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Mi, 10:49 Uhr
24.04.2013

Diskussionsfreudige Runde in Uder

Die thematische Veranstaltung des CDU Ortsverbandes Uder am gestrigen Abend befasste sich mit der ganzen Bandbreite, die das Thüringer Ministerium für Bau, Landesentwicklung und Verkehr so bieten kann...

Versammlung in Uder (Foto: Gerhard Martin) Versammlung in Uder (Foto: Gerhard Martin)

Herzlich begrüßter Gast: Inge Klaan.

Die Situation der örtlichen Straßen, die demographische Entwicklung der Regionen bis hin zu Fragen der Gebietsreform, und damit verbunden, dem Vorschlag der Expertenkommission im Freistaat. In Lutter (seit kurzem sind die Mitglieder von dort ja Bestandteil des CDU Ortsverbandes) geboren und nun mittlerweile als Staatssekretärin in eben jenen Thüringer Ministerium tätig, kam Frau Inge Klaan gern der Einladung des Ortsverbandes nach. Außerdem konnte der Vorsitzende des Ortsverbandes noch Franz Rohmund, den Leiter des Straßenbauamtes in Leinfelde und Raimund Müller, den Bürgermeisterkollegen aus Lutter begrüßen.

„Frau Klaan referierte sehr sachlich und fachlich überzeugend zu den angesprochenen Themen und kam dabei auch noch sehr sympathisch rüber“, so das erste Urteil der anwesenden Mitglieder. Ihr Aufgabenbereich, so Frau Klaan, ist die Leitung des Ministeriums mit seinen ca. 2.500 Mitarbeitern und 2 nachgeordneten Bereichen und dies bereite ihr sehr viel Freude. Freude auch darüber, „dass wir in Thüringen bei der Siedlungsstruktur und den Gewerbeansiedlungen eine Stabilisierung erreicht haben, wobei das Eichsfeld sich als besonders stabil erweise“.

Weniger Freude bereite ihr, „dass wir im Straßenbau seit Jahren unterfinanziert sind, dass wir bei den annähernd zweieinhalbtausend Landesimmobilien kaum Mittel für die Instanthaltung bereit stellen können und das ab 2016 noch viel weniger Geld zur Verfügung stehen wird“.

Auf das Thema Gebietsreform und dem Expertenbericht angesprochen, sagte Frau Klaan: „Ich sehe den Bericht der Expertenkommission als eine Art Einstieg in eine nun zielführende Diskussion. Wir müssen uns den Realitäten stellen und dies ist nun einmal ein Rückgang an Bevölkerung und damit verbunden ein Rückgang an Verwaltungsarbeit. Wo eingespart werden kann, wo es sinnvoll ist, Verwaltungen zusammen zu legen, muss aber vor Ort diskutiert und nach Möglichkeit auch entschieden werden“. Dies sahen die Mitglieder des Ortsverbandes ebenso und wollten sich auf keinem Fall etwas „von Oben vorsetzen lassen“.

„Drei Jahre haben wir auf jeden Fall noch den Status als Grundzentrum und den wollen wir nutzen, um noch unser neues Wohngebiet genehmigt zu bekommen“, so Bürgermeister und CDU Ortsverbandsvorsitzender Gerhard Martin als Einstieg in das Thema Strukturentwicklung. „Wir halten eine gute Infrastruktur vor und die Nachfrage nach Bauland ist ungebrochen. Dies sollte auch am grünen Tisch im Landesverwaltungsamt zur Kenntnis genommen werden“. Zu diesem Thema gab uns Frau Klaan einige Hinweise, wie es auch zukünftig möglich ist, Wohngebiet vorzuhalten. „Passen sie aber auf, dass ihre Dorfzentren zukünftig auch bewohnt bleiben. Sollte es hier zu Leerständen kommen, muss der Bürgermeister seine Hausaufgaben machen und mit den Einwohnerinnen und Einwohnern reden“.

Weniger erfreulich, dafür aber mit eindeutigen Aussagen, wurde es beim Thema Schmiedegasse. „Wenn wir in diesem Jahr die Mittelste Binde fertig gestellt haben, sind alle Straßen in der Gemeinde in Ordnung, nur die Schmiedegasse als Landesstraße fehlt uns noch“, so der Bürgermeister. „Seit Ende der neunziger Jahre liegen die Pläne auf dem Tisch und immer wieder scheiterte es an der notwendigen Finanzierung“. Franz Rohmund, der Leiter des Straßenbauamtes und Frau Klaan machten den Mitgliedern wenig Hoffnung, „dass dies in den nächsten zwei bis vier Jahren besser wird. Wir sind für vier Landkreises zuständig und es gibt da Orte, wo der Handlungsbedarf wesentlich dringender ist, als in der Schmiedegasse“, so Franz Rohmund, der bekanntlich in Uder wohnt und die Situation bestens kennt.

„Was können wir Eltern und die Anwohner tun, um wenigstens unseren Kindern einen besseren Schulweg zu ermöglichen“, war die Frage von Martina Kaufhold, die sich sehr um die Sicherheit der Kleinen Sorgen macht und bereits eine Haltestelle in der Hintersten Binde mit organisiert hatte. „Wenn wir nun eindeutige Aussagen zur finanziellen Situation haben, müssen und werden wir als Gemeinde aktiv. Es muss möglich sein, einen Gehweg schon vorher anzulegen und zu finanzieren, da dies eh die Aufgabe der Gemeinde war“. Dazu wollen Straßenbauamt und Gemeinde im Gespräch bleiben, auch um die Flächen zu erwerben, die Mitten im Dorf doch eher einen kümmerlichen Eindruck machen und aus Geldmangel kaum vom Straßenbauamt gepflegt werden können.

Mit einem kleinen Präsent wurde Staatssekretärin Inge Klaan ganz herzlich verabschiedet und der Vorsitzende freute sich, „dass wir Eichsfelder doch mit einer sehr sympathischen Frau in der Landesregierung vertreten sind, auch wenn sie in Nordhausen wohnen.“
Autor: en

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