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Eichsfeld-Klinikum schließt Versorgungslücke

Erweiterte Gefäßmedizin im Eichsfeld

Dienstag, 28. April 2026, 16:02 Uhr
Gute Nachrichten für die Menschen in Nordthüringen: Das Eichsfeld Klinikum erweitert sein medizinisches Angebot und schließt eine wichtige Versorgungslücke. Mit der Klinik für Gefäßchirurgie, Endovaskuläre Therapie und Wundtherapie stärkt das Haus gezielt die Behandlung von Erkrankungen der Blutgefäße. Ein Bereich, der bislang in der Region nur eingeschränkt verfügbar war...

Dr.med. Matthias Mende, Chefarzt der Klinik für Chirurgie II - Gefäßchirurgie, Endovaskuläre Therapie und Wundtherapie   (Foto: Eichsfeld Klinikum/ Georgi Abashishvili) Dr.med. Matthias Mende, Chefarzt der Klinik für Chirurgie II - Gefäßchirurgie, Endovaskuläre Therapie und Wundtherapie (Foto: Eichsfeld Klinikum/ Georgi Abashishvili)
„Unser Auftrag ist es, die Menschen der Region bestmöglich in Medizin und Pflege zu versorgen. So entwickeln wir unser Leistungsprofil bedarfsgerecht weiter“, betont Geschäftsführer Dr. Gregor Bett in einer Presseinformation.

Herz-Kreislauf-Erkrankungen zählen zu den häufigsten Gesundheitsproblemen. Beide Systeme, Herz und Gefäße, funktionieren eng zusammen – und so betreffen Beschwerden oft beide Systeme gleichzeitig. Das Eichsfeld Klinikum verfügt bereits über eine hochmoderne Kardiologie mit zwei Herzkatheterlaboren, in denen Patientinnen und Patienten rund um die Uhr versorgt werden.

Diese Infrastruktur wurde nun mit einem größeren Detektor und besonderer Software erweitert und für Eingriffe zur Therapie von Gefäßerkrankungen aufgerüstet. So können Eingriffe an den Blutgefäßen besonders schonend durchgeführt werden – minimalinvasiv, also ohne große Schnitte.

Chefarzt der neuen Klinik ist der erfahrene Gefäßspezialist Dr. med. Matthias Mende. Sein Schwerpunkt liegt auf endovaskulären Eingriffen. Dabei werden Gefäßerkrankungen minimalinvasiv, also von innen, ohne große Schnitte behandelt – präzise, risikoarm und für Patientinnen und Patienten deutlich schonender.

Zum Behandlungsspektrum zählen unter anderem Gefäßaussackungen (Aneurysmen), Durchblutungsstörungen der Arme und Beine, Krampfadern, Venenthrombosen sowie das diabetische Fußsyndrom, eine häufige Komplikation bei Diabetes. Auch Zweitmeinungen bei drohenden Amputationen werden angeboten.

Ein weiterer Fokus liegt auf chronischen Wunden. Wenn Wunden nicht heilen, können Durchblutungsstörungen, Venenerkrankungen oder Nervenschäden die Ursache sein. Ziel der spezialisierten Behandlung ist es, die Heilung zu fördern und schwerwiegende Folgen zu vermeiden.

„Viele Gefäßerkrankungen entwickeln sich schleichend und bleiben lange unbemerkt. Die Symptome können je nach betroffenem Gefäß sehr unterschiedlich sein. Manche Symptome werden als Gelenkprobleme, Bandscheibenvorfall oder Muskelzerrung missinterpretiert oder zunächst anderen Ursachen zugeordnet“, erklärt Dr. Mende.

Typische Warnzeichen können Schmerzen oder Krämpfe in Beinen und Armen, Taubheitsgefühle, nicht heilende Wunden oder Hautveränderungen sein. Gerade Menschen mit Diabetes bemerken Probleme oft spät, da Schmerzen durch Nervenschäden ausbleiben können.

Umso wichtiger ist eine frühzeitige Abklärung. Dafür bietet Dr. Mende ab Mai 2026 eine Gefäßsprechstunde im MVZ der EK Praxis in Heiligenstadt an, immer montags und donnerstags von 9 bis 13 Uhr. Termine können ab sofort unter der Nummer (03606) 76 11 80 vereinbart werden.
Autor: red

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