Mi, 21:00 Uhr
31.10.2012
Lara und ihr Lieblingssport
Lara Glaser ist elf Jahre alt. Mit Kampfsport hat sie bereits mit sechs Jahren begonnen. Dieser Sport macht ihr großen Spaß und sie möchte den Leser der Eichsfelder Nachrichten einmal erklären warum und ihn vorstellen...
Auf die Frage meiner Freunde und Klassenkameraden, vor allem aber der Eltern, welchen Sport ich mache, antworte ich wie selbstverständlich: Jiu-Jitsu. Dann schauen sie mich mit großen Augen an und ich muss erst mal erklären was das eigentlich ist.
Lara Glaser (Foto: Jürgen Elies)
Jiu-Jitsu ist eine sehr alte Kampfsportart. Es ist die Kunst, durch Nachgeben bzw. Ausweichen mit der Kraft des Angreifers zu siegen. Es war bzw. ist die waffenlose Selbstverteidigung der japanischen Ritter, den Samurai. Die Samurai mussten oft ihre Waffen ablegen oder es passierte, dass sie im Kampfgetümmel ihre Waffen verloren und sie sich trotzdem verteidigen und ihren Herren beschützen mussten. Im alten Japan begann die Ausbildung zum Krieger schon sehr früh, im Kindesalter und war hoch angesehen. Zuerst wurde die waffenlose Kunst erlernt, das Jiu-Jitsu. Dies beinhaltet das Werfen, das Treten und Schlagen die Atemitechniken, die Hebel- und Würgetechniken, Angriffe auf Nerven- bzw. Vitalpunkte und alles begann mit der Fallschule und endet mit dem Gebrauch von Waffen.
Lara mit ihrem Vater
Gürtelgrade wie heute weltweit üblich, gab es damals nicht, der Trainer - der Sensei - legte fest, wann die Ausbildung beendet war und beim täglichen Üben wurde auf die Gesundheit keine Rücksicht genommen. Ob man gut oder schlecht war, entschied sich oft auf dem Schlachtfeld, zum Glück ist dies heute nicht mehr so.
Wir Sportler können, sofern wir die Leistung erbringen, jedes Jahr eine Prüfung ablegen. Jedoch legen die wenigsten jährlich eine Prüfung ab. Bei den meisten dauert es länger, denn es gibt vieles, was uns bremst, wie zum Beispiel Schule, Lehre oder die Gesundheit. Für die Kinder wurden im Prüfungswesen sogenannte Zwischenprüfungen eingeführt, dies sind die farblichen Spitzen an den Gürteln.
Glaubt mir, alle wollen diese Prüfungen ablegen, wir sind super stolz in der Reihe nicht ganz hinten zu stehen, vor allem, wenn wir mit den Erwachsenen trainieren. Im Training wird nicht zwischen Jungen und Mädchen unterschieden, auf der Straße kann man auch nicht sagen: Du bist ein Mädchen oder Junge gegen dich verteidige ich mich nicht.
Die gelernten Techniken des Jiu-Jitsu sind in Kombinationen sinnvoll zu verbinden und in der Verteidigung gegen Angriffe zu verwenden.
Ich wollte, seit dem ich denken kann, Kampfsport lernen. Ich fand es total cool, wie die miteinander kämpfen. Meine Mutter suchte im Internet und kam zum Kampfsportverein Heiligenstadt. Da man viermal zum Schnuppern kommen durfte, sind wir einfach hingefahren. Zu dem Zeitpunkt ging ich noch in den Kindergarten, machte Voltigieren und Leichtathletik. Als ich dann in die Schule kam, musste ich mich für eine Sportart entscheiden. Ich entschied mich für Jiu-Jitsu.
Ich bin heute 11 Jahre alt und habe den orangenen Gürtel auf den ich sehr stolz bin. In Kürze hoffe ich die Prüfung zum halb-grünen Gürtel machen zu dürfen. In der Woche trainiere ich mit meinem Sportfreund zweimal jeweils 1,5 Stunden. Ganz toll finde ich, dass mein Pappa seit diesem Jahr auch mit bei uns trainiert. Dem macht es auch sehr viel Spaß und er ärgert sich jetzt, dass er nicht eher mit diesem Sport angefangen hat.
Unsere Trainer sind manchmal streng und achten sehr auf Disziplin. Mein Trainer Jürgen Elies trainiert die Jugendlichen und Erwachsen und Martin Raabe die Kinder. Nicht immer ist es für uns Kinder und Jugendliche leicht, nach einem anstrengenden Schultag volle Leistung zu bringen. Aber meistens schafft er es, uns zu motivieren. Herr Elies hat den 4. Dan im Jiu-Jutsu und trainiert zusätzlich die Kickboxer. Er war sogar schon bei den Shaolin-Mönchen in China und hat dort auch trainiert.
Durch wechselnde Trainingspartner haben wir die Möglichkeit, unser Können zu verbessern. Wir trainieren montags und donnerstags. Am Donnerstag üben wir immer mit den Erwachsenen zusammen. Klar, dass wir nicht so stark und gut sind wie die Großen, aber es ist immer cool wenn wir mit ihnen üben und das auch klappt!
Falls ihr jetzt auch Interesse habt kommt doch einfach vorbei und macht mal mit. Wir trainieren immer montags und donnerstags in Heiligenstadt in der Turnhalle am Heinrich-Heinepark. Ihr findet alle Informationen auch im Internet unter www.Leinefighter-Kickboxen.de oder ruft einfach meinen Trainer an (0172-7935652).
