Mi, 10:30 Uhr
05.06.2013
Förderverein Wipperwelle mit Konzept
Der Förderverein Pro Wipperwelle Worbis hat am Abend wieder getagt. In den vergangenen Wochen haben die Mitglieder des Vereins ein vorläufiges Konzept auf die Beine gestellt, mit dem das Bad dauerhaft erhalten werden soll. Fest steht, dass Leinefelde-Worbis zwei Hallenbäder hat und es gilt nun, beide erfolgreich zu betreiben…
Wipperwelle (Foto: Ilka Kühn)
Die Existenz von zwei Hallenbädern in unserer Stadt Leinefelde-Worbis macht es erforderlich, dass die Entscheidungsträger der Stadt für beide Bäder Lösungen finden, die der zukünftigen Entwicklung und dem Zusammenwachsen unserer Ortsteile dienlich sind. Um den dauerhaften Erhalt beider Bäder zu sichern, sind ihre weitere Gestaltung aufeinander abzustimmen und dabei Schwerpunkte für jedes Bad festzulegen.
Für den Ortsteil Worbis als ausgewiesenen Wohn- und Schulstandort sowie Standort einer Behinderteneinrichtung ist das Hallenbad Wipperwelle als Faktor der Daseinsvorsorge von größter Bedeutung. Daraus ergeben sich als Schwerpunkte der weiteren Nutzung, neben dem allgemeinen Schwimmen und dem Saunabetrieb, das Schul- und Vereinsschwimmen sowie Kursangebote für Präventions- und Reha-Maßnahmen im Rahmen von Leistungen der gesetzlichen Krankenkassen.
Hierfür bietet das Bad günstige Voraussetzungen, so dass es zukünftig um den Erhalt der vorhandenen Bausubstanz und deren Ausstattung geht. Größere Investitionen sind in absehbarer Zeit nicht erforderlich. Zur Verbesserung der ökonomischen Situation ist es aber zweckmäßig, den Badbetrieb zu optimieren und Reserven zu erschließen.
Der Förderverein hat folgende Vorschläge:
Schulschwimmen, zusätzlicher Schwimmunterricht
Anzustreben ist, dass alle Kinder der Region möglichst frühzeitig Schwimmen lernen. Hierzu ist der obligatorische Schwimmunterricht in der dritten Klasse der Grundschule nicht optimal. Wie in anderen Landkreisen Thüringens praktiziert, sollte Schwimmunterricht bereits für Kita-Kinder (war bereits zu DDR-Zeiten so – Die Red.) im Vorschuljahr und für ABCSchützen angeboten werden. Anderenorts wird das über den Kreissportbund organisiert und von den Eltern gerne angenommen, auch wenn sie dafür zahlen müssen.
Das Schulschwimmen würde dann bei vielen Kindern zum Erreichen einer höheren Schwimmstufe als dem Seepferdchen beitragen. Mit dem Landkreis sollte langfristig zusätzliches Schulschwimmen in höheren Klassenstufen vereinbart werden. Vielleicht besteht ja auch Interesse bei älteren Nichtschwimmern, Kurse zu belegen.
Vorsorge, Gesundheit
Die Nutzung des Bades für Präventions- und Reha-Maßnahmen wird auf Grund der Alterssituation unserer Bevölkerung an Bedeutung gewinnen und ist auch ökonomisch ein wichtiger Faktor. Die Kapazität des neu geschaffenen Bewegungsbeckens im Leinebad reicht nicht aus, um den zukünftigen Bedarf für das gesamte Stadtgebiet abzudecken. Entsprechende Kurse sollten langfristig in beiden Bädern angeboten werden. Als Kursanbieter sollten mehrere Partner ausgewählt werden, um durch Wettbewerb eine hohe Qualität und Effektivität zu sichern.
Öffnungszeiten, Schließzeiten, Sommerbetrieb, Nutzung Außenbereich
Die Öffnungszeiten des Bades und der Sauna sollten regelmäßig den sich ändernden Bedürfnissen der Bevölkerung angepasst werden. Schließzeiten des Bades wirken sich grundsätzlich negativ auf die Attraktivität eines Bades aus, weil Bad- und Saunanutzer sowie Kursbesucher eher einen kontinuierlichen Badbetrieb bevorzugen, so ein Sprecher des Vereins. Deshalb sollten Schließzeiten, die über das technisch erforderliche Maß hinausgehen, möglichst vermieden werden. Eine besucherschwache Saure-Gurken-Zeit im Sommer lässt sich durch attraktive Angebote reduzieren, ist sich der Verein sicher.
