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Mi, 17:16 Uhr
22.01.2014

Starkstromtrasse durchs Eichsfeld?

Die Ausbau-Pläne von Starkstromtrassen bleiben umstritten. Das Eichsfeld könnte betroffen sein. Thüringens Landesentwicklungsministr Christian Carius plädiert für faire Lastenteilung.

„Die Energiewende ist wichtig. Zusätzliche Starkstromtrassen in Thüringen lehne ich jedoch weiterhin entschieden ab. Wir sind nicht der energetische Packesel der Nation. Wir brauchen dringend eine faire Lastenverteilung für die Umsetzung der Energiewende in Deutschland.“ Das erklärte heute Landesentwicklungsminister Christian Carius anlässlich der öffentlichen Debatte um Bundes-Pläne für den Bau von weiteren so genannten Hochspannungs-Gleichstrom-Übertragungen (HGÜ).

„Fakt ist“, so der Minister weiter, „das wir mit der Thüringer Strombrücke durch den Thüringer Wald bereits einen maßgeblichen Beitrag zur Umsetzung der Energiewende in Deutschland geleistet haben. Eine nicht tragbare Belastung einzelner Regionen und Landschaftsräume muss jetzt unbedingt vermieden werden. Deshalb sind weitere Starkstromtrassen durch den Freistaat nicht akzeptabel und gefährden im Übrigen auch die Akzeptanz der Bürger für die Energiewende.“

In diesem Zusammenhang bekräftigte Carius seine Forderung für den geplanten östlichen Stromkorridor entlang der Bundesautobahn A 9 Alternativprüfungen außerhalb Thüringens zu berücksichtigen. „Diese Position werde ich weiterhin mit Nachdruck gegenüber der Bundesnetzagentur und den Übertragungsnetzbetreibern vertreten.“

Hintergrund

Thüringen ist im aktuellen Bundesbedarfplan mit dem HGÜ-Korridor D von Bad Lauchstädt bei Halle bis Meitingen bei Augsburg und mit dem HGÜ-Korridor C von Wilster bei Itzehoe (Schleswig-Holstein) bis Grafenrheinfeld (Bayern) gelistet. Während hinsichtlich des HGÜ-Korridors C eine Alternativtrasse durch Hessen in Betracht gezogen wird, ist im HGÜ-Korridor D eine alternative Trassenführung außerhalb Thüringens (über Sachsen) bislang nicht vorgesehen.

Die für den HGÜ-Korridor D verantwortlichen Übertragungsnetzbetreiber 50Hertz und Amprion haben bereits am 14. Januar 2014 einen Vorzugstrassenkorridor entlang der Bundesautobahn A 9 bekannt gemacht. Die ursprünglich erwogene Querung des Thüringer Waldes parallel zur Thüringer Strombrücke ist damit vom Tisch.

Die für den HGÜ-Korridor C zuständigen Netzbetreiber TenneT und TransnetBW haben bisher keinen Vorzugstrassenkorridor vorgeschlagen.

Nach aktuellem Planungsstand der Grobkorridore könnten in Thüringen die Landkreise Eichsfeld, Unstrut-Hainich-Kreis, Kyffhäuserkreis, Sömmerda, Gotha, Wartburgkreis, Schmalkalden-Meiningen und Hildburghausen sowie die kreisfreie Stadt Eisenach betroffen sein. Die finale Entscheidung über den Verlauf von bundesweiten Korridoren trifft die Bundesnetzagentur.

Die Thüringer Landesregierung hat bereits am 26. November 2013 zu den Stromtrassenplänen des Bundes klar Stellung bezogen und deutlich gemacht, dass
1.) der Neubau weiterer Höchstspannungsleitungen zu einer unverhältnismäßigen Belastung Thüringens führen würde,

2.) die Thüringer Raumordnungspläne bei den weiteren Planungen zwingend zu berücksichtigen sind,

3.) eine weitere Querung des Thüringer Waldes mittels einer Höchstspannungsleitung abgelehnt wird und

4.) im Korridor D ein östlicher Grobkorridor außerhalb Thüringens in die Alternativenprüfung mit einzubeziehen ist.
Autor: en

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