Mo, 09:50 Uhr
10.06.2013
Besuch aus dem Schwalbennest
In der integrativen Kindertagesstätte Schwalbennest der Lebenshilfe Heiligenstadt wachsen Kinder mit verschiedensten Behinderungen und andere Kinder in altersgemischten Gruppen miteinander in einer fröhlichen Atmosphäre und auf die Bedürfnisse der Kinder ausgerichteter Umgebung auf....
Gemeinsam verbringen sie den Tag, lernen, spielen und erobern sich ihre Welt kreativ, unbekümmert, neugierig und voller Lebensfreude. Ein Elternbuch heißt: Kinder sind Gäste, die nach dem Weg fragen und dieser Eindruck bestätigte sich beim Besuch in der Werkstatt der Lebenshilfe Leinefelde – Worbis.
Kurz vor dem Ende der Kindergartenzeit, wenn die Zuckertüten an den Bäumen reifen, sind Kinder immer besonders aufgeregt. Sie wollen Neues kennenlernen und viel erleben. Daher machten sich die Erzieher Brigitte Apel und Sascha Schimmelpfennig mit 12 Kindern des Wackelzahnclubs auf die Reise. Von Heiligenstadt fuhren sie mit dem Zug nach Leinefelde.
Einen Kindergärtner in Aktion zu erleben, war interessant, denn besonders die kleinen Mädchen schienen ganz vernarrt in ihren Sascha. Nach einem gemeinsamen Frühstück durften sie den Sinnesgarten erkunden. Hier ging es munter zu. Es wurde gehüpft, gelaufen und sich auf dem Rasen geräkelt. Es war ein quirliges Häufchen. Dass drei der Kinder eine Behinderung hatten, fiel erst auf den zweiten Blick auf.
Zu Besuch in der Lebenshilfe (Foto: Ilka Kühn)
Dann wollten aber alle den Arbeitsalltag der Menschen mit Behinderung in der Werkstatt erleben. In drei Gruppen eingeteilt, durfte jede Gruppe in einem richtigen Beschäftigtenteam mitarbeiten. Egal, ob Plastedübel in ein Zählbrett gesteckt, Spannungsprüfer montiert, oder Nistkästen zusammengebaut werden sollten, bei allen Arbeiten waren die Kinder mit Feuereifer dabei. Sie wollten den Beschäftigten in Nichts nachstehen. Wenn ich älter bin und mit der Schule fertig, komme ich und helfe euch! sagte ein Wackelzahn und die anderen pflichteten ihm bei. Nach 30 Minuten wurde die Gruppe gewechselt.
Stolz präsentierte am Ende jede Mannschaft ihren selbstgebauten Nistkasten, der selbstverständlich mit nach Heiligenstadt genommen werden durfte, dass nicht nur kleine Schwalben künftig dort ein Nest haben.
Zu Besuch in der Lebenshilfe (Foto: Gisela Reinhardt)
Unter den Kindern war auch Loreley, die Enkeltochter des Werkstattleiters, und, wie es Opas so machen, zückte dieser sein Portmonee und kaufte zum Abschluss für alle Kinder ein leckeres Eis. Das war ein schöner Tag. Wenn auch nicht jeder den geäußerten Berufswunsch aufrechterhalten wird, Fleiß, Hilfsbereitschaft und Gemeinschaftssinn sind gute Voraussetzungen, dass aus diesen Knirpsen mal etwas ganz Großes werden kann.
Gisela Reinhardt
Autor: enGemeinsam verbringen sie den Tag, lernen, spielen und erobern sich ihre Welt kreativ, unbekümmert, neugierig und voller Lebensfreude. Ein Elternbuch heißt: Kinder sind Gäste, die nach dem Weg fragen und dieser Eindruck bestätigte sich beim Besuch in der Werkstatt der Lebenshilfe Leinefelde – Worbis.
Kurz vor dem Ende der Kindergartenzeit, wenn die Zuckertüten an den Bäumen reifen, sind Kinder immer besonders aufgeregt. Sie wollen Neues kennenlernen und viel erleben. Daher machten sich die Erzieher Brigitte Apel und Sascha Schimmelpfennig mit 12 Kindern des Wackelzahnclubs auf die Reise. Von Heiligenstadt fuhren sie mit dem Zug nach Leinefelde.
Einen Kindergärtner in Aktion zu erleben, war interessant, denn besonders die kleinen Mädchen schienen ganz vernarrt in ihren Sascha. Nach einem gemeinsamen Frühstück durften sie den Sinnesgarten erkunden. Hier ging es munter zu. Es wurde gehüpft, gelaufen und sich auf dem Rasen geräkelt. Es war ein quirliges Häufchen. Dass drei der Kinder eine Behinderung hatten, fiel erst auf den zweiten Blick auf.
Zu Besuch in der Lebenshilfe (Foto: Ilka Kühn)
Dann wollten aber alle den Arbeitsalltag der Menschen mit Behinderung in der Werkstatt erleben. In drei Gruppen eingeteilt, durfte jede Gruppe in einem richtigen Beschäftigtenteam mitarbeiten. Egal, ob Plastedübel in ein Zählbrett gesteckt, Spannungsprüfer montiert, oder Nistkästen zusammengebaut werden sollten, bei allen Arbeiten waren die Kinder mit Feuereifer dabei. Sie wollten den Beschäftigten in Nichts nachstehen. Wenn ich älter bin und mit der Schule fertig, komme ich und helfe euch! sagte ein Wackelzahn und die anderen pflichteten ihm bei. Nach 30 Minuten wurde die Gruppe gewechselt. Stolz präsentierte am Ende jede Mannschaft ihren selbstgebauten Nistkasten, der selbstverständlich mit nach Heiligenstadt genommen werden durfte, dass nicht nur kleine Schwalben künftig dort ein Nest haben.
Zu Besuch in der Lebenshilfe (Foto: Gisela Reinhardt)
Unter den Kindern war auch Loreley, die Enkeltochter des Werkstattleiters, und, wie es Opas so machen, zückte dieser sein Portmonee und kaufte zum Abschluss für alle Kinder ein leckeres Eis. Das war ein schöner Tag. Wenn auch nicht jeder den geäußerten Berufswunsch aufrechterhalten wird, Fleiß, Hilfsbereitschaft und Gemeinschaftssinn sind gute Voraussetzungen, dass aus diesen Knirpsen mal etwas ganz Großes werden kann.Gisela Reinhardt
