Fr, 11:32 Uhr
06.09.2013
Erneut russischer Schockanruf
Die Polizei Göttingen rät zu besonderer Vorsicht. Die bundesweite Serie "russischer Schockanrufe" geht auch in Göttingen weiter. Am vergangenen Mittwochnachmittag meldete sich ein unbekannter Anrufer bei einer 72 Jahre alten Frau im Fröbelweg...
In dem Telefonat schilderte der Unbekannte der Göttingerin, dass ihr Sohn dringend ihre Hilfe benötige. Ihm seien die Zähne ausgeschlagen worden und er bräuchte dringend einen Anwalt. Besonders perfide: im Hintergrund hörte die 72-Jährige einen Mann "Mama, Mama" und "ich hatte einen Unfalle, ich habe ein Kind
angefahren" rufen.
Die Frau reagierte zum Glück richtig, beendete das Gespräch und rief sofort ihren Sohn an. Er war zuhause und wohlauf. Opfer dieser Variante des sog. Enkeltricks werden zumeist ältere Menschen russischer Herkunft. Die Masche der Betrüger ist dabei nahezu immer dieselbe. In einem Anruf schildert ein unbekannter Mann
u. a. auch in russischer Sprache dem potentiellen Opfer, dass der
Enkel (oder ein anderer Verwandter) einen Unfall gehabt habe und für
die weitere Behandlung im Krankenhaus dringend Bargeld benötigt.
In einer anderen Variante wird -wie im aktuellen Fall- dem Opfer
vorgegaukelt, der Sohn hätte einen Unfall verursacht, bei dem ein
Mädchen schwer verletzt worden sei. Zur Begleichung der anfallenden
Kosten müssten 30.000 Euro Bargeld an einen Rechtsanwalt gezahlt
werden, ansonsten würde die Polizei den Sohn verhaften.
Durch den Inhalt eines derartigen Telefonates in einen psychischen
Ausnahmezustand versetzt, vergessen Angerufene oftmals leider alle
vorher gehörten Warnungen und zahlen das verlangte Geld.
Die Polizei Göttingen rät insbesondere Mitbürgern und
Mitbürgerinnen russischer Herkunft zu ganz besonderer Vorsicht und
empfiehlt: - Seien Sie misstrauisch, wenn sich Personen am Telefon
als Verwandte oder Bekannte ausgeben, die Sie als solche nicht
erkennen. Bewahren Sie Ruhe und gehen Sie nicht auf die Forderungen
ein. - Geben Sie keine Details zu Ihren familiären oder finanziellen
Verhältnissen preis. - Überprüfen Sie den Wahrheitsgehalt des
Anrufes, geben Sie keine Details zu ihren finanziellen
Verhältnissen bekannt und stellen Sie stattdessen gezielte
Fragen, die nur der richtige Verwandte beantworten kann! -
Notieren Sie sich (wenn vorhanden) die auf Ihrem Telefon angezeigte
Nummer des Anrufers. - Notieren Sie sich auch die vom Anrufer
genannte Nummer, wenn Sie zu einem Rückruf aufgefordert werden. Rufen
Sie aber nicht zurück! - Prägen Sie sich möglichst Stimme und
sprachliche Besonderheiten des Anrufers ein. - Halten Sie nach einem
Anruf mit finanziellen Forderungen bei Familienangehörigen
Rücksprache. - Übergeben Sie niemals Geld an unbekannte Personen! -
Informieren Sie unter der Notrufnummer 110 sofort die Polizei, wenn
Ihnen eine Kontaktaufnahme verdächtig vorkommt. - Informieren Sie
auch dann die Polizei, wenn Sie bereits Opfer dieser Betrugsmasche
geworden sind! Ergänzend hierzu wendet sich die Polizei Göttingen mit
einem Warnhinweis in kyrillischer Schrift (siehe im Anhang) gezielt
an ältere, aus den Russischen Föderationen ausgesiedelte Menschen.
In dem Flyer wird in kyrillischer Schrift vor dem Enkeltrick gewarnt
und es werden Tipps und Hinweise gegeben. Die einzelnen Passagen sind
jeweils eins zu eins ins Deutsche/Russische übersetzt.
Der Flyer kann auf der Homepage der Polizeiinspektion Göttingen unter
http://www.pd-goe.polizei-nds.de/dienststellen/pi_goettingen/themen
heruntergeladen werden. Weitere Informationen sind im Internet unterwww.polizei-beratung.de abrufbar. Für Fragen steht darüber hinaus das Präventionsteam der Polizeiinspektion Göttingen werktags unter Telefon 0551/491-2008 zur Verfügung.
