So, 08:00 Uhr
14.10.2012
Drei Fragen an Franz Klöckner
Am Montag findet im Eichsfeld Klinikum in Reifenstein eine Fachtagung von Medizinern und Vertretern von Caritas und Diakonie statt. Eichsfelder Nachrichten wollte vom Geschäftsführer des Eichsfeld Klinikums, Franz Klöckner, wissen, was er sich von der Tagung erhofft...
Welche Erwartungen haben Sie an diesen Fachtag?
Ich erhoffe mir Impulse für die Zusammenarbeit der christlichen Krankenhäuser untereinander bzw. für eine stärkere Vernetzung vor dem Hintergrund eines immer größer werdenden Wettbewerbs. Aus Gesprächen mit Kolleginnen und Kollegen erwarte ich zudem Anregungen auf die immer währende Frage: Wie bleibt in diesem Prozess der christliche "Mehrwert" erhalten?
Welche Herausforderungen stehen für Sie derzeit im Vordergrund?
Die Anforderungen an die Krankenhäuser steigen, aber die anspruchsvollste Herausforderung ist und bleibt: der zufriedene Patient! Natürlich unter Berücksichtigung der sich ständig verändernden Rahmenbedingungen.
Ich nenne nur beispielhaft die Kostenspirale nach oben, die Kenntnisnahme schwindender öffentlicher Investitionsförderung, die immensen Anstrengungen zur Rekrutierung von Fachärzten, den ständigen Zugang zu innovativen Verfahren in Diagnose und Therapie zu erhalten bzw. neu zu ermöglichen. Fazit: Das "Karussell" im Hintergrund dreht sich schneller und der Patient im Vordergrund darf das nicht spüren.
Wie reagiert das Eichsfeld Klinikum darauf bzw. welche Lösungsansätze können Sie skizzieren?
Die Krankenhäuser im Eichsfeld haben schon vor zehn Jahren die Zeichen der Zeit erkannt und mit dem Zusammenschluss von drei Häusern in verschiedenen Trägerschaften zum Eichsfeld Klinikum einen großen Schritt in die Zukunft vollzogen.
Mit 373 Betten sind wir die medizinische Einrichtung für die stationäre Grund- und Regelversorgung der Region und mit manchen Kompetenzen auch darüber hinaus. Aber die Entwicklung bleibt nicht stehen, d.h. der partnerschaftlichen Vernetzung unter "Gleichen" müssen wir in Zukunft noch mehr Aufmerksamkeit schenken.
Die Kompetenzen und Erfahrungen der konfessionellen Krankenhäuser bei der Vernetzung mit anderen Einrichtungen innerhalb und außerhalb des Krankenhaussektors sind Schätze, die zunehmend an Bedeutung gewinnen müssen. Bereits heute decken zahlreiche kirchliche Krankenhausträger, aus ihrem Anspruch der umfassenden Betreuung Hilfebedürftiger und Kranker, weite Bereiche der sektorübergreifenden Gesundheitsversorgung und Hilfe ab.
Diese positive Entwicklung nimmt auch das Eichsfeld Klinikum für sich in Anspruch. Zum Beispiel werden mit unserer Tochtergesellschaft Caritativer Pflegedienst Eichsfeld weite Gebiete des Eichsfeldes, sowie angrenzender Regionen mit ambulanten Pflege- und Betreuungsleistungen versorgt. Auch die neuerliche Inbetriebnahme eines Medizinischen Versorgungszentrums in Dingelstädt ist ein weiterer Baustein in Bezug auf die Verzahnung von ambulanter und stationärer Leistungen zu Gunsten der Patienten.
Noch ein letzter Hinweis: ein konfessionelles Krankenhaus ist ein Krankenhaus im Wertebezug zum christlichen Menschenbild. Das trägt unser Haus und verbindet uns gleichermaßen mit gleich gesinnten Einrichtungen in Thüringen. Ich gehe noch einen Schritt weiter: die Wahrnehmung und Akzeptanz dieser Grundlage ist für den Bestand und die Weiterentwicklung eines christlichen Krankenhauses unverzichtbar.
