Mo, 15:34 Uhr
04.02.2013
Start für neues Heizwerk
Einst stand hier ein Ölheizwerk, heute wurde auf der Sperberwiese in Heilbad Heiligenstadt eines der modernsten Blockheizkraftwerke in Betrieb genommen. Statt des roten Knopfes wurde zeitgemäß per ipad der Startschuss gegeben...
Für den stellvertretenden Landrat Gerald Schneider und Heiligenstadts Bürgermeister Thomas Spielmann war es ein Novum, das Heizwerk nicht per normalen Knopfdruck in Betrieb zu nehmen. Aber die Eichsfeldwerke gehen mit der Zeit, das wurde wieder einmal mehr deutlich.
Der Chef der Eichsfeldwerke, Ulrich Gabel, konnte kurz die geschichtliche Entwicklung des Standortes und die der Wärmeversorgung im Landkreis Revue passieren lassen. 14 Blockheizkraftwerke haben die Eichsfeldwerke derzeit, am Jahresende werden es 20 sein. Schon von Weitem kündet ein frischer Anstrich der Schornsteine des Heizkraftwerks auf der Heiligenstädter Sperberwiese davon, dass sich hier etwas getan hat. Doch die eigentliche Optimierung befindet sich im Kern des Gebäudes. Dort wurde das bislang größte Blockheizkraftwerk (BHKW) der EW Wärme GmbH installiert.
Das erdgasbetriebene BHKW basiert auf dem Prinzip der Kraft-Wärme-Kopplung. Ein Erdgasverbrennungsmotor erzeugt Strom. Die dabei gleichzeitig entstehende Abwärme wird nicht ungenutzt in die Umwelt abgegeben, sondern dem Fernwärmeversorgungssystem der EW-Tochter zugeführt. Dadurch wird der Brennstoff deutlich besser ausgenutzt. Die kompakte Anlage erzeugt jährlich rund 9.200 Megawattstunden Wärme und 8.500 Megawattstunden Strom. Der produzierte Strom wird vollständig in das regionale Netz eingespeist.
Mit der Modernisierung unseres Heizkraftwerks haben wir ein weiteres klares Zeichen für eine hocheffiziente und umweltschonende Energieversorgung gesetzt. Dank des neuen, leistungsstarken BHKW-Moduls decken wir künftig 88 statt bisher 43 Prozent des Fernwärmebedarfs unserer Kunden durch Kraft-Wärme-Kopplung ab. Wir erzielen außerdem eine Einsparung von 2.000 Tonnen Kohlendioxid pro Jahr und leisten damit einen entscheidenden Beitrag zur Entlastung unserer Umwelt, erklärt Ulrich Gabel, Geschäftsführer der Eichsfeldwerke GmbH. 650.000 Euro hat die
EW Wärme für diese nachhaltige Investition eingesetzt.
Eine ganz bedeutende Aufgabe steht der Anlage in Heilbad Heiligenstadt noch bevor. In wenigen Monaten erzeugt die hochmoderne Kraftwerkstechnik in der Kurstadt einen Großteil an Wärme und Strom aus Eichsfelder Biogas. Nach ihrer Fertigstellung, wird die Biogasanlage der Eichsfeldwerke jährlich zirka
32.000 Megawattstunden Biogas mit Erdgasqualität in das Netz der EW Eichsfeldgas GmbH einspeisen. In den BHKWs der EW Wärme werden damit rund
11.000 Megawattstunden Strom im Jahr, ausreichend für zirka 2.800 Haushalte, erzeugt. Für die Beheizung von etwa 1.000 Eigenheimen reicht die parallel entstehende Wärme – gut 14.000 Megawattstunden jährlich – aus.
Schon seit Jahren investiert die Eichsfeldwerke-Tochter in die Installation von BHKWs. Neben dem Einsatz für die Fernwärmeversorgung in Heiligenstadt, Dingelstädt und Niederorschel haben die Energiespezialisten der EW Wärme bereits neun dezentrale BHKW-Anlagen realisiert. Sechs weitere werden in diesem Jahr folgen.
