Mi, 16:10 Uhr
07.11.2012
Im Eichsfeld steigt der Krankenstand
Wie aus dem aktuellen DAK-Gesundheitsreport für den Landkreis Eichsfeld hervorgeht, ist 2011 der Krankenstand gestiegen. Mit 4,2 Prozent bei den Ausfalltagen lag der Kreis jedoch unter dem Landesdurchschnitt von 4,5 Prozent. An jedem Tag in 2011 waren von den 1000-DAK-versicherten Arbeitnehmern 42 krankgeschrieben....
Einen deutlichen Zuwachs gab es mit über 61 Prozent bei psychischen Krankheiten wie Depressionen und andere Seelenleiden. Der starke Anstieg geht in erster Linie auf eine längere Behandlungsdauer je Fall zurück, aber auch auf einen Zuwachs der Erkrankungen.
Bei den Krankheiten stehen die des Muskel-Skelett-Systems mit 24,2 Prozent an der Spitze. Das ist die häufigste Ursache für Krankschreibungen in der Region. Danach folgen Erkrankungen des Atmungssystems, Verletzungen, Psychische Erkrankungen, Verdauungssystem, Nervensystem, Augen, Ohren, Kreislaufsystem und zum Schluss Infektionen mit 3,3 Prozent.
Beatrice Knauft-Müller, Leiterin der DAK im Eichsfeld (li) und die Stellvertreterin Christine Holdack.
Der Krankenstand in der Region zeigt Handlungsbedarf auf, erklärte heute Beatrice Knauft-Müller von der DAK-Gesundheit Eichsfeld die
Ergebnisse. Gesund leben und arbeiten gehören eng zusammen. Im Alltag ist es wichtig, dass sich die Menschen richtig ernähren, entspannen und bewegen. Die Arbeitgeber können über ein
Gesundheitsmanagement den Krankenstand im Unternehmen beeinflussen. Aktuelle Studien zeigen, wie gezielte Rücken- oder Anti-Stress-Kurse positiv wirken. In Sachen betrieblicher Prävention beraten und unterstützen wir gerne.
Einen besonderen Akzent setzt die Krankenkasse 2012 mit einer neuen Aufklärungskampagne: Im Beruf lauern bislang unbekannte Risikofaktoren für einen Herzinfarkt. Nach aktuellen Gesundheitsstatistiken ist der Infarkt die zweithäufigste Todesursache in Deutschland. In Thüringen verstarben im Jahr 2010 insgesamt 1.970 Personen an einem Herzinfarkt.
Bislang wurden zur Vorbeugung vor allem die klassischen Risikofaktoren wie Rauchen, Bluthochdruck oder Übergewicht beachtet. Der neue DAK-Gesundheitsreport zeigt dagegen auf, dass auch Stress und Frust im Beruf das Infarkt-Risiko deutlich erhöhen können. Herzinfarkte sind schon lange keine Managerkrankheit mehr, sagte Beatrice Knauft-Müller.
Fehlende Belohnung im Beruf macht krank
Nach einer repräsentativen Untersuchung leiden in Thüringen 13,9 Prozent der Berufstätigen an einer sogenannten beruflichen Gratifikationskrise. Die Menschen haben Stress im Job, weil sie sich für ihre Anstrengungen im Beruf nicht ausreichend belohnt
fühlen, erklärt Beatrice Knauft-Müller.
Dadurch verdoppelt sich bei den Betroffenen das Risiko für eine schwere Herzerkrankung. Während bundesweit vor allem Facharbeiter und Arbeiter an dieser Krise leiden, sind Selbstständige und Freiberufler nur selten betroffen.
Bei der Belohnung spielen vor allem das Gehalt, die Anerkennung durch Vorgesetzte und ein sicherer Arbeitsplatz eine wichtige Rolle. Als Belastungen werden Zeitdruck, Störungen und vermehrtes Arbeitsvolumen genannt. Sind erlebte Belastungen und Belohnungen nicht mehr ausgeglichen, sprechen Experten von Gratifikationskrise.
Jeder zweite Betroffene schätzt auch seinen Gesundheitszustand als schlechter ein. Tatsächlich leiden die Personen häufiger unter Stimmungsschwankungen, Kopfschmerzen oder Schlaflosigkeit.
Betriebliches Gesundheitsmanagement nutzen Obwohl diese sehr gestressten Arbeitnehmer ihr erhöhtes Gefährdungspotential kennen, kümmern sie sich nicht stärker um ihre Gesundheit, betont Knauft-Müller. Hier sollten Unternehmen mit ihrem betrieblichen Gesundheitsmanagement ansetzen, um die Betroffenen zu unterstützen. Die DAK-Gesundheit empfiehlt Arbeitnehmern außerdem neue Internetangebote zur Entspannung und zur besseren Bewältigung
des Alltags. Informationen gibt es in jedem Servicezentrum der Krankenkasse oder unter www.dak.de.