Das muss täglich präsent sein, beim Geschäftsführer, beim Mediziner, bei den Pflegenden und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern unseres Klinikums. Damit ist dieser Lösungsansatz auch gleichzeitig unsere größte Herausforderung und Chance.
Autor: enWelche Erwartungen haben Sie an diesen Fachtag?
Ich erhoffe mir Impulse für die Zusammenarbeit der christlichen Krankenhäuser untereinander bzw. für eine stärkere Vernetzung vor dem Hintergrund eines immer größer werdenden Wettbewerbs. Aus Gesprächen mit Kolleginnen und Kollegen erwarte ich zudem Anregungen auf die immer währende Frage: Wie bleibt in diesem Prozess der christliche "Mehrwert" erhalten?
Welche Herausforderungen stehen für Sie derzeit im Vordergrund?
Die Anforderungen an die Krankenhäuser steigen, aber die anspruchsvollste Herausforderung ist und bleibt: der zufriedene Patient! Natürlich unter Berücksichtigung der sich ständig verändernden Rahmenbedingungen.
Ich nenne nur beispielhaft die Kostenspirale nach oben, die Kenntnisnahme schwindender öffentlicher Investitionsförderung, die immensen Anstrengungen zur Rekrutierung von Fachärzten, den ständigen Zugang zu innovativen Verfahren in Diagnose und Therapie zu erhalten bzw. neu zu ermöglichen. Fazit: Das "Karussell" im Hintergrund dreht sich schneller und der Patient im Vordergrund darf das nicht spüren.
Wie reagiert das Eichsfeld Klinikum darauf bzw. welche Lösungsansätze können Sie skizzieren?
Die Krankenhäuser im Eichsfeld haben schon vor zehn Jahren die Zeichen der Zeit erkannt und mit dem Zusammenschluss von drei Häusern in verschiedenen Trägerschaften zum Eichsfeld Klinikum einen großen Schritt in die Zukunft vollzogen.
Mit 373 Betten sind wir die medizinische Einrichtung für die stationäre Grund- und Regelversorgung der Region und mit manchen Kompetenzen auch darüber hinaus. Aber die Entwicklung bleibt nicht stehen, d.h. der partnerschaftlichen Vernetzung unter "Gleichen" müssen wir in Zukunft noch mehr Aufmerksamkeit schenken.
Die Kompetenzen und Erfahrungen der konfessionellen Krankenhäuser bei der Vernetzung mit anderen Einrichtungen innerhalb und außerhalb des Krankenhaussektors sind Schätze, die zunehmend an Bedeutung gewinnen müssen. Bereits heute decken zahlreiche kirchliche Krankenhausträger, aus ihrem Anspruch der umfassenden Betreuung Hilfebedürftiger und Kranker, weite Bereiche der sektorübergreifenden Gesundheitsversorgung und Hilfe ab.
Diese positive Entwicklung nimmt auch das Eichsfeld Klinikum für sich in Anspruch. Zum Beispiel werden mit unserer Tochtergesellschaft Caritativer Pflegedienst Eichsfeld weite Gebiete des Eichsfeldes, sowie angrenzender Regionen mit ambulanten Pflege- und Betreuungsleistungen versorgt. Auch die neuerliche Inbetriebnahme eines Medizinischen Versorgungszentrums in Dingelstädt ist ein weiterer Baustein in Bezug auf die Verzahnung von ambulanter und stationärer Leistungen zu Gunsten der Patienten.
Noch ein letzter Hinweis: ein konfessionelles Krankenhaus ist ein Krankenhaus im Wertebezug zum christlichen Menschenbild. Das trägt unser Haus und verbindet uns gleichermaßen mit gleich gesinnten Einrichtungen in Thüringen. Ich gehe noch einen Schritt weiter: die Wahrnehmung und Akzeptanz dieser Grundlage ist für den Bestand und die Weiterentwicklung eines christlichen Krankenhauses unverzichtbar.
Das muss täglich präsent sein, beim Geschäftsführer, beim Mediziner, bei den Pflegenden und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern unseres Klinikums. Damit ist dieser Lösungsansatz auch gleichzeitig unsere größte Herausforderung und Chance.