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Di, 12:21 Uhr
14.01.2014

Blinde und Sehbehinderte unterwegs

Einer Einladung in den Thüringer Landtag und zum Europaparlament sind Blinde und Sehbehinderte nach Erfurt und Strasbourg gefolgt und haben dort einmal Platz genommen, wo sonst die Abgeordneten sitzen...

Im Landtag (Foto: Silke Senge) Im Landtag (Foto: Silke Senge)

Mit einer besonderen Führung begann für die Mitglieder des Blinden- und Sehbehindertenverbandes aus dem Eichsfeld ein Besuch auf Einladung der Landtagsabgeordneten Dr. Johanna Scheringer-Wright, DIE LINKE, im Thüringer Landtag. Roland Büttner vom Besucherdienst empfing die Gäste direkt im Plenarsaal.

Die Sehgeschädigten, unter ihnen auch einige Mitglieder der Linkspartei aus dem Eichsfeld und dem Verein der in der DDR geschiedenen Frauen e. V., durften ausnahmsweise einmal dort Platz nehmen, wo sonst nur die Abgeordneten sitzen. Von dort lauschten sie den Ausführungen von Roland Büttner über die Arbeitsweise und die Sitzverteilung im Parlament. Er erläuterte an einem Beispiel wie die Redezeit berechnet wird und informierte auch darüber, dass Plenarsitzungen des Thüringer Landtages im Internet übertragen und auf einer Videoleinwand in der Landtagskantine zu sehen sind.

Und jeder Bürger habe das Recht, sich einzeln oder in der Gemeinschaft mündlich oder schriftlich an den Bürgerbeauftragten des Freistaates Thüringen zu wenden. Dazu erhielten die Gäste aus dem Eichsfeld ein Faltblatt mit weiteren Informationen. Nach Aussagen von Büttner ist auch der Petitionsausschuss ein wichtiges Instrument, um sich mit einer Bitte oder Beschwerde an die Volksvertretung zu wenden.

Er ermutigte die Gäste, bei Bedarf von diesem Recht Gebrauch zu machen. Während des Vortrages im Plenarsaal war auch die Abgeordnete Scheringer-Wright anwesend. Sie beantwortete gemeinsam mit Roland Büttner die Fragen der Besucher.

Zu einer Gesprächsrunde trafen sich dann die Gäste im Sitzungssaal „Käthe Dunker“. Neben Dr. Johanna Scheringer-Wright nahm auch Karola Stange, gleichstellungs- und behindertenpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE teil. Gesprochen wurde über die Ergebnisse der Bundestagswahl und deren möglichen Auswirkungen für die Bürger. Ein weiterer Schwerpunkt war das Thema Barrierefreiheit für Behinderte im öffentlichen Raum.

Das Landesblindengeld als Nachteilsausgleich ist nach Ansicht der Vertreter des Blinden- und Sehbehindertenverbandes immer noch zu niedrig. Sie wünschen sich einen angemessenen Betrag und Unterstützung beim Kampf um eine Erhöhung.

Nach dem Besuch des Parlamentes fuhren die Besucher aus dem Eichsfeld zum Stadtzentrum. Dort ließen sie sich vor der Kulisse von Dom und Severikirche auf dem nunmehr 163. Erfurter Weihnachtsmarkt Glühwein, Thüringer Bratwurst oder Nüsse und Mandeln schmecken.

Ebenfalls im vierten Quartal des Jahres 2013 weilte eine kleine Gruppe Blinder und Sehbehinderter aus dem Eichsfeld auf Einladung von Gabi Zimmer, DIE LINKE im französischen Strasbourg. Dort verfolgten sie auf der Besuchertribüne eine Plenarsitzung. Zuvor trafen die Besucher aus dem Eichsfeld die Europaabgeordnete der Linkspartei zu einer einstündigen Gesprächsrunde. Während einer Stadtrundfahrt in Strasbourg erfuhren sie dann Wissenswertes über die Geschichte und Sehenswürdigkeiten der Stadt im französischen Elsass. Und es blieb auch noch genug Zeit, um die Stadt auf eigene Faust zu erkunden.
Autor: en

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