Autor: enFür den stellvertretenden Landrat Gerald Schneider und Heiligenstadts Bürgermeister Thomas Spielmann war es ein Novum, das Heizwerk nicht per normalen Knopfdruck in Betrieb zu nehmen. Aber die Eichsfeldwerke gehen mit der Zeit, das wurde wieder einmal mehr deutlich.
Der Chef der Eichsfeldwerke, Ulrich Gabel, konnte kurz die geschichtliche Entwicklung des Standortes und die der Wärmeversorgung im Landkreis Revue passieren lassen. 14 Blockheizkraftwerke haben die Eichsfeldwerke derzeit, am Jahresende werden es 20 sein. Schon von Weitem kündet ein frischer Anstrich der Schornsteine des Heizkraftwerks auf der Heiligenstädter Sperberwiese davon, dass sich hier etwas getan hat. Doch die eigentliche Optimierung befindet sich im Kern des Gebäudes. Dort wurde das bislang größte Blockheizkraftwerk (BHKW) der EW Wärme GmbH installiert.
Das erdgasbetriebene BHKW basiert auf dem Prinzip der Kraft-Wärme-Kopplung. Ein Erdgasverbrennungsmotor erzeugt Strom. Die dabei gleichzeitig entstehende Abwärme wird nicht ungenutzt in die Umwelt abgegeben, sondern dem Fernwärmeversorgungssystem der EW-Tochter zugeführt. Dadurch wird der Brennstoff deutlich besser ausgenutzt. Die kompakte Anlage erzeugt jährlich rund 9.200 Megawattstunden Wärme und 8.500 Megawattstunden Strom. Der produzierte Strom wird vollständig in das regionale Netz eingespeist.
Mit der Modernisierung unseres Heizkraftwerks haben wir ein weiteres klares Zeichen für eine hocheffiziente und umweltschonende Energieversorgung gesetzt. Dank des neuen, leistungsstarken BHKW-Moduls decken wir künftig 88 statt bisher 43 Prozent des Fernwärmebedarfs unserer Kunden durch Kraft-Wärme-Kopplung ab. Wir erzielen außerdem eine Einsparung von 2.000 Tonnen Kohlendioxid pro Jahr und leisten damit einen entscheidenden Beitrag zur Entlastung unserer Umwelt, erklärt Ulrich Gabel, Geschäftsführer der Eichsfeldwerke GmbH. 650.000 Euro hat die
EW Wärme für diese nachhaltige Investition eingesetzt.
Eine ganz bedeutende Aufgabe steht der Anlage in Heilbad Heiligenstadt noch bevor. In wenigen Monaten erzeugt die hochmoderne Kraftwerkstechnik in der Kurstadt einen Großteil an Wärme und Strom aus Eichsfelder Biogas. Nach ihrer Fertigstellung, wird die Biogasanlage der Eichsfeldwerke jährlich zirka
32.000 Megawattstunden Biogas mit Erdgasqualität in das Netz der EW Eichsfeldgas GmbH einspeisen. In den BHKWs der EW Wärme werden damit rund
11.000 Megawattstunden Strom im Jahr, ausreichend für zirka 2.800 Haushalte, erzeugt. Für die Beheizung von etwa 1.000 Eigenheimen reicht die parallel entstehende Wärme – gut 14.000 Megawattstunden jährlich – aus.
Schon seit Jahren investiert die Eichsfeldwerke-Tochter in die Installation von BHKWs. Neben dem Einsatz für die Fernwärmeversorgung in Heiligenstadt, Dingelstädt und Niederorschel haben die Energiespezialisten der EW Wärme bereits neun dezentrale BHKW-Anlagen realisiert. Sechs weitere werden in diesem Jahr folgen.



