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Fr, 13:33 Uhr
27.06.2014

Verfahren wegen Bandenhehlerei abgeschlossen

Eine "der bestorganisierten und größten Banden der letzten beiden Jahrzehnte" sei die Hehlerbande aus dem Raum Nordhausen gewesen, die Beute im Wert vom 1,2 Millionen Euro gemacht hatte. Das Ermittlungsverfahren gegen die mutmaßlichen Hehler fand diese Woche seinen Abschluss...


Die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Gera (StA) und des Landeskriminalamtes Thüringen (TLKA) gegen eine Bande aus dem Raum Nordhausen wegen des Verdachtes der Gewerbsmäßigen Bandenhehlerei und anderer Verfahren sind abgeschlossen.

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Im Ursprungsverfahren wurde am 16.10.2013 Anklage erhoben. Die Hauptverhandlung läuft sei dem 14.04.2014 in Mühlhausen und ist gegenwärtig bis Ende September terminiert. Im Verurteilungsfall beträgt die Strafe für gewerbsmäßige Bandenhehlerei zwischen 1 und 10 Jahren.

In der heutigen Pressekonferenz im TLKA sagte dazu Polizeidirektor Jens Kehr, Ständiger Vertreter des Präsidenten des TLKA: "Die hier seit Oktober 2012 laufenden umfangreichen Ermittlungen richteten sich gegen eine der bestorganisierten und größten Banden der letzten beiden Jahrzehnte in Thüringen. Diese Verfahren stellten die Ermittler aufgrund der höchst kriminellen Vorgehensweise der Täter vor Herausforderungen, denen mit einem hohen Maß an kriminalistischer Expertise und motiviertem Einsatz begegnet wurde".

Im gesamten Verfahrenskomplex wurde den 34 deutschen Beschuldigten im Alter zwischen 22 und 53 Jahren ein Beutewert in Höhe von 1,2 Millionen Euro nachgewiesen.

Die Beamten durchsuchten mehr als 100 Wohnungen und Firmen. Bei einem dieser Einsätze waren etwa 300 Beamte im Einsatz. Das TLKA wurde dabei von der Bereitschaftspolizei Thüringen, dem Technischen Hilfswerk, dem Zoll und der Feuerwehr unterstützt. Gemeinsam mit der StA Gera erwirkten die Ermittler elf Haftbefehle gegen neun Beschuldigte. Davon befinden sich heute noch fünf Tatverdächtige in Untersuchungshaft. Mit den Ermittlungen gingen auch vermögenssichernde Maßnahmen einher. Hier sicherten die Ermittler 400.000 Euro.

Die Täter agierten bundesweit und verübten Straftaten im Bereich der Schweren Eigentumskriminalität - genauer gesagt der gewerbsmäßigen Bandenhehlerei. Darüber hinaus ermittelten die StA Gera und das TLKA wegen des Verdachtes des Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz, wegen Verstoßes gegen das Waffengesetz und versuchten Totschlags. Bereits in der Pressekonferenz im Mai 2013 und in Presseveröffentlichungen des vergangenen Jahres wurde Diebesgut wie Motorräder und Jetski gezeigt.
Heute konnten unter anderem Einbruchswerkzeug, gestohlene Motorradkleidung, Fälschungswerkzeug und Waffen (Gewehre) präsentiert werden.

"Wir gehen heute davon aus, dass die Bande in wechselnder Zusammensetzung bereits seit Mitte der 90er Jahre bundesweit Fahrzeuge entwendete, professionell wieder "legalisierte" und dann weiterverkaufte. Die Fälschungen sind mit der Zeit so weiterentwickelt worden, dass diese bei einer normalen Überprüfung der Fahrzeuge nicht aufgefallen sind", sagte Kriminaldirektor Ralf Schmidtmann, der Leiter des Dezernates Organisierte Kriminalität. In diesem Zusammenhang ermittelten die Beamten auch gegen Mitarbeiter von TÜV und Dekra sowie einen Schilderdienst.

Die Täter entwendeten aber nicht nur diverse Fahrzeuge. Ihnen wurden beispielsweise Diebstahlshandlungen von Zigaretten in Bremen, von Markenkleidung in Granschütz/Sachsen-Anhalt und von Markenwerkzeug in Sondershausen nachgewiesen. Bei dem benannten Ermittlungsverfahren wegen des Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz wurde drei männlichen Beschuldigten die Rauschgiftbeschaffung aus Tschechien mittels Tarnidentitäten nachgewiesen. Die Täter sollen 200 g Metamfetamin per Post nach Deutschland versandt haben.

Das Verfahren wegen versuchten Totschlags an einem Jäger aus dem Jahr 2011 wurde ebenfalls in diesem Zusammenhang bearbeitet. Ein Jäger traf am 9. April 2011 in einem Wald bei Appenrode auf eine Gruppe von Motorcrossfahrern. Einer der sieben Kradfahrer reagierte aggressiv und endete das Treffen mit einer körperlichen Auseinandersetzung.

Der Jäger wurde mehrfach geschlagen und getreten. Er erlitt schwere Verletzungen darunter mehrere Verletzungen im Gesichtsbereich. Nach den jetzt geführten Ermittlungen rekonstruierten die Ermittler den Tatablauf. Es besteht der Verdacht, dass die 30 - 40jährigen Beschuldigten Angehörige der Nordhäuser Bande sind.
Autor: red

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Kommentare
Boris Weißtal
27.06.2014, 13:56 Uhr
???
Das Verfahren ist abgeschlossen aber die Hauptverhandlung läuft bis September? Vielleicht stehe ich auf´ner Leitung aber kapieren tue ich es nicht. Kann die Red. mal helfen?
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Anmerk. d. Red: Ermittlungsverfahren - siehe kompletten Text.
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