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Mi, 18:19 Uhr
22.05.2013

Grüne sind sauer wegen Bahnverbindung

Die Verbindungen von und nach Erfurt und Göttingen vom Eichsfeld aus sollen sich verschlechtern – Grüne kritisieren geplante Einschnitte im Bahn-Fahrplan ab 2014. Was genau, das erfahren Sie hier...

Beim Entwurf des Jahresfahrplan 2014 liegen Licht und Schatten dicht beieinander: Insbesondere der Wegfall des morgendlichen Pendlerzugs nach Erfurt und die Spätverbindung von Erfurt ins Eichsfeld sowie die Richtung Westen sind für die Fahrgäste jedoch empfindliche Einschnitte. Hier werden die treuesten Bahnreisenden getroffen. Wir können im Beruf nicht immer mehr Flexibilität abverlangen und dann den Bahnfahrplan so starr ausrichten.

Wenn der letzte Zug künftig schon um 20:31 Uhr die Landeshauptstadt in Richtung Eichsfeld verlässt, sind berufliche Abendtermine und der Besuch kultureller Veranstaltungen de facto ausgeschlossen. Auch Fernreisenden, die auf Spätverbindungen angewiesen sind, wird jede Flexibilität genommen. Die Nahverkehrsservicegesellschaft muss den Fahrplan an dieser Stelle erheblich nachbessern!

Bislang fährt der letzte Zug aus Erfurt um 22:26 Uhr nach Leinefelde. Künftig soll schon nach 20:31 Uhr Feierabend sein. Silberhausen bekommt zwar einige neue Halte - so wie es der Kreistag in seiner einstimmigen Resolution vom 11. Juli 2012 gefordert hat. Das ist erfreulich.

Aber der letzte RE nach Göttingen soll ab Herbst nicht mehr in Silberhausen halten und die letzte Bahn von Erfurt nach Leinefelde fährt garnicht mehr. Dabei wird die Forderung des Kreistages, den Bahnhof der Kreisstadt Heiligenstadt zu stärken, wird überhaupt nicht berücksichtigt. Im Gegenteil: der letzte Zug Richtung Westen soll auch gestrichen werden.

Das ist kontraproduktiv. Insbesondere die Verschlechterungen der Abendverbindungen von Erfurt, über Mühlhausen ins Eichsfeld werden dazu führen, dass zukünftig mehr Menschen aufs Auto umsteigen werden müssen. So wird die Bahn kaum neuen Kunden dazu gewinnen können, eher verlieren.

Denn die Sicherheit, noch einen späten Zug für die Rückfahrt nehmen zu können, falls ein Termin am Abend vielleicht doch länger dauert, trägt zur erhöhten Bereitschaft bei, morgens in den Zug zu steigen. D.h. auch ein wenig frequentierter Zug in den Tagesrandlagen trägt entscheidend dazu bei, sich für das Zugfahren zu entscheiden. Jede und jeder will morgens mit der Sicherheit losfahren, abends sicher wieder Heim zu kommen.

Gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern der Bündnisgrünen im Unstrut-Hainich-Kreis appellieren wir vor allem an die Landesregierung sich für die Pendlerinnen und Pendler insbesondere aus dem Raum Nordthüringen einzusetzen und diese Planungen zu korrigieren - am besten gemäß der Resolution des Heiligenstädter Kreistages.
Michael Hoffmeier
Autor: en

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