Di, 14:15 Uhr
29.04.2014
Leserbrief: Keine neue Verwaltung!
Das Thema Standort der Stadtverwaltung der Stadt Leinefelde-Worbis ist für die Einwohner des Stadtteiles Worbis noch genauso aktuell wie zu Beginn der Debatte. Aus diesem Grund traf sich eine Gruppe mehrere Bürger stellvertretend für viele interessierte Worbiser, die die gleiche Meinung über das Thema haben...
Es gibt keinen Handlungsbedarf an den jetzigen Verwaltungsstrukturen der Stadt etwas zu ändern, so der einheitliche Tenor. Das heißt, der Stadtteil Worbis muss die heutigen Ämter und Behörden beibehalten. Es darf keinen Neubau für eine zentrale Verwaltung in Leinefelde geben. Dafür gibt es ausreichend Gründe, wie z. B. die schrumpfende Bevölkerungszahl der Einheitsstadt, die Kosten für einen Neubau müssen durch Kommunalkredite finanziert werden, der Mangel an Konzepten für die dann leer gezogenen Gebäude und der Mietvertrag für das Objekt Wasserturm, welcher noch bis 2022 läuft.
Alle Bürger waren sich bei dem oben genannten Treffen einig, dass nach dem Aderlass an Verwaltung und Behörden in der ehemaligen Kreisstadt endlich ein Signal gesetzt werden muss, damit nicht auch noch die im Jahr 2004 vom damaligen Stadtrat einstimmig beschlossene Stadtverwaltung, aus unserem Stadtteil verschwindet.
Das Vertrauen der Bürger unseres Stadtteiles in die Stadträte und in den Bürgermeister ist nicht sonderlich groß. Viel zu oft wurde etwas versprochen und wenig gehalten. Unter anderem sollte Worbis als touristisches Zentrum der Einheitsstadt weiter entwickelt werden. Bis heute gibt es kein schlüssiges Konzept dazu. Im Gegenteil: Investitionen auf diesem Gebiet wurden an anderer Stelle getätigt. Genauso dürftig wie das Vertrauen ist auch die Kommunikation zwischen Stadtrat, Bürgermeister und Bürgern in unserer Stadt (Stichwort: Bürgerversammlungen).
Um letzteres zu verbessern, wollten wir mit allen Fraktionsvorsitzenden des Stadtparlaments zum Thema Verwaltungssitz der Einheitsstadt diskutieren. Schließlich muss der Bürger vor einer Wahl Meinungen und Positionen der einzelnen Parteien im Stadtrat kennen. Da wir keine Plattform für einen Wahlkampf bieten wollten, luden wir die Fraktionsvorsitzenden mit zwei bis drei Vertretern getrennt zu unterschiedlichen Terminen ein.
Am 1. April trafen sich mehrere Bürger unserer Gruppe mit Frau Seidenstücker und Herrn Schulze von der SPD-Fraktion, sowie mit Herrn Hertam von den LINKEN. Auf Grund des Mietvertrages für den Wasserturm bis 2022 gäbe es aktuell keinen Handlungsbedarf zum Thema Verwaltung, so die drei Gäste. Sie sprachen sich zudem für eine dezentrale Verwaltung aus d.h. die städtische Verwaltung soll an beiden Standorten erhalten bleiben. Genaueres ließen sie offen.
Am 3. April trafen wir uns in ähnlich großer Runde mit dem Fraktionsvorsitzenden der CDU im Stadtrat Herrn Funke, mit dem Ortssteilbürgermeister vom Stadtteil Leinefelde Herrn Klapprott und dem Kandidaten der CDU für den Ortsteilbürgermeister Worbis Herrn Rehbein. Während sich Herr Rehbein konkret für den Erhalt der Verwaltung an den jetzigen Standorten einsetzen will, sprachen sich die beiden Führungskräfte der CDU zwar für einen ausgewogenen Anteil an Verwaltung in beiden Stadtteilen aus und äußerten sich klar für den Erhalt des Verwaltungsgebäudes Rentamt. Bezüglich des Verwaltungsgebäudes Kaufeck waren die Aussagen weniger positiv.
Eine ausgewogene Verwaltung ist unserer Meinung nach nur mit allen bestehenden Verwaltungsgebäuden in Worbis möglich ist, denn ohne das Verwaltungsgebäude Kaufeck würde es sich lediglich um einen Alibiverwaltungssitz handeln.
Viel konkreter waren die Aussagen, des in den letzten Jahren nicht sehr glücklich agierenden Herrn Jaworski von den Freien Wählern am 8. April. Er, sowie zwei Tage später der Vertreter der ÖDP Herr Mai, wollen sich dafür stark machen, dass die Behörden und Ämter an den Standorten in Worbis wie bisher erhalten bleiben sollen.
Stellt sich nur die Frage: Warum kam aus diesen Reihen eine Stellungnahme so spät? Als Fazit der Diskussionsrunde kann man mitnehmen:
alle genannten Personen sind für eine dezentrale Stadtverwaltung (wobei dezentral unterschiedlich definiert wird), für eine bessere Bürgerinformation und für die Einbeziehung des Bürgers in Entscheidungen.
Hoffentlich ist dies kein leeres Gerede vor der Wahl. Wir appellieren an das Demokratieverständnis der zukünftigen Stadträte. Eins ist sicher: wir werden auch in Zukunft unseren Volksvertretern genau auf die Finger schauen.