Autor: enIn dem Telefonat schilderte der Unbekannte der Göttingerin, dass ihr Sohn dringend ihre Hilfe benötige. Ihm seien die Zähne ausgeschlagen worden und er bräuchte dringend einen Anwalt. Besonders perfide: im Hintergrund hörte die 72-Jährige einen Mann "Mama, Mama" und "ich hatte einen Unfalle, ich habe ein Kind
angefahren" rufen.
Die Frau reagierte zum Glück richtig, beendete das Gespräch und rief sofort ihren Sohn an. Er war zuhause und wohlauf. Opfer dieser Variante des sog. Enkeltricks werden zumeist ältere Menschen russischer Herkunft. Die Masche der Betrüger ist dabei nahezu immer dieselbe. In einem Anruf schildert ein unbekannter Mann
u. a. auch in russischer Sprache dem potentiellen Opfer, dass der
Enkel (oder ein anderer Verwandter) einen Unfall gehabt habe und für
die weitere Behandlung im Krankenhaus dringend Bargeld benötigt.
In einer anderen Variante wird -wie im aktuellen Fall- dem Opfer
vorgegaukelt, der Sohn hätte einen Unfall verursacht, bei dem ein
Mädchen schwer verletzt worden sei. Zur Begleichung der anfallenden
Kosten müssten 30.000 Euro Bargeld an einen Rechtsanwalt gezahlt
werden, ansonsten würde die Polizei den Sohn verhaften.
Durch den Inhalt eines derartigen Telefonates in einen psychischen
Ausnahmezustand versetzt, vergessen Angerufene oftmals leider alle
vorher gehörten Warnungen und zahlen das verlangte Geld.
Die Polizei Göttingen rät insbesondere Mitbürgern und
Mitbürgerinnen russischer Herkunft zu ganz besonderer Vorsicht und
empfiehlt: - Seien Sie misstrauisch, wenn sich Personen am Telefon
als Verwandte oder Bekannte ausgeben, die Sie als solche nicht
erkennen. Bewahren Sie Ruhe und gehen Sie nicht auf die Forderungen
ein. - Geben Sie keine Details zu Ihren familiären oder finanziellen
Verhältnissen preis. - Überprüfen Sie den Wahrheitsgehalt des
Anrufes, geben Sie keine Details zu ihren finanziellen
Verhältnissen bekannt und stellen Sie stattdessen gezielte
Fragen, die nur der richtige Verwandte beantworten kann! -
Notieren Sie sich (wenn vorhanden) die auf Ihrem Telefon angezeigte
Nummer des Anrufers. - Notieren Sie sich auch die vom Anrufer
genannte Nummer, wenn Sie zu einem Rückruf aufgefordert werden. Rufen
Sie aber nicht zurück! - Prägen Sie sich möglichst Stimme und
sprachliche Besonderheiten des Anrufers ein. - Halten Sie nach einem
Anruf mit finanziellen Forderungen bei Familienangehörigen
Rücksprache. - Übergeben Sie niemals Geld an unbekannte Personen! -
Informieren Sie unter der Notrufnummer 110 sofort die Polizei, wenn
Ihnen eine Kontaktaufnahme verdächtig vorkommt. - Informieren Sie
auch dann die Polizei, wenn Sie bereits Opfer dieser Betrugsmasche
geworden sind! Ergänzend hierzu wendet sich die Polizei Göttingen mit
einem Warnhinweis in kyrillischer Schrift (siehe im Anhang) gezielt
an ältere, aus den Russischen Föderationen ausgesiedelte Menschen.
In dem Flyer wird in kyrillischer Schrift vor dem Enkeltrick gewarnt
und es werden Tipps und Hinweise gegeben. Die einzelnen Passagen sind
jeweils eins zu eins ins Deutsche/Russische übersetzt.
Der Flyer kann auf der Homepage der Polizeiinspektion Göttingen unter
http://www.pd-goe.polizei-nds.de/dienststellen/pi_goettingen/themen
heruntergeladen werden. Weitere Informationen sind im Internet unterwww.polizei-beratung.de abrufbar. Für Fragen steht darüber hinaus das Präventionsteam der Polizeiinspektion Göttingen werktags unter Telefon 0551/491-2008 zur Verfügung.