Autor: enAuf die Frage meiner Freunde und Klassenkameraden, vor allem aber der Eltern, welchen Sport ich mache, antworte ich wie selbstverständlich: Jiu-Jitsu. Dann schauen sie mich mit großen Augen an und ich muss erst mal erklären was das eigentlich ist.
Lara Glaser (Foto: Jürgen Elies)
Jiu-Jitsu ist eine sehr alte Kampfsportart. Es ist die Kunst, durch Nachgeben bzw. Ausweichen mit der Kraft des Angreifers zu siegen. Es war bzw. ist die waffenlose Selbstverteidigung der japanischen Ritter, den Samurai. Die Samurai mussten oft ihre Waffen ablegen oder es passierte, dass sie im Kampfgetümmel ihre Waffen verloren und sie sich trotzdem verteidigen und ihren Herren beschützen mussten. Im alten Japan begann die Ausbildung zum Krieger schon sehr früh, im Kindesalter und war hoch angesehen. Zuerst wurde die waffenlose Kunst erlernt, das Jiu-Jitsu. Dies beinhaltet das Werfen, das Treten und Schlagen die Atemitechniken, die Hebel- und Würgetechniken, Angriffe auf Nerven- bzw. Vitalpunkte und alles begann mit der Fallschule und endet mit dem Gebrauch von Waffen. Lara mit ihrem Vater
Gürtelgrade wie heute weltweit üblich, gab es damals nicht, der Trainer - der Sensei - legte fest, wann die Ausbildung beendet war und beim täglichen Üben wurde auf die Gesundheit keine Rücksicht genommen. Ob man gut oder schlecht war, entschied sich oft auf dem Schlachtfeld, zum Glück ist dies heute nicht mehr so.
Wir Sportler können, sofern wir die Leistung erbringen, jedes Jahr eine Prüfung ablegen. Jedoch legen die wenigsten jährlich eine Prüfung ab. Bei den meisten dauert es länger, denn es gibt vieles, was uns bremst, wie zum Beispiel Schule, Lehre oder die Gesundheit. Für die Kinder wurden im Prüfungswesen sogenannte Zwischenprüfungen eingeführt, dies sind die farblichen Spitzen an den Gürteln.
Glaubt mir, alle wollen diese Prüfungen ablegen, wir sind super stolz in der Reihe nicht ganz hinten zu stehen, vor allem, wenn wir mit den Erwachsenen trainieren. Im Training wird nicht zwischen Jungen und Mädchen unterschieden, auf der Straße kann man auch nicht sagen: Du bist ein Mädchen oder Junge gegen dich verteidige ich mich nicht.
Die gelernten Techniken des Jiu-Jitsu sind in Kombinationen sinnvoll zu verbinden und in der Verteidigung gegen Angriffe zu verwenden.
Ich wollte, seit dem ich denken kann, Kampfsport lernen. Ich fand es total cool, wie die miteinander kämpfen. Meine Mutter suchte im Internet und kam zum Kampfsportverein Heiligenstadt. Da man viermal zum Schnuppern kommen durfte, sind wir einfach hingefahren. Zu dem Zeitpunkt ging ich noch in den Kindergarten, machte Voltigieren und Leichtathletik. Als ich dann in die Schule kam, musste ich mich für eine Sportart entscheiden. Ich entschied mich für Jiu-Jitsu.
Ich bin heute 11 Jahre alt und habe den orangenen Gürtel auf den ich sehr stolz bin. In Kürze hoffe ich die Prüfung zum halb-grünen Gürtel machen zu dürfen. In der Woche trainiere ich mit meinem Sportfreund zweimal jeweils 1,5 Stunden. Ganz toll finde ich, dass mein Pappa seit diesem Jahr auch mit bei uns trainiert. Dem macht es auch sehr viel Spaß und er ärgert sich jetzt, dass er nicht eher mit diesem Sport angefangen hat.
Unsere Trainer sind manchmal streng und achten sehr auf Disziplin. Mein Trainer Jürgen Elies trainiert die Jugendlichen und Erwachsen und Martin Raabe die Kinder. Nicht immer ist es für uns Kinder und Jugendliche leicht, nach einem anstrengenden Schultag volle Leistung zu bringen. Aber meistens schafft er es, uns zu motivieren. Herr Elies hat den 4. Dan im Jiu-Jutsu und trainiert zusätzlich die Kickboxer. Er war sogar schon bei den Shaolin-Mönchen in China und hat dort auch trainiert.
Durch wechselnde Trainingspartner haben wir die Möglichkeit, unser Können zu verbessern. Wir trainieren montags und donnerstags. Am Donnerstag üben wir immer mit den Erwachsenen zusammen. Klar, dass wir nicht so stark und gut sind wie die Großen, aber es ist immer cool wenn wir mit ihnen üben und das auch klappt!
Falls ihr jetzt auch Interesse habt kommt doch einfach vorbei und macht mal mit. Wir trainieren immer montags und donnerstags in Heiligenstadt in der Turnhalle am Heinrich-Heinepark. Ihr findet alle Informationen auch im Internet unter www.Leinefighter-Kickboxen.de oder ruft einfach meinen Trainer an (0172-7935652).