Da aus Kapazitätsgründen zusätzliche Schwimmkurse während der Schulzeit schwierig zu realisieren sind, sollten dafür vorrangig die Ferienwochen genutzt werden. Der Außenbereich des Bades mit Liegewiese und anschließender Kleinfeldsportanlage wird derzeit nicht optimal genutzt. Um von den Besuchern stärker angenommen zu werden, muss sich die Liegewiese in einem guten Pflegezustand befinden, ausreichend Liegen vorhanden sein und die gastronomische Versorgung den Wünschen der Badegäste entsprechen. Eine Familie mit Kinder wird im Sommer das Bad nutzen, wenn Öffnungszeit, Eintrittspreis und Komfort einladend sind (u.a. Wassertemperatur nach Wetterlage einstellen). Ein Schwerpunkt im Sommerbetrieb sollte die Nutzung des Bades durch die Hortkinder sein. Für sie ist als besondere Attraktion in den Sommerferien ein Neptunfest zu organisieren.
Ein weiterer Aspekt der zukünftigen Badnutzung ist der zunehmende Übergang zur Ganztagsschule. Es ist für die Entwicklung der Kinder von großem Vorteil, wenn sie sich ortsnah und ganzjährig stundenweise im Hallenbad körperlich betätigen können, heißt es im Konzeot. Hierfür und auch für die Hortkinder sollte die KleinfeldSportanlage zeitweise dem Bad zugeordnet werden. Technisch ist das durch die vorhandenen Zäune und verschließbaren Tore unproblematisch möglich.
Saunabetrieb
Der Saunabetrieb könnte durch Spezialaufgüsse und sonstige Angebote (z.B. einmal im Monat Mitternachtssauna) attraktiver gestaltet werden und damit auch vermehrt jüngere Besucher ansprechen.
Darüber hinaus hat sich der Verein verständigt, mehr in der Öffentlichkeit das Bad zu bewerben.
Ein jährlich vom Förderverein und der Stadt gemeinsam organisiertes Badfest im Sommer würde ebenfalls den Bekanntheitsgrad des Bades erhöhen. Die Eintrittspreise und die finanziellen Regelungen mit den das Bad benutzenden Vereinen sollten regelmäßig überprüft und angepasst werden. Außerdem soll der Energiebedarf immer im Auge behalten und möglichst reduziert werden.
Emotional besteht eine starke Bindung der Bewohner der Ortsteile an ihrem Bad. Für das harmonische Zusammenwachsen zu einer Stadt ist es deshalb anzustreben, beide Bäder dauerhaft als Faktor der Daseinsvorsorge zu erhalten. Hierfür sind die Organe der Stadt, die Stadtverwaltung und die interessierte Bürgerschaft aufgefordert, praktikable Lösungen zu finden, die ökonomisch vertretbar sind und den Bedürfnissen der Einwohner entsprechen.
Der Förderverein Pro Wipperwelle - Worbis e.V. möchte hierzu seinen Beitrag leisten.
Autor: en
Wipperwelle (Foto: Ilka Kühn)
Die Existenz von zwei Hallenbädern in unserer Stadt Leinefelde-Worbis macht es erforderlich, dass die Entscheidungsträger der Stadt für beide Bäder Lösungen finden, die der zukünftigen Entwicklung und dem Zusammenwachsen unserer Ortsteile dienlich sind. Um den dauerhaften Erhalt beider Bäder zu sichern, sind ihre weitere Gestaltung aufeinander abzustimmen und dabei Schwerpunkte für jedes Bad festzulegen.Für den Ortsteil Worbis als ausgewiesenen Wohn- und Schulstandort sowie Standort einer Behinderteneinrichtung ist das Hallenbad Wipperwelle als Faktor der Daseinsvorsorge von größter Bedeutung. Daraus ergeben sich als Schwerpunkte der weiteren Nutzung, neben dem allgemeinen Schwimmen und dem Saunabetrieb, das Schul- und Vereinsschwimmen sowie Kursangebote für Präventions- und Reha-Maßnahmen im Rahmen von Leistungen der gesetzlichen Krankenkassen.
Hierfür bietet das Bad günstige Voraussetzungen, so dass es zukünftig um den Erhalt der vorhandenen Bausubstanz und deren Ausstattung geht. Größere Investitionen sind in absehbarer Zeit nicht erforderlich. Zur Verbesserung der ökonomischen Situation ist es aber zweckmäßig, den Badbetrieb zu optimieren und Reserven zu erschließen.
Der Förderverein hat folgende Vorschläge:
Schulschwimmen, zusätzlicher Schwimmunterricht
Anzustreben ist, dass alle Kinder der Region möglichst frühzeitig Schwimmen lernen. Hierzu ist der obligatorische Schwimmunterricht in der dritten Klasse der Grundschule nicht optimal. Wie in anderen Landkreisen Thüringens praktiziert, sollte Schwimmunterricht bereits für Kita-Kinder (war bereits zu DDR-Zeiten so – Die Red.) im Vorschuljahr und für ABCSchützen angeboten werden. Anderenorts wird das über den Kreissportbund organisiert und von den Eltern gerne angenommen, auch wenn sie dafür zahlen müssen.
