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Mo, 13:01 Uhr
10.06.2013

Uns schickt der Himmel

Die Vorbereitungen der 72-Stunden-Aktion, einer Sozialaktion der Katholischen Jugend, laufen auf Hochtouren. Am 13. Juni punkt 17.07 Uhr startet sie in verschiedenen Orten unter dem Motto „Uns schickt der Himmel“...

Logo (Foto: BDKJ) Logo (Foto: BDKJ)

Innerhalb von 72 Stunden ein soziales, ökologisches oder gemeinnütziges Projekt im eigenen Ort anpacken und vollenden - das werden 30 katholische Jugendgruppen in Thüringen vom 13. bis 16. Juni 2013 mit 20 verschiedenen Projekten tun. Damit beteiligen sie sich erneut an einer „72-Stunden-Aktion“, die der Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) 2013 erstmals überall in Deutschland gleichzeitig durchführt.

Etwa 400 Kinder und Jugendliche aus Thüringen und dem Eichsfeld sind mit dabei. Unter dem Motto „Uns schickt der Himmel“ wollen junge Christen die Welt ein Stückchen besser machen, dort helfen, wo es nötig ist und sonst vielleicht niemand tut.

„Der christliche Glaube bewegt uns dazu, unsere Gesellschaft mit zu gestalten. Wir wollen zeigen, dass auch uns Jugendlichen Nächstenliebe und Solidarität sehr am Herzen liegen und wie viel Spaß das machen kann“, erklärt Felicitas Maschke (17, BDKJ-Diözesanvorsitzende). Sie selbst wird mit ihrer Gruppe während der 72 Stunden ein Benefizkonzert zugunsten eines Kinderheims in Gera organisieren.

„Diese große Sozialaktion des BDKJ verdeutlicht an einem Wochenende, was kirchliche Jugendverbände und -gruppen das ganze Jahr über ausmacht: freiwillige, ehrenamtliche Tätigkeit junger Menschen für andere, selbstorganisierte Gruppenarbeit und öffentliche Interessenvertretung der Jugend“, so Maschke weiter.

Die meisten beteiligten Jugendgruppen haben gemeinsam mit ihren Leitungen überlegt, wo Hilfe gefragt sein könnte und sich bereits für eine bestimmte Aktion entschieden.

Angesichts der unerwartet eingetretenen Krisensituation durch das Hochwasser in vielen Gebieten Mitteldeutschlands haben die Heiligenstädter Jugendseelsorge und die Villa Lampe ihr geplantes Projekt in der Kreisstadt verworfen. Sie werden sich nun auf den Weg machen und beim Beseitigen der Flutschäden tatkräftig mithelfen. Wo genau, steht bis jetzt noch gar nicht fest – einfach dort, wo dann dringend Hilfe benötigt wird.

Einige der beteiligten Gruppen werden erst am 13. Juni gegen 17 Uhr erfahren, welches Projekt sie innerhalb der 72 Stunden erledigen sollen. So hat beispielsweise Gruppenleiterin Ivonne Richter aus Niederorschel zwar schon konkrete Vorstellungen und einiges im Vorfeld abgesprochen. Was genau zu tun sein wird, verrät sie ihren Jugendlichen der Deutschen Pfadfinderschaft „Sankt Georg“ (DPSG) aber noch nicht. Diese wollen dann beweisen, dass sie es in der vorgegeben Zeit schaffen, ihre Aufgabe von der Planung bis zur Umsetzung zu erfüllen.

So wollen die Mitglieder der Malteser Jugend und Erfurter Dekanatsjugend ein Riesen-Puzzle aus 24.000 Teilen im Pfarrsaal der Erfurter Lorenzkirche am Anger fertig bekommen. Aber nicht nur sie selbst werden mithelfen, sondern auch Passanten in der Innenstadt sollen angesprochen werden, ob sie für einen kleinen Obolus mitpuzzeln. Die so gesammelten Spenden werden dann der Jugendland gGmbH in Thüringen zu Gute kommen, der sich um Jugendliche mit psychischen Störungen oder Verhaltensauffälligkeiten kümmert.

Aufgrund der Vermittlung des Vereins Kinderträume e.V. will die Geraer Aktionsgruppe einem fünfjährigen Jungen einen großen Traum erfüllen. Sie wird im Garten seines Wohnhauses während der 72 Stunden ein Stelzenhaus errichten. Der kleine Johann erkrankte 2011 an einem Hirntumor und hat seitdem Operationen, Chemotherapie und tägliche Bestrahlung unter Vollnarkose über sich ergehen lassen müssen. Ein großer Wunsch von ihm ist, mal ein eigenes “kleines Reich” für sich zu haben.

Mitglieder der Thüringer Kolpingjugend wollen Hinweistafeln mit geschichtlichen Hintergrundinformationen und Zeitzeugen-Zitaten aus den Jahren der deutschen Teilung
erarbeiten. Diese sollen dann später entlang der ehemaligen innerdeutschen Grenze bei Kirchgandern aufgestellt werden.

Weitere geplante Aktionen von Thüringer Jugendgruppen sehen die Renovierung von Räumen in sozialen Einrichtungen, öffentlichen Friedhöfen, Grundstücken oder Spielplätzen vor. Am Sonntag, 16. Juni, wird nach getaner Arbeit die jeweilige Aktion gemeinsam vor Ort beendet.

Damit all das Geplante gelingen kann, braucht es viele direkte und indirekte Unterstützer. Bei vielen Projekten wird logistische Hilfe benötigt. Oftmals sind Sachspenden willkommen oder auch kleinere Gesten der Anerkennung für das Geleistete. Ganz ohne finanzielle Unterstützung geht es aber auch nicht.

Neben den bundesweiten Sponsoren der Aktion wie dem BMFSFJ, der Deutschen Bischofskonferenz, dem Kindermissionswerk und dem Hilfswerk Misereor unterstützt auch das Thüringer Sozialministerium die Projekte in Thüringen. Für weitere Spenden vor Ort wären die Aktionsteilnehmer aber auch dankbar.
Autor: en

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