Man konnte es von weitem schon wahrnehmen. Streifenwagen, Feuerwehr und Panzer vor der Arbeitsagentur zogen die Blicke der Passanten und Jugendlichen auf sich. Mit einem Aktionstag hatte die Nordhäuser Arbeitsagentur zum zweiten Mal für Berufe in Uniformen geworben...
Aktionstag der Arbeitsagentur (Foto: Agentur für Arbeit Nordhausen)Schülerinnen im Gespräch mit der Wehrdienstberatung
Ende September war es wieder soweit. Bundeswehr, Bundespolizei, Berufsfeuerwehr und Polizei waren gekommen um für ihre Ausbildungsberufe zu werben - mit Erfolg. Über 100 Schüler zeigten Interesse und stellten unzählige Fragen an die Experten.
Einstellungsvoraussetzungen, Karrierechancen und die eigentliche Arbeit standen dabei im Mittelpunkt der Gespräche. Natürlich gab es auch wieder Gelegenheit, die Einsatzfahrzeuge von innen unter die Lupe zu nehmen. Mit einem von der Firma HÄGGLUNDS entwickelten Geländefahrzeug setzte sich die Bundeswehr eindrucksvoll in Szene. Die technische Innenausstattung begeisterte nicht nur die männlichen Besucher. Die gezielte Nachfrage Jugendlicher und Eltern zeigt uns, dass wir mit dieser Form der Berufsorientierung auf dem richtigen Weg sind, bestätigt Karsten Froböse, Vorsitzender der Geschäftsführung der Nordhäuser Arbeitsagentur das Ansinnen.
Wie auch im vergangenen Jahr gab es wieder ein Quiz mit Fragen rund um das Thema Ausbildung, bei dem interessante Preise lockten. Der erste Preis, ein eintägiger Schnuppertag bei der Bundeswehr, ging diesmal in die Regelschule Ellrich. Den nächsten groß angelegten Aktionstag gibt es in der Arbeitsagentur am Samstag, den 17. November. Hier steht alles im Zeichen der Gesundheits- und Pflegeberufe. Mitmachaktionen, Wettbewerbe und Geschicklichkeitstests erwarten die Besucher von 10 bis 14 Uhr.
So schön ist es in einem Panzer zu sitzen, liebe Jugendliche. Vor der Arbeitsagentur, mit der Cola in der Hand und heissen Worten der Verantwortlichen.
Aber es wird noch schöner, wenn Ihr dann in Afghanistan mit dem Panzer auf eine Mine fahrt oder in einem anderen Winkel der Welt ein Heckenschütze auf Euch anlegt. Ich würde mir wünschen, wenn die Jobagentur Jugendliche in normale Jobs vermittelt oder darüber informiert. So setzt man in den Köpfen der Kids nur giftige Gedanken frei.
Wenn sich kein Nachwuchs fürs Totschießen findet, müssten unsere Politiker selbst los und in Afghanistan einrücken. Oh wäre das schön.
Es war nur eine Frage der Zeit, bis die Worte des Herrn Schäuble zwecks Einsatz der Bundeswehr im Inland, in Taten umgesetzt werden. Eine gute Tarnung ist das schon, mit vorgefahrenen Panzern vor dem Arbeitsamt um Bewerber zu werben. In Wirklichkeit probt man den Aufstand. Daumen runter für diese geschmacklose Aktion.
Daumen hoch dafür! Und Gott sei Dank denken nicht alle dermaßen kleinkariert über unsere Kameraden wie meine Vorkommentatoren :)
Aber es ist auch bequem vom heimeligen PC alles dumm zu reden. Respektloser gehts kaum noch...aber das ist eben das normale Niveau hier. Armes Deutschland.
Im vergangenem Jahrhundert sind deutsche Soldaten mit ihren Panzern in die halbe Welt gefahren und haben Frauen und Kinder, Soldaten und Zivilisten gemordet, Städte und Länder in Schutt und Asche gelegt.