Die DAK-Gesundheit hat rund 177.000 Versicherte im Land Thüringen, davon rund 9.000 im Eichsfeld.
Autor: enEinen deutlichen Zuwachs gab es mit über 61 Prozent bei psychischen Krankheiten wie Depressionen und andere Seelenleiden. Der starke Anstieg geht in erster Linie auf eine längere Behandlungsdauer je Fall zurück, aber auch auf einen Zuwachs der Erkrankungen.
Bei den Krankheiten stehen die des Muskel-Skelett-Systems mit 24,2 Prozent an der Spitze. Das ist die häufigste Ursache für Krankschreibungen in der Region. Danach folgen Erkrankungen des Atmungssystems, Verletzungen, Psychische Erkrankungen, Verdauungssystem, Nervensystem, Augen, Ohren, Kreislaufsystem und zum Schluss Infektionen mit 3,3 Prozent.
Beatrice Knauft-Müller, Leiterin der DAK im Eichsfeld (li) und die Stellvertreterin Christine Holdack.
Der Krankenstand in der Region zeigt Handlungsbedarf auf, erklärte heute Beatrice Knauft-Müller von der DAK-Gesundheit Eichsfeld die
Ergebnisse. Gesund leben und arbeiten gehören eng zusammen. Im Alltag ist es wichtig, dass sich die Menschen richtig ernähren, entspannen und bewegen. Die Arbeitgeber können über ein
Gesundheitsmanagement den Krankenstand im Unternehmen beeinflussen. Aktuelle Studien zeigen, wie gezielte Rücken- oder Anti-Stress-Kurse positiv wirken. In Sachen betrieblicher Prävention beraten und unterstützen wir gerne.
Einen besonderen Akzent setzt die Krankenkasse 2012 mit einer neuen Aufklärungskampagne: Im Beruf lauern bislang unbekannte Risikofaktoren für einen Herzinfarkt. Nach aktuellen Gesundheitsstatistiken ist der Infarkt die zweithäufigste Todesursache in Deutschland. In Thüringen verstarben im Jahr 2010 insgesamt 1.970 Personen an einem Herzinfarkt.
Bislang wurden zur Vorbeugung vor allem die klassischen Risikofaktoren wie Rauchen, Bluthochdruck oder Übergewicht beachtet. Der neue DAK-Gesundheitsreport zeigt dagegen auf, dass auch Stress und Frust im Beruf das Infarkt-Risiko deutlich erhöhen können. Herzinfarkte sind schon lange keine Managerkrankheit mehr, sagte Beatrice Knauft-Müller.
Fehlende Belohnung im Beruf macht krank
Nach einer repräsentativen Untersuchung leiden in Thüringen 13,9 Prozent der Berufstätigen an einer sogenannten beruflichen Gratifikationskrise. Die Menschen haben Stress im Job, weil sie sich für ihre Anstrengungen im Beruf nicht ausreichend belohnt
fühlen, erklärt Beatrice Knauft-Müller.
Dadurch verdoppelt sich bei den Betroffenen das Risiko für eine schwere Herzerkrankung. Während bundesweit vor allem Facharbeiter und Arbeiter an dieser Krise leiden, sind Selbstständige und Freiberufler nur selten betroffen.
Bei der Belohnung spielen vor allem das Gehalt, die Anerkennung durch Vorgesetzte und ein sicherer Arbeitsplatz eine wichtige Rolle. Als Belastungen werden Zeitdruck, Störungen und vermehrtes Arbeitsvolumen genannt. Sind erlebte Belastungen und Belohnungen nicht mehr ausgeglichen, sprechen Experten von Gratifikationskrise.
Jeder zweite Betroffene schätzt auch seinen Gesundheitszustand als schlechter ein. Tatsächlich leiden die Personen häufiger unter Stimmungsschwankungen, Kopfschmerzen oder Schlaflosigkeit.
Betriebliches Gesundheitsmanagement nutzen Obwohl diese sehr gestressten Arbeitnehmer ihr erhöhtes Gefährdungspotential kennen, kümmern sie sich nicht stärker um ihre Gesundheit, betont Knauft-Müller. Hier sollten Unternehmen mit ihrem betrieblichen Gesundheitsmanagement ansetzen, um die Betroffenen zu unterstützen. Die DAK-Gesundheit empfiehlt Arbeitnehmern außerdem neue Internetangebote zur Entspannung und zur besseren Bewältigung
des Alltags. Informationen gibt es in jedem Servicezentrum der Krankenkasse oder unter www.dak.de.
Die DAK-Gesundheit hat rund 177.000 Versicherte im Land Thüringen, davon rund 9.000 im Eichsfeld.