Das Schulschwimmen würde dann bei vielen Kindern zum Erreichen einer höheren Schwimmstufe als dem Seepferdchen beitragen. Mit dem Landkreis sollte langfristig zusätzliches Schulschwimmen in höheren Klassenstufen vereinbart werden. Vielleicht besteht ja auch Interesse bei älteren Nichtschwimmern, Kurse zu belegen.
Vorsorge, Gesundheit
Die Nutzung des Bades für Präventions- und Reha-Maßnahmen wird auf Grund der Alterssituation unserer Bevölkerung an Bedeutung gewinnen und ist auch ökonomisch ein wichtiger Faktor. Die Kapazität des neu geschaffenen Bewegungsbeckens im Leinebad reicht nicht aus, um den zukünftigen Bedarf für das gesamte Stadtgebiet abzudecken. Entsprechende Kurse sollten langfristig in beiden Bädern angeboten werden. Als Kursanbieter sollten mehrere Partner ausgewählt werden, um durch Wettbewerb eine hohe Qualität und Effektivität zu sichern.
Öffnungszeiten, Schließzeiten, Sommerbetrieb, Nutzung Außenbereich
Die Öffnungszeiten des Bades und der Sauna sollten regelmäßig den sich ändernden Bedürfnissen der Bevölkerung angepasst werden. Schließzeiten des Bades wirken sich grundsätzlich negativ auf die Attraktivität eines Bades aus, weil Bad- und Saunanutzer sowie Kursbesucher eher einen kontinuierlichen Badbetrieb bevorzugen, so ein Sprecher des Vereins. Deshalb sollten Schließzeiten, die über das technisch erforderliche Maß hinausgehen, möglichst vermieden werden. Eine besucherschwache Saure-Gurken-Zeit im Sommer lässt sich durch attraktive Angebote reduzieren, ist sich der Verein sicher.
Da aus Kapazitätsgründen zusätzliche Schwimmkurse während der Schulzeit schwierig zu realisieren sind, sollten dafür vorrangig die Ferienwochen genutzt werden. Der Außenbereich des Bades mit Liegewiese und anschließender Kleinfeldsportanlage wird derzeit nicht optimal genutzt. Um von den Besuchern stärker angenommen zu werden, muss sich die Liegewiese in einem guten Pflegezustand befinden, ausreichend Liegen vorhanden sein und die gastronomische Versorgung den Wünschen der Badegäste entsprechen. Eine Familie mit Kinder wird im Sommer das Bad nutzen, wenn Öffnungszeit, Eintrittspreis und Komfort einladend sind (u.a. Wassertemperatur nach Wetterlage einstellen). Ein Schwerpunkt im Sommerbetrieb sollte die Nutzung des Bades durch die Hortkinder sein. Für sie ist als besondere Attraktion in den Sommerferien ein Neptunfest zu organisieren.
Ein weiterer Aspekt der zukünftigen Badnutzung ist der zunehmende Übergang zur Ganztagsschule. Es ist für die Entwicklung der Kinder von großem Vorteil, wenn sie sich ortsnah und ganzjährig stundenweise im Hallenbad körperlich betätigen können, heißt es im Konzeot. Hierfür und auch für die Hortkinder sollte die KleinfeldSportanlage zeitweise dem Bad zugeordnet werden. Technisch ist das durch die vorhandenen Zäune und verschließbaren Tore unproblematisch möglich.
Saunabetrieb
Der Saunabetrieb könnte durch Spezialaufgüsse und sonstige Angebote (z.B. einmal im Monat Mitternachtssauna) attraktiver gestaltet werden und damit auch vermehrt jüngere Besucher ansprechen.
Darüber hinaus hat sich der Verein verständigt, mehr in der Öffentlichkeit das Bad zu bewerben.
Ein jährlich vom Förderverein und der Stadt gemeinsam organisiertes Badfest im Sommer würde ebenfalls den Bekanntheitsgrad des Bades erhöhen. Die Eintrittspreise und die finanziellen Regelungen mit den das Bad benutzenden Vereinen sollten regelmäßig überprüft und angepasst werden. Außerdem soll der Energiebedarf immer im Auge behalten und möglichst reduziert werden.
Emotional besteht eine starke Bindung der Bewohner der Ortsteile an ihrem Bad. Für das harmonische Zusammenwachsen zu einer Stadt ist es deshalb anzustreben, beide Bäder dauerhaft als Faktor der Daseinsvorsorge zu erhalten. Hierfür sind die Organe der Stadt, die Stadtverwaltung und die interessierte Bürgerschaft aufgefordert, praktikable Lösungen zu finden, die ökonomisch vertretbar sind und den Bedürfnissen der Einwohner entsprechen.
Der Förderverein Pro Wipperwelle - Worbis e.V. möchte hierzu seinen Beitrag leisten.