Fr, 09:34 Uhr
31.05.2013
Inklusion und ihre Umsetzung
Wenn man einen Weltpräsidenten zu einem Fachvortrag einlädt, erwartet man Besonderes. So ging es auch den mehr als 100 Besuchern, die am Dienstag in die Werkstatt der Lebenshilfe Leinefelde – Worbis gekommen waren...
Klaus Lachwitz (Mitte) mit Landrat Werner Henning und Geschäftsführerin Rosi Burgdorf bei der Begrüßung druch Andrea Gunkel.
Alle wollten Klaus Lachwitz, den Präsidenten von Inclusion International, zum Thema: Inklusion und ihre Umsetzung in der Praxis zu hören.
Die UN-Behindertenrechtskonvention setzt sich seit 50 Jahren überall auf der Welt für die Rechte von Menschen mit geistiger Behinderung ein. Sie hat ihren Sitz in London und vertritt mehr als 200 Mitgliedsverbände in 115 Ländern. So ist es eine große Ehre für das Eichsfeld, einen Mann, der fast täglich in einem anderen Teil der Welt unterwegs ist, um zu den Menschen zu sprechen, als Gast zu haben.
Die Zielstellung der Umsetzung der Inklusion ist aktuell ein viel diskutiertes Thema, das – von Staats wegen- realisiert werden soll, aber noch mit vielen Fragezeichen behaftet ist. Die UN –Behindertenrechtskonvention ist ein Völkerrechtsvertrag, d.h. ein Vertragsstaat der Vereinten Nationen, der die Konvention wie die Bundesrepublik Deutschland ohne Vorbehalt ratifiziert, ist rechtlich gebunden.
Inzwischen haben 130 Mitgliedsstaaten der Vereinten Nationen die Behindertenrechtskonvention ratifiziert (Stand: 30. März 2013) Sie ist die Antwort der Weltgemeinschaft auf die weltweit verbreitete Tradition, Menschen mit Behinderungen aus überwiegend medizinischer Perspektive als Menschen mit Defiziten, als Problemfälle, nicht als Träger von Rechten und gleichberechtigte Bürger zu beschreiben.
In der Lebenshilfe Leinefelde-Worbis erwartete alle - Zuhörer und Referenten, eine Überraschung. In Vorbereitung auf das Thema hatten sich so viele Fragen aus der Praxis angesammelt, dass man kurzerhand eine Planänderung vornahm und die Fragen, die die Menschen vor Ort beschäftigen in Form eines Interviews an Klaus Lachwitz stellte.
Klaus Lachwitz zeigte nicht nur, dass er Profi ist, sondern erwies sich als flexibel und sehr umgänglich. So ließ er den Vortrag Vortrag sein und beantwortete die gestellten Fragen sachlich, umfassend und kompetent. Die Reaktion im Publikum zeigte deutlich, dass sich jeder Zuhörer in irgendeiner Anfrage wiederfand und seine Antwort bekam.
Andrea Gunkel, Vorstandsvorsitzende der Lebenshilfe Leinefelde – Worbis, die den engagierten Juristen begrüßte und seinen mehr als 30 jährigen Kampf für die Rechte von Menschen mit geistiger Behinderung in Deutschland und der Welt würdigte, bezeichnete ihn als einen kraftvollen Motor für mehr Teilhabe von behinderten Menschen.
Klaus Lachwitz selbst sagte bei seiner Abreise, dass es ihm Spaß gemacht habe, seinen Fachvortrag auf eine andere Weise, aber dennoch interessant und facettenreich zu präsentieren. Ganz genau hat er bei den einzelnen Fragestellungen in die Gesichter der Zuhörer geschaut und gespürt, dass ein ehrliches Bemühen, aber auch viele offene Fragen bei den Menschen vor Ort vorhanden sind. Bei einigen Themen verspürte er die Brisanz des Anliegens. Auch er wird im Nachhinein über manches Problem nachdenken und zahlreiche Impulse in seine Arbeit im Weltverband einfließen lassen.
