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Mi, 11:34 Uhr
31.10.2012

Fernsehreifer Abend bei den Frünnen

In Ecklingerode ging es hoch her - Plattdütsche bringet veele Schwung in Alingereer Karmes. 230 Gäste aus dem Ober- und Untereichsfeld waren begeistert vom Plattdütschen Abend...

Fernsehreif war das Programm des jüngsten Treffens der Plattdütschen Frünne in Ecklingerode mit dem Unterschied, dass im Fernsehen das meiste aufgezeichnet ist; in Ecklingerode war alles live. Eingebettet war der Abend in die Kirmes im Ort.

Frünneabend  (Foto: Gerhard Germeshausen) Frünneabend (Foto: Gerhard Germeshausen)

Die Aktiven trafen sich zum Finale.

Im neuen Dorfgemeinschaftshaus, das erst vor wenigen Wochen fertiggestellt wurde, begrüßte Bürgermeister Rene Sieber an die 230 Gäste, unter ihnen die Pfarrer Bernhard Streicher und Aloys Burghardt. Sieber stellte eingangs die 800-Seelen-Gemeinde Ecklingerode vor und ging auf das mehr als zwei Jahrhunderte währende kulturelle Leben seines Ortes ein.

Trotz aller Wirren durch die Zeiten sei aber als ein wichtiges Kulturgut die plattdeutsche Sprache erhalten geblieben. Frünne-Präsident Werner Grobecker ging noch einen Schritt weiter, indem er auf den Bau der Kirche im Dorf einging, der laut Kirchenbüchern auf das Jahr 1664 datiert ist, wobei offen blieb, wann das Gotteshaus tatsächlich erbaut wurde. Auch lukullische Spezialitäten seien im Kirmesprogramm vorhanden, so Pfarrer Streicher, der auf die besondere Spezialität des Ortes, die Kalunenßoppen hingewiesen hat.

Frünneabend  (Foto: Gerhard Germeshausen) Frünneabend (Foto: Gerhard Germeshausen)

Beim Frünne-Abend mitgewirkt: v. l. Pfarrer Bernhard Streicher, Rene Sieber, Pfarrer Alois Burghardt, Werner Grobecker.

Die Jugend des illustren Abends eröffnete das Programm mit Steven Wucherpfennig aus Gerblingerode und Niklas Hamelmann aus Jützenbach. Unterstützung gab Marita Hesse als Souffleuse. Es folgte Elisabeth Ahrens mit dem Beitrag, wie sie ihren Mann kennengelernt hatte. Paul Sommerfeld erzählte von dän Boan von freuer.

Ein erster Höhepunkt war die Line-Dance-Gruppe Ecklingerode. Brigitte Jung ging auf die Neuerungen der vergangenen Jahrzehnte ein, die noch nicht recht zugeordnet werden konnten. Sie selbst war zum Bad in die Waschmaschine gekrochen. Annemarie Brandt erzählte von „Ha is kuriert“. Anweisungen der Ehefrau an ihren Mann, bevor sie selbst in die Kur fuhr, gab Rita Maulhardt zum Besten. Humorvoll und auf Platt berichtete Pfarrer Burghardt, wie er Häre wurde und beleuchtete das Leben zu Hause.

Ein Duo aus Schwiegershausen brachte die „Pfannenflicker“ auf die Bühne. Die inzwischen als Originale agierenden Lydia Langenohl und Monika Müller hatten wieder die Lacher auf ihrer Seite, bevor Anneliese & Hermann musikalisch glänzten. Mit schnellem Mundwerk präsentierte Brigitte Goldmann „Dä Boam, dä staht an Barje“.


Die guten Beziehungen zwischen Harz und Eichsfeld unterstrich Helmut Fischer aus Hattorf. Noch einmal glänzten die Danzemäkens mit einer flotten Tanzeinlage. Den ganzen Abend umrahmte Alfred Haase musikalisch, der auch mit der Eichsfeld-Hymne „Bist du gewandert durch die Welt“ das dreistündige Programm zum Abschluss brachte.
Gerhard Germeshausen
Autor: en

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