Meine Meinung:
Glühweinduft im Hochsicherheitstrakt
Sonntag, 07. Dezember 2025, 09:50 Uhr
Wir schreiben das Jahr 2014, es ist kurz vor Weihnachten? Können Sie sich noch erinnern, was den Menschen in diesem Land damals alles so durch den Kopf ging? Und was nicht?
Halle an der Saale Weihnachten 2025 - willkommen im Hochsicherheitstrakt (Foto: nnz)
Die Adventszeit wurde gefeiert, vorbereitet und ausgestaltet. Vor allem in den Familien herrschte Vorfreude auf das, was der Weihnachtsmann bringen könnte. Die Alten” freuten sich auf die strahlenden Augen der Kinder und Enkel. Mit Freunden wurde der Besuch des heimischen Weihnachtsmarktes vorbereitet, was geht schon über ein genüssliches gemeinsames Glühweintrinken?
Das alles ist elf Jahre her, die Erinnerungen verblassen, doch die vor allem nach 2016 einsetzenden Veränderungen haben uns in unserem Land gefangen. Wir sind mittendrin, können uns nicht wehren, nur abwehren. Mit Gittern, Betonklötzen, hochfahrenden Pollern, Streifen von zusätzlich zu bezahlenden Security-Firmen, den städtischen Ordnungsämtern und der Polizei. Fehlt nur noch eine Kompanie der Bundeswehr je Weihnachtsmarkt.
Ich war vor einer Woche in Halle an der Saale, die Stadt, in der ich fünf Jahre lebte. Was waren das damals für Weihnachtsmärkte? Sicher, das Angebot hatte nicht diese Hülle und Fülle der heutigen Zeit, aber es war heimelich, es war unser Weihnachten. Das, was sich mir vor einer Woche bot, das war ein Markt, eingepfercht in einem Hochsicherheitsareal. In Halle queren mehrere Straßenbahnlinie den Markt. Dafür müssen an allen Ein- und Ausgängen Stahlwände zwischen den Schienen hoch- und runtergefahren werden. Schranken öffnen und schließen sich…
Es war gruselig und es machte uns allen keinen Spaß, Glühwein oder Bratwurst in einem abgeschotteten Hochsicherheitstrakt zu verbringen. Aber letztlich hat alles seinen Grund, der von einigen Seiten der Politik und leider auch der Medien immer wieder in den Hintergrund gepackt wird. Warum denn all diese Veränderungen? Warum denn Poller, Betonklötze, eiserne Barrieren, Schranken, Polizeiwagen und Streifen?
Wo ist denn die Gefahr, die abgewehrt werden muss? Von wem geht sie aus? Warum war das damals nicht nötig? Das sind die Fragen, die sich Menschen immer wieder stellen. Warum müssen traditionelle christliche Feste polizeilich abgesichert werden? Warum müssen klamme Kommunen 100.000de Euro für zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen ausgeben, wo doch eigentlich Brücken instand zu setzen sind? Warum bedarf es bei Festen und Festtagen, die zum Beispiel mit dem Islam verbunden sind, keine erhöhten Sicherheitsmaßnahmen? Aber auch: warum werden eigentlich die Sicherheitsvorkehrungen für jüdische Einrichtungen wie Synagogen oder Schulen Jahr für Jahr weiter erhöht? Auch außerhalb jüdischer Festtage?
Ein großer Teil der einheimische Bevölkerung nimmt das hin und muss zusehen, wenn Stück für Stück die eigene Identität zerbröckelt, wenn selbst Karnevalsumzüge eines besonderen Schutzes bedürfen? Ein anderer Teil hat sich bereits ergeben, nimmt alles stillschweigen hin und zieht sich immer tiefer ins private Milieu zurück. Und letztlich gibt es noch den Teil der Bevölkerung, der das alles gutheißt, der das geil findet, der nichts mit der Heimat oder mit Traditionen zu tun haben will. Der zwar immer mehr Waffen zum Beispiel in die Ukraine liefern will, damit er nicht selber zur Waffe greifen muss. Der sich über immer mehr Einwanderung in die sozialen Systeme freut und Beifall klatscht, wenn ein Unternehmen nach dem anderen in Deutschland aufgibt, weil es die horrenden Kosten für Energie nicht mehr zahlen kann. Dann wird wenigstens weniger Kohlendioxid in die Luft gepumpt und die Welt gerettet. Das ist doch auch ein Weihnachtsgeschenk, oder?
Ich wünsche allen Lesern der Nordthüringer Online-Zeitungen trotz alledem eine besinnliche Vorweihnachtszeit.
