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Do, 17:25 Uhr
25.04.2013

Aufwachen im Überwachungsstaat

Ruth Hoffmann, Absolventin der Henry-Nannen-Journalistenschule Hamburg, hat im Grenzmuseum Schifflersgrund ihr Buch "Stasikinder - Aufwachen im Überwachungsstaat" vorgestellt, heute Abend ist sie in der Gedenkstätte Andreasstraße in Erfurt damit zu Gast...

Ruth Hoffmann im Grenzmuseum (Foto: Grenzmuseum Schifflersgrund) Ruth Hoffmann im Grenzmuseum (Foto: Grenzmuseum Schifflersgrund) Die Autorin hat mit Hilfe von Unterlagen der Stasiaufarbeitungsbehörden in Berlin und Erfurt Angehörige herausgesucht und im Einvernehmen mit Kindern ehemaliger Stasioffiziere gesprochen. Es ging um das Verhältnis zu den Eltern. Sie konnte ermitteln, dass die Kinder in der Mehrzahl nichts von der
Tätigkeit Ihrer Väter für die Staatssicherheit der DDR wussten.

In der Schule konnten sie nur angeben, dass der Vater für das MdI (Ministerium des Innern) beschäftigt war. Bei Verkehrskontrollen und Fehlverhalten des Vaters im Straßenverkehr staunten die Kinder, wenn der Vater seinen Dienstausweis dem Volkspolizisten
präsentierte, wie der Haltung annahm und den Vater sofort fort fahren lies.

Sie erwähnte auch eine übereilte Rückkehr eines hauptamtlichen Stasioffiziers, der vor seiner vermutlichen Enttarnung aus der BRD in die DDR reiste. Die Kinder erhielten erst auf DDR-Boden den Hinweis, dass der Vater Stasioffizier sei. Die Familie fand keinen Halt in der DDR, stellte Ausreiseanträge, versuchte zu flüchten und wurde zu hohen Haftstrafen verurteilt.

In der anschließenden Diskussion stellte der Leiter der Aufarbeitungsbehörde (BsTU) in Erfurt, Wolfgang Brunner, fest, dass 91.000 hauptamtlichen Angehörige der Staatssicherheit , 170 000 inoffizielle Mitarbeiter (IM)und 12 000 Bundesbürger, die für die Stasi Spitzeldienste leisteten, erfasst wurden. Auch Dank seiner Hilfe konnte Frau Hoffmann Zugang zu den Kindern von Stasioffizieren finden.

Ruth Hoffmann wird versuchen, demnächst Stasikinder zusammenzubringen und deren Erinnerungen an die Kindheit zusammenzutragen.

Autor: en

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