Mi, 07:18 Uhr
26.03.2014
Thema Flüchtlinge im Kreistag
Im Kreistag heute in Heilbad Heiligenstadt soll u.a. darüber beraten werden, ob der Kreis künftig die Flüchtlingsunterbringung nicht mehr privat vergibt, sondern selbst in die Hand nimmt....
Mit dieser als Antrag formulierten Bitte an den Chef der Kreisverwaltung möchte die SPD-Grünen-Fraktion künftig mehr Gestaltungsspielraum erreichen, um Flüchtlinge leichter dezentral unterbringen zu können und generell von der kasernierten Unterbringung abzukommen.
Und schon im Vorfeld dieser Diskussion schlagen die Wellen bei einigen CDU-Lokalpolitikern hoch, als wären sie dadurch zutiefst in ihrer Ehre verletzt und lassen sich zu giftigen Äußerungen gegenüber dem Fraktionsvorsitzenden der SPD-Grünen-Fraktion im Kreistag hinreißen.
Die SPD-Grünen-Fraktion wirbt seit Jahren für eine dezentrale Unterbringung von Flüchtlingen – vor allem von Familien. Die jetzige Situation ist keine Zierde für das Eichsfeld. Selbstverständlich gibt es viele redliche Bemühungen, sich darum zu kümmern und integrativ zu wirken. Das ist sehr lobenswert. Dennoch kann die derzeitige Situation nicht befriedigen: Die Unterkunft wäre nach Ansicht der SPD-Grünen-Fraktion aktuell nicht mehr genehmigungsfähig und die geografische Lage muss objektiv als isoliert bezeichnet werden – auch wenn sie in der Nähe des größten Dorfes des Eichsfeldes ist.
Bei Flüchtlingsorganisationen ist die Gemeinschaftsunterkunft Breitenworbis eine der meist-kritisierten in Thüringen. Andere Landkreise schließen ihre Gemeinschaftsunterkünfte zugunsten von städtischer Einzelunterbringung mit guter Anbindung oder haben dies bereits getan.
Es ist eine grundsätzliche Einstellung, wie man Menschen begegnet, die aus tiefster Not nach Deutschland geflüchtet sind – ob man ihnen monate- und jahrelang nur eine dürftige Duldung unterhalb der Sozialhilfe zuteil werden lässt oder eine wirkliche Integration in die Gesellschaft. Denn niemand weiß, wie lange Fluchtgründe bestehen. Wir wollen unser Verantwortung für ein menschenwürdiges Leben aller im Eichsfeld lebenden Menschen gerecht werden.
Michael Hoffmeier
Autor: enMit dieser als Antrag formulierten Bitte an den Chef der Kreisverwaltung möchte die SPD-Grünen-Fraktion künftig mehr Gestaltungsspielraum erreichen, um Flüchtlinge leichter dezentral unterbringen zu können und generell von der kasernierten Unterbringung abzukommen.
Und schon im Vorfeld dieser Diskussion schlagen die Wellen bei einigen CDU-Lokalpolitikern hoch, als wären sie dadurch zutiefst in ihrer Ehre verletzt und lassen sich zu giftigen Äußerungen gegenüber dem Fraktionsvorsitzenden der SPD-Grünen-Fraktion im Kreistag hinreißen.
Die SPD-Grünen-Fraktion wirbt seit Jahren für eine dezentrale Unterbringung von Flüchtlingen – vor allem von Familien. Die jetzige Situation ist keine Zierde für das Eichsfeld. Selbstverständlich gibt es viele redliche Bemühungen, sich darum zu kümmern und integrativ zu wirken. Das ist sehr lobenswert. Dennoch kann die derzeitige Situation nicht befriedigen: Die Unterkunft wäre nach Ansicht der SPD-Grünen-Fraktion aktuell nicht mehr genehmigungsfähig und die geografische Lage muss objektiv als isoliert bezeichnet werden – auch wenn sie in der Nähe des größten Dorfes des Eichsfeldes ist.
Bei Flüchtlingsorganisationen ist die Gemeinschaftsunterkunft Breitenworbis eine der meist-kritisierten in Thüringen. Andere Landkreise schließen ihre Gemeinschaftsunterkünfte zugunsten von städtischer Einzelunterbringung mit guter Anbindung oder haben dies bereits getan.
Es ist eine grundsätzliche Einstellung, wie man Menschen begegnet, die aus tiefster Not nach Deutschland geflüchtet sind – ob man ihnen monate- und jahrelang nur eine dürftige Duldung unterhalb der Sozialhilfe zuteil werden lässt oder eine wirkliche Integration in die Gesellschaft. Denn niemand weiß, wie lange Fluchtgründe bestehen. Wir wollen unser Verantwortung für ein menschenwürdiges Leben aller im Eichsfeld lebenden Menschen gerecht werden.
Michael Hoffmeier