Peter-Stefan Greiner
PS: Zum Weihnachtsmarkt-Wohlgefühl gibt es jetzt auch eine Umfrage der nnz
Autor: psg
Halle an der Saale Weihnachten 2025 - willkommen im Hochsicherheitstrakt (Foto: nnz)
Die Adventszeit wurde gefeiert, vorbereitet und ausgestaltet. Vor allem in den Familien herrschte Vorfreude auf das, was der Weihnachtsmann bringen könnte. Die Alten” freuten sich auf die strahlenden Augen der Kinder und Enkel. Mit Freunden wurde der Besuch des heimischen Weihnachtsmarktes vorbereitet, was geht schon über ein genüssliches gemeinsames Glühweintrinken?
Das alles ist elf Jahre her, die Erinnerungen verblassen, doch die vor allem nach 2016 einsetzenden Veränderungen haben uns in unserem Land gefangen. Wir sind mittendrin, können uns nicht wehren, nur abwehren. Mit Gittern, Betonklötzen, hochfahrenden Pollern, Streifen von zusätzlich zu bezahlenden Security-Firmen, den städtischen Ordnungsämtern und der Polizei. Fehlt nur noch eine Kompanie der Bundeswehr je Weihnachtsmarkt.
Ich war vor einer Woche in Halle an der Saale, die Stadt, in der ich fünf Jahre lebte. Was waren das damals für Weihnachtsmärkte? Sicher, das Angebot hatte nicht diese Hülle und Fülle der heutigen Zeit, aber es war heimelich, es war unser Weihnachten. Das, was sich mir vor einer Woche bot, das war ein Markt, eingepfercht in einem Hochsicherheitsareal. In Halle queren mehrere Straßenbahnlinie den Markt. Dafür müssen an allen Ein- und Ausgängen Stahlwände zwischen den Schienen hoch- und runtergefahren werden. Schranken öffnen und schließen sich…
Es war gruselig und es machte uns allen keinen Spaß, Glühwein oder Bratwurst in einem abgeschotteten Hochsicherheitstrakt zu verbringen. Aber letztlich hat alles seinen Grund, der von einigen Seiten der Politik und leider auch der Medien immer wieder in den Hintergrund gepackt wird. Warum denn all diese Veränderungen? Warum denn Poller, Betonklötze, eiserne Barrieren, Schranken, Polizeiwagen und Streifen?
Wo ist denn die Gefahr, die abgewehrt werden muss? Von wem geht sie aus? Warum war das damals nicht nötig? Das sind die Fragen, die sich Menschen immer wieder stellen. Warum müssen traditionelle christliche Feste polizeilich abgesichert werden? Warum müssen klamme Kommunen 100.000de Euro für zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen ausgeben, wo doch eigentlich Brücken instand zu setzen sind? Warum bedarf es bei Festen und Festtagen, die zum Beispiel mit dem Islam verbunden sind, keine erhöhten Sicherheitsmaßnahmen? Aber auch: warum werden eigentlich die Sicherheitsvorkehrungen für jüdische Einrichtungen wie Synagogen oder Schulen Jahr für Jahr weiter erhöht? Auch außerhalb jüdischer Festtage?
Ein großer Teil der einheimische Bevölkerung nimmt das hin und muss zusehen, wenn Stück für Stück die eigene Identität zerbröckelt, wenn selbst Karnevalsumzüge eines besonderen Schutzes bedürfen? Ein anderer Teil hat sich bereits ergeben, nimmt alles stillschweigen hin und zieht sich immer tiefer ins private Milieu zurück. Und letztlich gibt es noch den Teil der Bevölkerung, der das alles gutheißt, der das geil findet, der nichts mit der Heimat oder mit Traditionen zu tun haben will. Der zwar immer mehr Waffen zum Beispiel in die Ukraine liefern will, damit er nicht selber zur Waffe greifen muss. Der sich über immer mehr Einwanderung in die sozialen Systeme freut und Beifall klatscht, wenn ein Unternehmen nach dem anderen in Deutschland aufgibt, weil es die horrenden Kosten für Energie nicht mehr zahlen kann. Dann wird wenigstens weniger Kohlendioxid in die Luft gepumpt und die Welt gerettet. Das ist doch auch ein Weihnachtsgeschenk, oder?
Ich wünsche allen Lesern der Nordthüringer Online-Zeitungen trotz alledem eine besinnliche Vorweihnachtszeit.
Peter-Stefan Greiner
PS: Zum Weihnachtsmarkt-Wohlgefühl gibt es jetzt auch eine Umfrage der nnz