Gisela Reinhardt
(Die genauen Fragen und Antworten werden im Wortlaut zeitnah unter: http://www.lebenshilfe-leinefelde-worbis.de/ veröffentlicht)
Autor: enKlaus Lachwitz (Mitte) mit Landrat Werner Henning und Geschäftsführerin Rosi Burgdorf bei der Begrüßung druch Andrea Gunkel.
Alle wollten Klaus Lachwitz, den Präsidenten von Inclusion International, zum Thema: Inklusion und ihre Umsetzung in der Praxis zu hören.
Die UN-Behindertenrechtskonvention setzt sich seit 50 Jahren überall auf der Welt für die Rechte von Menschen mit geistiger Behinderung ein. Sie hat ihren Sitz in London und vertritt mehr als 200 Mitgliedsverbände in 115 Ländern. So ist es eine große Ehre für das Eichsfeld, einen Mann, der fast täglich in einem anderen Teil der Welt unterwegs ist, um zu den Menschen zu sprechen, als Gast zu haben.
Die Zielstellung der Umsetzung der Inklusion ist aktuell ein viel diskutiertes Thema, das – von Staats wegen- realisiert werden soll, aber noch mit vielen Fragezeichen behaftet ist. Die UN –Behindertenrechtskonvention ist ein Völkerrechtsvertrag, d.h. ein Vertragsstaat der Vereinten Nationen, der die Konvention wie die Bundesrepublik Deutschland ohne Vorbehalt ratifiziert, ist rechtlich gebunden.
Inzwischen haben 130 Mitgliedsstaaten der Vereinten Nationen die Behindertenrechtskonvention ratifiziert (Stand: 30. März 2013) Sie ist die Antwort der Weltgemeinschaft auf die weltweit verbreitete Tradition, Menschen mit Behinderungen aus überwiegend medizinischer Perspektive als Menschen mit Defiziten, als Problemfälle, nicht als Träger von Rechten und gleichberechtigte Bürger zu beschreiben.
In der Lebenshilfe Leinefelde-Worbis erwartete alle - Zuhörer und Referenten, eine Überraschung. In Vorbereitung auf das Thema hatten sich so viele Fragen aus der Praxis angesammelt, dass man kurzerhand eine Planänderung vornahm und die Fragen, die die Menschen vor Ort beschäftigen in Form eines Interviews an Klaus Lachwitz stellte.
Klaus Lachwitz zeigte nicht nur, dass er Profi ist, sondern erwies sich als flexibel und sehr umgänglich. So ließ er den Vortrag Vortrag sein und beantwortete die gestellten Fragen sachlich, umfassend und kompetent. Die Reaktion im Publikum zeigte deutlich, dass sich jeder Zuhörer in irgendeiner Anfrage wiederfand und seine Antwort bekam.
Andrea Gunkel, Vorstandsvorsitzende der Lebenshilfe Leinefelde – Worbis, die den engagierten Juristen begrüßte und seinen mehr als 30 jährigen Kampf für die Rechte von Menschen mit geistiger Behinderung in Deutschland und der Welt würdigte, bezeichnete ihn als einen kraftvollen Motor für mehr Teilhabe von behinderten Menschen.
Klaus Lachwitz selbst sagte bei seiner Abreise, dass es ihm Spaß gemacht habe, seinen Fachvortrag auf eine andere Weise, aber dennoch interessant und facettenreich zu präsentieren. Ganz genau hat er bei den einzelnen Fragestellungen in die Gesichter der Zuhörer geschaut und gespürt, dass ein ehrliches Bemühen, aber auch viele offene Fragen bei den Menschen vor Ort vorhanden sind. Bei einigen Themen verspürte er die Brisanz des Anliegens. Auch er wird im Nachhinein über manches Problem nachdenken und zahlreiche Impulse in seine Arbeit im Weltverband einfließen lassen.
Gisela Reinhardt
(Die genauen Fragen und Antworten werden im Wortlaut zeitnah unter: http://www.lebenshilfe-leinefelde-worbis.de/ veröffentlicht)
