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Do, 15:13 Uhr
14.11.2013

„Die Rückkehr der Wölfe“

Über viele Jahrhunderte wurde der Wolf in Europa gnadenlos vom Menschen verfolgt. Bewusst geschürter Hass, Ängste und Konkurrenzdenken waren die Motive für dieses Handeln, was letztlich zur Ausrottung des Wolfes in weiten Teilen Europas führte...

Nahezu ausgerottet (Foto: NABU) Nahezu ausgerottet (Foto: NABU)

Ein Umdenken und der daraus resultierende gesetzlich verankerte Schutz des Wolfes ermöglichte in den letzten Jahrzehnten eine Erholung der Wolfspopulationen unseres Kontinents. Wölfe breiten sich dadurch wieder aus und wandern allmählich in die geeigneten Lebensräume ihres einstigen Verbreitungsgebiets zurück. Auch in Deutschland gibt es seit 23 Jahren wieder Wölfe. So gibt es Wolfsfamilien bereits in Sachsen, Brandenburg, Mecklenburg, Sachsen-Anhalt und Niedersachsen.

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Auch Thüringen wird von den Experten als Wolfserwartungsland angesehen. Denn die Natur- und Kulturlandschaft Thüringens ist durchaus geeignet, um wieder Heimat für Wölfe zu werden. Außerdem treffen in Thüringen zwei Einwanderungsrouten zusammen, eine aus dem Alpenraum im Süden und eine andere aus den polnischen Regionen im Osten. Möglicherweise wandern bereits Wölfe unbemerkt durch unseren Freistaat. Eine offizielle Bestätigung fehlt aber noch. Mit einem Managementplan, welcher den Umgang mit möglichen Konflikten zwischen Mensch und Wolf regeln soll, hat sich Thüringen auf den Wolf gut vorbereitet.

Wer mehr über die Geschichte der Ausrottung und Wiederkehr des Wolfes, über seine Biologie und Lebensweise sowie die ökologischen Auswirkungen seiner Anwesenheit erfahren möchte, ist ganz herzlich zum Vortragsabend des NABU-Obereichsfeld e.V. eingeladen.

Dieser findet am Freitag, den 22. November um 19:00 Uhr im NABU-Naturschutzzentrum, Klosterstraße 5 in Reifenstein statt. Der Referent ist der Diplom-Biologe und NABU-Wolfsbotschafter Arne Willenberg.
Autor: red

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