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Mi, 10:14 Uhr
07.11.2012

Preis geht nach Dingelstädt

Am Vormittag hat die Thüringer Energie- und GreenTech-Agentur (ThEGA) in Erfurt erstmals den Thüringer EnergieEffizienzpreis verliehen. Der Preis ist mit 10.000 Euro dotiert und geht auch an ein Eichsfelder Unternehmen...

Ausgezeichnet (Foto: ThEGA/ Marcus Scheidel) Ausgezeichnet (Foto: ThEGA/ Marcus Scheidel)

Geehrt wurde die H.M. Heizkörper GmbH & Co. KG aus Dingelstädt für das Projekt einer Thermobatterie. Für Wärmeenergie ist eine Speichermöglichkeit mit Zeitüberbrückung notwendig – genau das leistet die vom Unternehmen entwickelte Thermobatterie. Sie nutzt die latente Speicherfähigkeit von Natriumacetat und transportiert überschüssige Wärme saisonal. Sie speichert Wärme dezentral und netzunabhängig, ist modular einsetzbar und ergänzt den Einsatz erneuerbarer Energien.

Die Thermobatterie nutzt Sonnenenergie, Windenergie sowie Abwärme und kann in Verbindung mit Solarthermie, Photovoltaik oder in Blockheizkraftwerken eingesetzt werden. Sie setzt sich aus einer variablen Anzahl von Latentwärmespeichern zusammen, die miteinander verschaltet werden.

Der Abruf der gespeicherten Wärmemenge kann in optimal verwertbaren Teilmengen erfolgen. Durch Nutzung der Thermobatterie kann Wärme über lange Zeit verlustfrei gespeichert werden.

Mit dem Thüringer EnergieEffizienzpreis prämiert die ThEGA zusammen mit dem Hauptsponsor des Preises, der E.ON Thüringer Energie AG, wegweisende Projekte, die in Thüringer Unternehmen und Kommunen zu einer sichtlichen Steigerung der Energieeffizienz beitragen. „Die prämierten Ideen und Konzepte sollen zur Nachahmung anregen und andere Unternehmen und Kommunen animieren, ebenfalls einen Beitrag zu einer umweltschonenden und kostengünstigen Energieversorgung zu leisten“, so ThEGA-Leiter und Jurymitglied Prof. Dr. Dieter Sell.

Eine unabhängige Jury aus fünf Experten der Thüringer Wirtschaft und Wissenschaft hat aus insgesamt 23 eingereichten Bewerbungen drei Gewinner ausgewählt. „Gleich für die erste Auslobung des Thüringer EnergieEffizizienzpreises haben uns sehr viele hochkarätige Bewerbungen erreicht. Das zeigt: In Unternehmen und Kommunen des Freistaats wird nicht nur über die Senkung des Energieverbrauchs geredet, es werden ganzheitliche Strategien entwickelt und in die Tat umgesetzt“, erklärte Prof. Dr. Dieter Sell weiter.

Die Jury entschied sich aus diesem Grund für drei Preisträger, acht weitere Bewerber wurden nominiert. Neben dem Dingelstädter Unternehmen von Christian Muhr überzeugte die Firma Metall- und Maschinenbau Büttner mit ihrem umfassenden Konzept für die Reduzierung des Primärenergieeinsatzes im eigenen Unternehmen.

Ein weiterer Preis ging an den Kindergarten in Großkochberg und das Ingenieurbüro für Bauplanung und Umweltschutz in Rudolstadt für die umfassende energetische Sanierung des Kindergartengebäudes.
Autor: nnz

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