Fr, 21:05 Uhr
14.06.2013
Ortsumfahrung wieder Thema
In der 31. Gemeinderatssitzung in Kallmerode war die immer noch auf sich wartende Ortsumfahrung wieder ein Thema. Die Mitglieder des Gemeinderates informierten sich über den Ausgang der Befragung zu den Protestplakaten am Abend...
Der Gemeinderat und Bürgermeisterin Marion Weise hatten im April Informationsschreiben an die Einwohner verteilt, insgesamt 211 an der Zahl. In dem Schreiben hieß es u.a., dass die Einwohner seit vielen Jahren für eine Ortsumfahrung kämpfen. Seit dem Bestehen des Baurechtes hierfür war die Hoffnung für einen schnellen Baubeginn groß. Doch fehlendes Geld in den Kassen hat bis heute den Baustart verhindert.
Was daraufhin sich im Dorf tat, sieht jeder, der von Leinefelde in Richtung Dingelstädt oder weiter fährt deutlich: die Straße zieren Protestplakate. Damit verschaffen sich einige Einwohner Luft. Ob sie der Sache dienen oder nicht, das sei einmal dahingestellt, diese Frage kann wohl niemand beantworten. Der Landrat hatte sowohl die Bürgermeisterin und auch den Gemeinderat schon öfter aufgefordert, sich doch dafür einzusetzen, dass die Plakate abgenommen werden.
Die Gemeindevertretung wies in dem Informationsschreiben jedoch auch darauf hin, dass die Meinungsfreiheit der Bürgerinnen und Bürger im Grundgesetz verankert ist. - Die Plakate stehen oder hängen in privatem Raum.
Die allgemeine Stimmungslage zu den Protestaktionen sollte deshalb in einer Befragung herausgefunden werden. Das Ergebnis ließ einige Gemeinderäte erstaunen. Von den 211 ausgereichten Schreiben kamen nur 100 ausgefüllt zurück. Die Einwohner konnten anonym ankreuzen ob sie den Verbleib der Plakate wünschen oder für den kompletten Abbau sind oder ob nur die gegen die CDU gerichteten Plakate weg sollen. Von den 100 Antworten waren 56 dafür, dass alle Plakate bleiben. 28 Einwohner wollen, dass alle Plakate abgenommen werden und 15 sind dafür, das nur die CDU-Plakate abgenommen werden. Nur etwa ein Drittel der Kallmeröder hatte sich an der Umfrage beteiligt.
Vermutlich liegt Desinteresse vor von denen, die nicht unmittelbar an der Durchfahrt-Straße wohnen. Der Gemeinderat will jetzt in weiteren Gesprächen, u.a. mit der Bürgerinitiative, nach einer Lösung suchen. Denn eins steht auch fest: wenn Plakate beleidigenden Charakter haben und so öffentlich jemanden anprangern, ist niemand damit gedient. Und was Kallmerode braucht ist kein Streit, sondern die Umgehungsstraße. Ein bisschen mehr Diplomatie hat sicher noch keinem geschadet... Das ist keine Schuldzuweisung!!!! Ich werde gern von der journalistischen Seite dem Ort helfen, hier eine Lösung zu finden.
Ilka Kühn
Redakteurin der Eichsfelder Nachrichten
Autor: enDer Gemeinderat und Bürgermeisterin Marion Weise hatten im April Informationsschreiben an die Einwohner verteilt, insgesamt 211 an der Zahl. In dem Schreiben hieß es u.a., dass die Einwohner seit vielen Jahren für eine Ortsumfahrung kämpfen. Seit dem Bestehen des Baurechtes hierfür war die Hoffnung für einen schnellen Baubeginn groß. Doch fehlendes Geld in den Kassen hat bis heute den Baustart verhindert.
Was daraufhin sich im Dorf tat, sieht jeder, der von Leinefelde in Richtung Dingelstädt oder weiter fährt deutlich: die Straße zieren Protestplakate. Damit verschaffen sich einige Einwohner Luft. Ob sie der Sache dienen oder nicht, das sei einmal dahingestellt, diese Frage kann wohl niemand beantworten. Der Landrat hatte sowohl die Bürgermeisterin und auch den Gemeinderat schon öfter aufgefordert, sich doch dafür einzusetzen, dass die Plakate abgenommen werden.
Die Gemeindevertretung wies in dem Informationsschreiben jedoch auch darauf hin, dass die Meinungsfreiheit der Bürgerinnen und Bürger im Grundgesetz verankert ist. - Die Plakate stehen oder hängen in privatem Raum.
Die allgemeine Stimmungslage zu den Protestaktionen sollte deshalb in einer Befragung herausgefunden werden. Das Ergebnis ließ einige Gemeinderäte erstaunen. Von den 211 ausgereichten Schreiben kamen nur 100 ausgefüllt zurück. Die Einwohner konnten anonym ankreuzen ob sie den Verbleib der Plakate wünschen oder für den kompletten Abbau sind oder ob nur die gegen die CDU gerichteten Plakate weg sollen. Von den 100 Antworten waren 56 dafür, dass alle Plakate bleiben. 28 Einwohner wollen, dass alle Plakate abgenommen werden und 15 sind dafür, das nur die CDU-Plakate abgenommen werden. Nur etwa ein Drittel der Kallmeröder hatte sich an der Umfrage beteiligt.
Vermutlich liegt Desinteresse vor von denen, die nicht unmittelbar an der Durchfahrt-Straße wohnen. Der Gemeinderat will jetzt in weiteren Gesprächen, u.a. mit der Bürgerinitiative, nach einer Lösung suchen. Denn eins steht auch fest: wenn Plakate beleidigenden Charakter haben und so öffentlich jemanden anprangern, ist niemand damit gedient. Und was Kallmerode braucht ist kein Streit, sondern die Umgehungsstraße. Ein bisschen mehr Diplomatie hat sicher noch keinem geschadet... Das ist keine Schuldzuweisung!!!! Ich werde gern von der journalistischen Seite dem Ort helfen, hier eine Lösung zu finden.
Ilka Kühn
Redakteurin der Eichsfelder Nachrichten
