
Ein Punkt wäre aus Sicht der Gäste machbar und nicht unverdient gewesen. Immerhin nahmen sich die Teams hinter den Preußen die Punkte wieder gegenseitig weg, während in der Oberliga nun ziemlich sicher ein Thüringer Absteiger feststeht. Aber vielleicht gelingt den Preußen ja bereits am kommenden Freitag die große Sensation mit einem überraschenden Sieg oder zumindest einem Punkt gegen den Spitzenreiter aus Heiligenstadt.
Tore: 1:0 Pichinot (11.), 2:0 Czosnyka (85.)
Zuschauer: 231
Preußen: Patzer, Linz, Dolzer, Harnisch, Rösener, Pawlak, Gulov (89. Schaffel), Schack, Harbauer (86. Engel), Noak (76. Touray), Reinhold (65. Mönchgesang)
