Erfolgreichstes Jahr für Arbeitsmarkt
Dienstag, 04. Januar 2011, 12:29 Uhr
Aus Sicht von Thüringens Wirtschaftsminister Matthias Machnig (SPD) ist Thüringen arbeitsmarktpolitisch auch im Dezember in der Erfolgsspur geblieben. Was der Landesminister weiter sagt, das erfahren Sie mit einem interessierenden Klick...
Eine Arbeitslosenquote immer noch weniger als neun Prozent ist angesichts des frühen Wintereinbruchs ein Erfolg, so Machnig. Auch für das vergangene Jahr zog der Minister eine überwiegend positive Bilanz: Mit erstmals weniger als 100.000 Arbeitsuchenden und einem Rekordtief bei der Arbeitslosenquote von knapp über acht Prozent ist 2010 das bislang erfolgreichste Jahr für den Thüringer Arbeitsmarkt gewesen. Auch die jahresdurchschnittliche Arbeitslosenquote 2010 liegt mit 9,8 Prozent unter der 10-Prozent-Schwelle und deutlich unter 11,4 Prozent im Jahr 2009.
Allerdings warnte der Minister auch davor, über den guten Statistiken die nach wie vor bestehenden Probleme zu übersehen. Die strukturelle Spaltung des Arbeitsmarkts ist nicht überwunden, so Machnig. Für viele Langzeitarbeitslose, Ältere, gering Qualifizierte bedeutet eine niedrige Arbeitslosenquote allein noch längst keine Verbesserung ihrer beruflichen Situation. Deshalb müsse dafür gesorgt werden, dass gerade diese Zielgruppen künftig besser vom konjunkturellen Aufschwung profitieren könnten.
Wir können und müssen den derzeitigen Rückenwind auf dem Arbeitsmarkt nutzen, um diesen Arbeitsuchenden neue Chancen zu eröffnen, sagte der Minister. Dafür wollen wir zum Beispiel mit dem Landesarbeitsmarktprogramm sorgen, das im Sommer letzten Jahres gut angelaufen ist.
Nicht zufriedenstellend sei auch, dass der derzeitige Aufschwung am ersten Arbeitsmarkt vor allem auf eine Zunahme prekärer Beschäftigungsverhältnisse zurückzuführen sei, so Machnig weiter. So gehört nach Auskunft der Regionaldirektion Sachsen-Anhalt/Thüringen der Bundesagentur für Arbeit vor allem die Leih- und Zeitarbeit zu den Boom-Branchen, die für einen Großteil des Beschäftigungszuwachses sorgt. Die Nachfrage in der Leih- und Zeitarbeit stieg nach aktuellsten verfügbaren Daten vom Oktober um 8.400 Stellen an – während der gesamte Stellenzuwachs bei 16.400 liegt.
Die Hälfte des Stellenzuwachses resultiert also aus der Leiharbeit, so der Minister. Deshalb ist es das Mindeste, faire Rahmenbedingungen für die Leiharbeit zu schaffen, einen Mindestlohn in dieser Branche einzuführen und damit die derzeitige Schlechterstellung zu beenden, so Machnig.
Autor: nnzEine Arbeitslosenquote immer noch weniger als neun Prozent ist angesichts des frühen Wintereinbruchs ein Erfolg, so Machnig. Auch für das vergangene Jahr zog der Minister eine überwiegend positive Bilanz: Mit erstmals weniger als 100.000 Arbeitsuchenden und einem Rekordtief bei der Arbeitslosenquote von knapp über acht Prozent ist 2010 das bislang erfolgreichste Jahr für den Thüringer Arbeitsmarkt gewesen. Auch die jahresdurchschnittliche Arbeitslosenquote 2010 liegt mit 9,8 Prozent unter der 10-Prozent-Schwelle und deutlich unter 11,4 Prozent im Jahr 2009.
Allerdings warnte der Minister auch davor, über den guten Statistiken die nach wie vor bestehenden Probleme zu übersehen. Die strukturelle Spaltung des Arbeitsmarkts ist nicht überwunden, so Machnig. Für viele Langzeitarbeitslose, Ältere, gering Qualifizierte bedeutet eine niedrige Arbeitslosenquote allein noch längst keine Verbesserung ihrer beruflichen Situation. Deshalb müsse dafür gesorgt werden, dass gerade diese Zielgruppen künftig besser vom konjunkturellen Aufschwung profitieren könnten.
Wir können und müssen den derzeitigen Rückenwind auf dem Arbeitsmarkt nutzen, um diesen Arbeitsuchenden neue Chancen zu eröffnen, sagte der Minister. Dafür wollen wir zum Beispiel mit dem Landesarbeitsmarktprogramm sorgen, das im Sommer letzten Jahres gut angelaufen ist.
Nicht zufriedenstellend sei auch, dass der derzeitige Aufschwung am ersten Arbeitsmarkt vor allem auf eine Zunahme prekärer Beschäftigungsverhältnisse zurückzuführen sei, so Machnig weiter. So gehört nach Auskunft der Regionaldirektion Sachsen-Anhalt/Thüringen der Bundesagentur für Arbeit vor allem die Leih- und Zeitarbeit zu den Boom-Branchen, die für einen Großteil des Beschäftigungszuwachses sorgt. Die Nachfrage in der Leih- und Zeitarbeit stieg nach aktuellsten verfügbaren Daten vom Oktober um 8.400 Stellen an – während der gesamte Stellenzuwachs bei 16.400 liegt.
Die Hälfte des Stellenzuwachses resultiert also aus der Leiharbeit, so der Minister. Deshalb ist es das Mindeste, faire Rahmenbedingungen für die Leiharbeit zu schaffen, einen Mindestlohn in dieser Branche einzuführen und damit die derzeitige Schlechterstellung zu beenden, so Machnig.
