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So, 18:23 Uhr
08.09.2013

Dreiklang in Küllstedt

In Küllstedt ist heute sicher fast das ganze Dorf auf den Beinen, es wird Kirmes gefeiert. Schon am Vormittag waren viele Menschen in der Kirche zum Kirmeshochamt. Doch vor der Messe gab es noch etwas Besonderes: Kirchenglocken wurden geweiht...

Glockenweihe Küllstedt (Foto: Ilka Kühn) Glockenweihe Küllstedt (Foto: Ilka Kühn)

Dicht gedrängt standen die Küllstedter und ihre Gäste, die meisten von ihnen unter einem Schirm, denn es hatte kurz zuvor zu regnen begonnen. Vier Glocken standen mit grünen Girlanden geschmückt vor der Kirche. Die zwei größten sind neu gegossen, die anderen beiden, darunter auch die kleine Stundenglocke, haben schon ein historisches Alter.

Die katholische Pfarrkirche St. Georg und Juliana wurde 1930/31 erbaut und ist mit 900 Plätzen die größte im Eichsfeld. Derzeit wird der Kirchturm neu gemacht und soll noch in diesem Jahr um zwei Meter höher und spitzer werden. Für die Kosten bittet die Kirchengemeinde um Spenden, wie an einem Modell unschwer in der Kirche zu erkennen ist. Auch die Kollekte heute wird für die neuen Glocken und den Kirchturm verwendet. Pfarrer Josef Jakobi hoffte beim Auszählen auf ein gutes Ergebnis.

Glockenweihe Küllstedt (Foto: Ilka Kühn) Glockenweihe Küllstedt (Foto: Ilka Kühn)

Die Glockenweihe heute hat der Bischöfliche Kommissarius und Probst Hartmut Gremler vorgenommen. Im Hochamt sagte er in seiner Predigt, dass die Küllstedter in diesem Jahr eine besondere Kirmes feiern mit der Weihe der beiden neuen Glocken, die nach Fertigstellung des neuen Kirchturms ihren Platz dort finden werden. Einige Küllstedter waren beim Glockenguss dabei. Das seien Ereignisse, die nicht jeder Mensch in seinem Leben erfahren könne, sagte der Probst.

Durch Spenden konnten die neuen Glocken gegossen werden, u.a. von Erlösen aus den Passionsspielen und privaten Spenden. Gemeinsam mit der alten Glocke werden die drei künftig im Dreiklang ertönen.

In seiner Predigt ging er weiter auf den Dreiklang im Leben ein. Wenn ich um den Dreiklang weiß, dann höre ich die Glocken anders, sagte er. Man solle auf den Ruf hören: seid fröhlich in der Hoffnung, was sicher nicht immer leicht sei. Probst Gremler verwies auch auf den Aufruf von Papst Franziskus zum Fasten und Beten am gestrigen Tag für Syrien.

In seiner langjährigen Tätigkeit bei den Soldaten der Bundeswehr war er oft mit ihnen unterwegs in Gegenden, wo keine Kirche war und habe sich gefreut, wenn er dann wieder Glocken hörte, sagte Hartmut Gremler. Es sei der dritte Glockenton, der zum Beten anhält. Beharrlichkeit im Gebet auch zu Hause und nicht nur beim sonntäglichen Gottesdienst, legte er den Gläubigen nahe, beharrlich mit Gott im Gespräch bleiben. Möge der Dreiklang fröhlich in der Hoffnung, geduldig im Trübsal, beharrlich im Gebet - uns zur Lebensantwort werden, schloss der Probst die Predigt.

Glockenweihe Küllstedt (Foto: Ilka Kühn)
Glockenweihe Küllstedt (Foto: Ilka Kühn)
Glockenweihe Küllstedt (Foto: Ilka Kühn)
Glockenweihe Küllstedt (Foto: Ilka Kühn)
Glockenweihe Küllstedt (Foto: Ilka Kühn)
Glockenweihe Küllstedt (Foto: Ilka Kühn)
Autor: en

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