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Do, 09:10 Uhr
28.02.2013

Todessache Rudi Arnstadt

Zur Buchvorstellung "Todessache Rudi Arnstadt, zwischen Aufklärung und Propaganda" wird am 15. März in den Festsaal der Sparkasse Bad Sooden-Allendorf eingeladen. Rudi Arnstadt war an der deutsch-deutschen Grenze August 1962 bei Wiesenfeld erschossen worden...

Deutsch-deutsche Grenze bei Wiesenfeld am 14. August 1962, in die Sommerhitze peitschen plötzlich Schüsse. Der DDR-Grenzoffizier Rudi Arnstadt sinkt tödlich getroffen zu Boden. Der Todesschuss wurde von einem Angehörigen des Bundesgrenzschutzes abgefeuert. Aus dem Scharmützel mitten im Kalten Krieg entwickelt sich eine jahrzehntelange Propagandaschlacht.

War der Todesschuss eine vorsätzliche Provokation, oder war es Notwehr? Bis heute ist die Todessache Rudi Arnstadt nicht eindeutig geklärt. Nach der Wiedervereinigung kam in unmittelbarer Nähe des Ereignisortes ein ehemaliger Angehöriger des BGS unter nicht geklärten Umständen ums Leben.

Jan Schönfelder und Rainer Erices haben erstmals alle verfügbaren Akten zu dem tödlichen Grenzzwischenfall systematich ausgewertet und
miteinander verglichen. Sie zeigen, wie die DDR den Todesfall missbrauchte und verfälschte. Die Autoren zeigen aber auch das Desinteresse der zuständigen Justiz an einem Fall deutscher Zeitgeschichte.

Die Buchvorstellung findet am Freitag, 15. März 2013, um 18.00 Uhr im Festsaal der Sparkasse Bad Sooden-Allendorf, Rathofplatz statt. Die musikalische Umrahmung übernehmen Studenten der Fachhochschule Nordhessen.
Autor: en

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