J. Wiedenbruch, E. und H. Grimm, E. Senft und P. Weißbach aus Worbis
Autor: enEs gibt keinen Handlungsbedarf an den jetzigen Verwaltungsstrukturen der Stadt etwas zu ändern, so der einheitliche Tenor. Das heißt, der Stadtteil Worbis muss die heutigen Ämter und Behörden beibehalten. Es darf keinen Neubau für eine zentrale Verwaltung in Leinefelde geben. Dafür gibt es ausreichend Gründe, wie z. B. die schrumpfende Bevölkerungszahl der Einheitsstadt, die Kosten für einen Neubau müssen durch Kommunalkredite finanziert werden, der Mangel an Konzepten für die dann leer gezogenen Gebäude und der Mietvertrag für das Objekt Wasserturm, welcher noch bis 2022 läuft.
Alle Bürger waren sich bei dem oben genannten Treffen einig, dass nach dem Aderlass an Verwaltung und Behörden in der ehemaligen Kreisstadt endlich ein Signal gesetzt werden muss, damit nicht auch noch die im Jahr 2004 vom damaligen Stadtrat einstimmig beschlossene Stadtverwaltung, aus unserem Stadtteil verschwindet.
Das Vertrauen der Bürger unseres Stadtteiles in die Stadträte und in den Bürgermeister ist nicht sonderlich groß. Viel zu oft wurde etwas versprochen und wenig gehalten. Unter anderem sollte Worbis als touristisches Zentrum der Einheitsstadt weiter entwickelt werden. Bis heute gibt es kein schlüssiges Konzept dazu. Im Gegenteil: Investitionen auf diesem Gebiet wurden an anderer Stelle getätigt. Genauso dürftig wie das Vertrauen ist auch die Kommunikation zwischen Stadtrat, Bürgermeister und Bürgern in unserer Stadt (Stichwort: Bürgerversammlungen).
Um letzteres zu verbessern, wollten wir mit allen Fraktionsvorsitzenden des Stadtparlaments zum Thema Verwaltungssitz der Einheitsstadt diskutieren. Schließlich muss der Bürger vor einer Wahl Meinungen und Positionen der einzelnen Parteien im Stadtrat kennen. Da wir keine Plattform für einen Wahlkampf bieten wollten, luden wir die Fraktionsvorsitzenden mit zwei bis drei Vertretern getrennt zu unterschiedlichen Terminen ein.
Am 1. April trafen sich mehrere Bürger unserer Gruppe mit Frau Seidenstücker und Herrn Schulze von der SPD-Fraktion, sowie mit Herrn Hertam von den LINKEN. Auf Grund des Mietvertrages für den Wasserturm bis 2022 gäbe es aktuell keinen Handlungsbedarf zum Thema Verwaltung, so die drei Gäste. Sie sprachen sich zudem für eine dezentrale Verwaltung aus d.h. die städtische Verwaltung soll an beiden Standorten erhalten bleiben. Genaueres ließen sie offen.
Am 3. April trafen wir uns in ähnlich großer Runde mit dem Fraktionsvorsitzenden der CDU im Stadtrat Herrn Funke, mit dem Ortssteilbürgermeister vom Stadtteil Leinefelde Herrn Klapprott und dem Kandidaten der CDU für den Ortsteilbürgermeister Worbis Herrn Rehbein. Während sich Herr Rehbein konkret für den Erhalt der Verwaltung an den jetzigen Standorten einsetzen will, sprachen sich die beiden Führungskräfte der CDU zwar für einen ausgewogenen Anteil an Verwaltung in beiden Stadtteilen aus und äußerten sich klar für den Erhalt des Verwaltungsgebäudes Rentamt. Bezüglich des Verwaltungsgebäudes Kaufeck waren die Aussagen weniger positiv.
Eine ausgewogene Verwaltung ist unserer Meinung nach nur mit allen bestehenden Verwaltungsgebäuden in Worbis möglich ist, denn ohne das Verwaltungsgebäude Kaufeck würde es sich lediglich um einen Alibiverwaltungssitz handeln.
Viel konkreter waren die Aussagen, des in den letzten Jahren nicht sehr glücklich agierenden Herrn Jaworski von den Freien Wählern am 8. April. Er, sowie zwei Tage später der Vertreter der ÖDP Herr Mai, wollen sich dafür stark machen, dass die Behörden und Ämter an den Standorten in Worbis wie bisher erhalten bleiben sollen.
Stellt sich nur die Frage: Warum kam aus diesen Reihen eine Stellungnahme so spät? Als Fazit der Diskussionsrunde kann man mitnehmen:
alle genannten Personen sind für eine dezentrale Stadtverwaltung (wobei dezentral unterschiedlich definiert wird), für eine bessere Bürgerinformation und für die Einbeziehung des Bürgers in Entscheidungen.
Hoffentlich ist dies kein leeres Gerede vor der Wahl. Wir appellieren an das Demokratieverständnis der zukünftigen Stadträte. Eins ist sicher: wir werden auch in Zukunft unseren Volksvertretern genau auf die Finger schauen.
J. Wiedenbruch, E. und H. Grimm, E. Senft und P. Weißbach aus Worbis