Di, 13:59 Uhr
06.11.2012
Hubertusmesse in Rimbach
Im vergangenen Jahr wurde zur Hubertusjagd unterhalb der Burg Hanstein eine Idee geboren, in diesem Jahr konnte sie umgesetzt werden. In der Kirche zu Rimbach wurde am vergangenen Sonntag zur Hubertusmesse eingeladen. Danach ließen es sich die Gäste beim Hubertusfestessen schmecken…
Anläßlich der Hubertusjagd des Jahres 2011 fand ein jagdliches Schüsseltreiben der Beteiligten Jagdreviere rings um die Burg Hanstein im Klausenhof – dem alten Wirtshaus unterhalb Burg Hanstein - statt. An diesem Essen nahmen einige Mitglieder des Bläsercorps der Mülheimer Waldschul-Hornissen teil.
In der angenehmen Atmosphäre wurde die Idee geboren, zum Hubertusfest im Jahre 2012 eine Hubertusmesse musikalisch mit Jagdhörnern in der Kirche zu Rimbach zu gestalten und anschließend das Hubertusfestessen im Klausenhof zu genießen.
Am vergangenen Sonntag begann um 10.30 Uhr die Hubertusmesse. Pfarrer Sendler und das Team vom Klausenhof konnten sich über viele Gottesdienstbesucher und Gäste freuen. Die Hubertusmesse mit einschließenden Festessen wird bereits über 10 Jahre in Bornhagen und Rimbach durchgeführt. Mit den Mühlheimer Waldschulhornissen, die zum ersten Mal dabei waren, wurde nun erstmals die komplette Messe musikalisch umgesetzt (Gloria, Sanktus etc.), während zuvor Jagdsignale in die Messe eingebettet waren.
Zum Hubertusfestessen wurden traditionell vielfältige Spezialitäten vom Wild, Wildkräutern und Früchten des Herbstes gekonnt zubereitet und am Büfett serviert. Unter anderen konnten sich die Gäste Hubertussüppchen mit Brombeerschaum, Salate mit Wildkräutern, Birnenquitten und Steinpilzvinaigrette, Hasen- und Rehpastete mit Portwein, Damhirschrücken, Rehschnitzel, Frischlingsbraten, Leckeres von der Wildente bis hin zu Hagebutten-Joghurttörtchen und Walnussmoussé schmecken lassen.
Die Hubertusmesse ist eine instrumental erklingende Messe. Sie wird zu Ehren Gottes und zur Erinnerung an den Heiligen Hubertus von Lüttich, geb. um 655 in Toulouse; gest. 30. Mai 727, um den 3. November, dem Hubertustag, gehalten. Der Überlieferung nach war Hubertus als junger Edelmann ein leidenschaftlich ausschweifender Jäger, der die Erlegung des Wildes als Selbstzweck sah. Später erkannte Hubertus in allen Wesen Geschöpfe göttlichen Ursprungs und hat sich deshalb hegend und pflegend für sie verwandt. Diese Grundhaltung der Achtung vor dem Geschöpf ging als Waidgerechtigkeit in die Verhaltensgrundsätze der Jägerschaft ein.
Die Ursprünge der Hubertusmesse lagen in Frankreich und Belgien, wo sich im Laufe des 19. Jahrhunderts eine spezielle Liturgie für Parforcehörner entwickelt hat. In Deutschland begann diese Tradition erst in den 1950er Jahren. Mit dem Blasen der Hubertusmesse folgen die Hornisten einem jahrhundertealten Brauch, bei dem die Hörner im Wald die fehlende Kirchenmusik für das Abhalten der liturgischen Messe vor Beginn oder am Ende der Jagd ersetzen.
Die Mülheimer Waldschul-Hornissen musizieren aus Freude und wollen jagdliches Brauchtum pflegen und fördern. 1996 wurde das Corps mit sechs weiblichen Mitgliedern unter der Leitung von D. Buschmann gegründet. 1998 folgten die ersten Wettbewerbe in Jülich. Theo Sudhoff übernahm 1999 die musikalische Leitung.