Wenn es Gerechtigkeit gegeben hätte, dann dürfte kein deutscher Bürger jemals wieder eine Waffe in der Hand haben dürfen. Von deutschem Boden sollte nie wieder ein Krieg ausgehen ! Und danach? Danach schlugen die Russen in ihren Panzern den Volksaufstand blutig nieder. Haben wir daraus gelernt? Nein !
Und was lernen wir heute unseren Kindern? Wie schön so ein Panzer ist? In welchem Land sollen die denn mit dem Panzer vorfahren? Oder sollen die Panzer nur im eigenen Land eingesetzt werden? Und wozu braucht man eigentlich Panzer? Wäre es nicht besser, wenn unsere Kinder Bäcker werden oder Lokführer, Mechatroniker oder Lehrer?
Ja, Sie haben Recht. Es ist ein armes Deutschland. Ein Deutschland, in dem Gewalt gefördert wird, in dem es wieder Rassenhass gibt und in dem Nazis aufmarschieren dürfen, um ihre Parolen zu verbreiten. Unsere Jugendlichen sollten sich einfach weigern, jegliche Gewalt zu unterstützen. Das sollten wir Ihnen lehren.
dieser schwedische Bv 206 von Hägglunds. Allerfeinste Technik, durchaus vergleichbar mit deutscher Ingenieurskunst. Beim nächsten Mal bitte einen Puma mitbringen BW. Den kenne ich noch nicht. War ne klasse Veranstaltung, weiter so.
kürzlich wurde im TV die Behauptung aufgestellt, dass die meisten Soldaten, welche im Auslandseinsatz sind, ihre Heimat hier bei uns im Osten haben. Der Herr Minister de Maiziere hat sich da einfach nicht festlegen lassen wollen. Vorsichtig sagte er aber auch, dass es nicht verneinen wolle.
Da dürfte doch die Frage berechtigt sein, ob denn vor den Arbeitsagenturen in den alten Bundesländern sich auch Panzer in Stellung gebracht haben. Sind das die einzigen Perspektiven, welche wir im Osten unserer Jugend in Aussicht stellen können?
...unsere jugend in die bundeswehr gehen...
aus meiner eigenen zeit als verwaltungsdienstgrad inklusive akteneinsicht während meiner wehrdienstzeit (ich wurde leider vor der "es-gibt-keinen-wehrdienst-mehr-ups-wie-füllen-wir-all-die-zivildienststellen-denn-jetzt-auf-mist-hat-keiner-drüber-nachgedacht" - zeit geboren) weiß ich, dass es nirgendwo sonst eine firma gibt, die leute mit derart schlechten zehnt- und zwölftklassenabschluss aufnimmt. wo sollen denn die leute hin, die ihr abitur mit nur 3,7 abschließen? die haben bei der bundeswehr doch wenigstens die perspektive, sich für gutes geld im auslandskriegseinsatz die köpfe wegschießen zu lassen. damit fallen sie auch der rentenkasse nicht mehr zur last. ich finde das eine echt humane lösung, mit der rentenproblematik in deutschland umzugehen.
liebes Paulinchen, wenn das stimmt, scheinen die "Ossis" wohl nur das Kanonenfutter für diesen Staat und solche Kommentatoren wie "Herrn Schroepke" (ist übrigens eine Hape Kerkeling-Figur, deswegen nehme ich Herrn S. nicht Ernst!) zu sein.
Anscheinend bleibt vielen Jugendlichen und Arbeitssuchenden nur der "Ausweg" sich als Zeitsoldat verpflichten zu lassen, ich kann dann für die Damen und Herren Politiker nur hoffen, dass es nicht zu einem Aufstand, schlimmer als 1989/90 kommt. Ich denke, wenn es nochmals zu einem Aufstand kommen sollte, so wird diesmals dieser nicht so friedlich wie 1989/90 ablaufen, ich erinnere da nur an das Massaker auf dem Tian'anmen-Platz in China am 4. Juni 1989.