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Sa, 09:18 Uhr
02.02.2013

Auf den Spuren von Kunigunde

Um das Kunigundenfenster der Burg Hanstein ranken sich Geschichten und Sagen. Eine dieser Geschichten besagt, dass der außerordentlich schöne und beeindruckende Blick aus dem Kunigundenfenster bis zu den Kaufunger Bergen reiche und hier sich das ehemalige Kloster Kaufungen mit der Grablege der heiligen Kunigunde in der Stiftskirche befindet...

Ritterschaft unterwegs (Foto: Klaus Röhrig) Ritterschaft unterwegs (Foto: Klaus Röhrig)


Die Eichsfelder Ritterschaft wollte es genauer wissen. Am 25ten Tage des Januars, am Tage der Bekehrung des Heiligen Paulus wurden um die fünfzehnte Stunde die Rösser gesattelt. Nach einem scharfen Ritt erreichte man die Stiftskirche, wo Frau Almut schon in prächtiger Gewandung auf uns wartete. Frau Almut begann ihre aufschlussreiche Führung in der Stiftskirche. Das gewaltige Bauwerk versetzte uns trotz der Kälte in Staunen und Begeisterung. Das Kloster Kaufungen wurde 1017 von Kaiserin Kunigunde, der Gemahlin Kaiser Heinrich II. als Benediktinerinnenkloster gegründet. Die wechselvolle Geschichte ließ Frau Almut sehr anschaulich vor uns aufleben.

In dem sich anschließenden Vortrag und Gespräch im Rittersaal der hessischen Ritterschaft wurde u.a. die Zeit Phillip des Großmütigen wieder lebendig. Nach diesem Geschichtserlebnis lenkten wir unsere Schritte in die St. Georgskapelle, der wohl ältesten romanischen Kirche Nordhessens. Hier sahen wir auch das dortige, nach der heiligen Kunigunde benannte Fenster.

Zum Abschluss trafen wir uns in der Stiftsschänke zu einem frohen Umtrunk. Hier erwarteten uns bereits einige Mitglieder des dortigen Vereins „Coufunga“ in mittelalterlicher Gewandung. Der anschließende Erfahrungsaustausch war kurz aber nachhaltig. Der Wunsch der Angehörigen der Eichsfelder Ritterschaft als auch des Vereines Coufunga nach zukünftigen weiteren Treffen wird sich sicher bald erfüllen.
Klaus Röhrig
Vorsitzender der Eichsfelder Ritterschaft
Autor: en

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