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Mo, 15:27 Uhr
16.09.2013

Kurze Wege für Mühlhäuser zur A38

Beim ersten Mühlhäuser Wirtschaftsforum im Nachbarkreis wurde heute auch davon gesprochen, wie es auf Straße und Schiene weitergehen soll. U.a. sagte Thüringens Verkehrsminister, dass für die Ortsumgehung Kallmerode die Planungsvoraussetzungen geschaffen sind...

„Mühlhausen ist als Mittelzentrum mit Teilfunktionen eines Oberzentrums der Kristallisationspunkt zur Entwicklung der ganzen Region Nordwestthüringen. Nach der erfolgreichen Stabilisierung der Altstadt – dem zweitgrößten Flächendenkmal in Thüringen – ist in den nächsten Jahren die Neuausrichtung der Görmar-Kaserne eine zentrale Herausforderung. Das Land steht bei der Umnutzung der Bundeswehrkaserne an der Seite der Kommune.

Die Landesentwicklungsgesellschaft (LEG) erarbeitet momentan ein Nutzungskonzept für die Zeit ab 2015. Die Unterstützung des Bundes ist dabei zur Weiterentwicklung des Standortes unerlässlich. Wir müssen die schmerzhafte Entscheidung der Bundeswehr als Chance für die Weiterentwicklung der Stadt nutzen“, sagte heute in Mühlhausen der Minister für Bau, Landesentwicklung und Verkehr, Christian Carius, beim 1. Mühlhäuser Wirtschaftsforum.

Die Stadt Mühlhausen hatte unmittelbar nach der Wende den Sanierungsprozess der Altstadt eingeleitet und ordnet ihm bis heute höchste Priorität zu. So konnten der Stadt bis Ende 2012 insgesamt knapp 58 Millionen Euro Städtebaufinanzhilfen bewilligt werden. Das Ergebnis ist ein weitgehend saniertes, lebendiges Ensemble aus Geschäfts- und Wohnhäusern. Der im Rahmen der Bundeswehrreform ab 2015 wegfallende Standort der Görmar-Kaserne liegt am nordöstlichen Stadtrand von Mühlhausen.

Seit 1990 wurden etwa 52 Millionen Euro durch den Bund in die Liegenschaft investiert. Infrastruktur, Bausubstanz und Ausstattung sind daher in einem guten Zustand und stehen somit für ganz unterschiedliche Entwicklungsmöglichkeiten zur Verfügung. Die LEG überprüft bei ihrem Nutzungskonzept für das Gelände auch gleich die Machbarkeit in Abstimmung mit den konkreten Vorstellungen interessierter Investoren.

In weniger als 20 Minuten zur Autobahn
„Eine gute Verkehrs- und Infrastrukturpolitik bleibt dabei die Grundlage für eine erfolgreiche Wirtschaftsentwicklung in ganz Nordwestthüringen“, so Carius weiter. „Bis 2020 sollen 90 Prozent der Thüringer eine Autobahn in weniger als 20 Minuten erreichen. Der schnelle Anschluss Mühlhausen an die A 38 im Norden und die A 4 im Süden und die Entlastung der Anwohner an der Strecke ist deshalb ein Schwerpunkt unserer Verkehrspolitik.

Mit dem Bau der Ortsumgehungen von Leinefelde, Dingelstädt und Langensalza haben wir das Projekt gut vorangebracht. Für die Ortsumgehungen Kallmerode, Mühlhausen und Großengottern haben wir die Planungsvoraussetzungen geschaffen. Deshalb dringt die Landesregierung beim Bund für die notwendigen Mittel von rund 130 Millionen Euro zum weiteren Ausbau der B 247. Es gilt, die künftige Bundesregierung bei der Fortschreibung des Bundesverkehrswegeplans von einer zügigen Bereitstellung der Mittel für diese Investitionen in den Straßenbau zu überzeugen.“

„Auch beim Schienenverkehr haben wir die Interessen Mühlhausens im Blick. Als Land richten wir eine neue Expresslinie auf der Strecke Erfurt-Mühlhausen-Kassel ein“, so Carius weiter. „Für den Bundesverkehrswegeplan 2015 haben wir darüber hinaus die Schließung der Elektrifizierungslücke von 65 Kilometern zwischen Gotha, Mühlhausen und Leinefelde beim Bund angemeldet. Hier könnte eine interessante, neue Fernverkehrsrelation zwischen dem Ruhrgebiet quer durch Thüringen bis nach Sachsen entstehen.“
Autor: en

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