Im Jahr 2006 wurden die ersten männlichen Bläser in das Chorps aufgenommen. Die Mülheimer Waldschul-Hornissen nehmen seit 2006 immer wieder an musikalischen Wettbewerben teil. Die Leitung obliegt heute Dirk Zbikowski. Bei der Hubertusmesse in der Kirche in Rimbach haben sie wieder einmal überzeugen können.
Autor: enAnläßlich der Hubertusjagd des Jahres 2011 fand ein jagdliches Schüsseltreiben der Beteiligten Jagdreviere rings um die Burg Hanstein im Klausenhof – dem alten Wirtshaus unterhalb Burg Hanstein - statt. An diesem Essen nahmen einige Mitglieder des Bläsercorps der Mülheimer Waldschul-Hornissen teil.
In der angenehmen Atmosphäre wurde die Idee geboren, zum Hubertusfest im Jahre 2012 eine Hubertusmesse musikalisch mit Jagdhörnern in der Kirche zu Rimbach zu gestalten und anschließend das Hubertusfestessen im Klausenhof zu genießen.
Am vergangenen Sonntag begann um 10.30 Uhr die Hubertusmesse. Pfarrer Sendler und das Team vom Klausenhof konnten sich über viele Gottesdienstbesucher und Gäste freuen. Die Hubertusmesse mit einschließenden Festessen wird bereits über 10 Jahre in Bornhagen und Rimbach durchgeführt. Mit den Mühlheimer Waldschulhornissen, die zum ersten Mal dabei waren, wurde nun erstmals die komplette Messe musikalisch umgesetzt (Gloria, Sanktus etc.), während zuvor Jagdsignale in die Messe eingebettet waren.
Zum Hubertusfestessen wurden traditionell vielfältige Spezialitäten vom Wild, Wildkräutern und Früchten des Herbstes gekonnt zubereitet und am Büfett serviert. Unter anderen konnten sich die Gäste Hubertussüppchen mit Brombeerschaum, Salate mit Wildkräutern, Birnenquitten und Steinpilzvinaigrette, Hasen- und Rehpastete mit Portwein, Damhirschrücken, Rehschnitzel, Frischlingsbraten, Leckeres von der Wildente bis hin zu Hagebutten-Joghurttörtchen und Walnussmoussé schmecken lassen.
Die Hubertusmesse ist eine instrumental erklingende Messe. Sie wird zu Ehren Gottes und zur Erinnerung an den Heiligen Hubertus von Lüttich, geb. um 655 in Toulouse; gest. 30. Mai 727, um den 3. November, dem Hubertustag, gehalten. Der Überlieferung nach war Hubertus als junger Edelmann ein leidenschaftlich ausschweifender Jäger, der die Erlegung des Wildes als Selbstzweck sah. Später erkannte Hubertus in allen Wesen Geschöpfe göttlichen Ursprungs und hat sich deshalb hegend und pflegend für sie verwandt. Diese Grundhaltung der Achtung vor dem Geschöpf ging als Waidgerechtigkeit in die Verhaltensgrundsätze der Jägerschaft ein.
Die Ursprünge der Hubertusmesse lagen in Frankreich und Belgien, wo sich im Laufe des 19. Jahrhunderts eine spezielle Liturgie für Parforcehörner entwickelt hat. In Deutschland begann diese Tradition erst in den 1950er Jahren. Mit dem Blasen der Hubertusmesse folgen die Hornisten einem jahrhundertealten Brauch, bei dem die Hörner im Wald die fehlende Kirchenmusik für das Abhalten der liturgischen Messe vor Beginn oder am Ende der Jagd ersetzen.
Die Mülheimer Waldschul-Hornissen musizieren aus Freude und wollen jagdliches Brauchtum pflegen und fördern. 1996 wurde das Corps mit sechs weiblichen Mitgliedern unter der Leitung von D. Buschmann gegründet. 1998 folgten die ersten Wettbewerbe in Jülich. Theo Sudhoff übernahm 1999 die musikalische Leitung.
Im Jahr 2006 wurden die ersten männlichen Bläser in das Chorps aufgenommen. Die Mülheimer Waldschul-Hornissen nehmen seit 2006 immer wieder an musikalischen Wettbewerben teil. Die Leitung obliegt heute Dirk Zbikowski. Bei der Hubertusmesse in der Kirche in Rimbach haben sie wieder einmal überzeugen können.


