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Mi, 10:17 Uhr
09.07.2014

Trend nach unten

Die Thüringer Amtsgerichte entschieden in den ersten vier Monaten 2014 über 1 014 Insolvenzverfahren. Einzelheiten und Fakten dazu wie immer in Ihren Nordthüringer Online-Zeitungen...

Grafik (Foto: TLS) Grafik (Foto: TLS)
Davon entfielen 15,5 Prozent auf Unternehmen und 84,5 Prozent auf übrige Schuldner (natürliche Personen als Gesellschafter und Ähnliche, ehemals selbständig Tätige, private Verbraucher und Nachlässe).

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Damit verringerte sich nach Mitteilung des Thüringer Landesamtes für Statistik die Gesamtzahl der Insolvenzverfahren im Vergleich mit dem Vorjahreszeitraum um 18 Anträge bzw. 1,7 Prozent. 930 Verfahren bzw. 91,7 Prozent aller Insolvenzanträge wurden eröffnet. 78 Verfahren bzw. 7,7 Pro-zent wurden mangels Masse abgewiesen und sechs Verfahren endeten mit der Annahme eines Schuldenbereinigungsplanes.

Die voraussichtlichen Gläubigerforderungen bezifferten die Gerichte auf rund 151 Millionen Euro. Pro Verfahren standen Forderungen von durchschnittlich 149 Tausend Euro aus. Die Anzahl der Unternehmensinsolvenzen stieg in den ersten vier Monaten 2014 gegenüber 2013 um 14 Verfahren bzw. 9,8 Prozent auf 157 Unternehmen. Diese insolventen Unternehmen beschäftigten zum Zeitpunkt des Antrages noch 629 Arbeitnehmer.

Der wirtschaftliche Schwerpunkt der Unternehmensinsolvenzen lag mit 33 Verfahren im Baugewerbe, gefolgt vom Bereich Handel; Instandhaltung und Reparatur von Kraftfahrzeugen mit 26 Verfahren. Während die Anzahl der Unternehmensinsolvenzen im Baugewerbe um neun Insolvenzen anstieg, waren es im Handel; Instandhaltung und Reparatur von Kraftfahrzeugen zwei Verfahren weniger. Mit 23 insolventen Unternehmen gab es im Verarbeitenden Gewerbe vier Insolvenzen mehr als im Vorjahreszeitraum. In den Dienstleistungsbereichen verlief die Entwicklung des Insolvenzgeschehens dabei sehr unterschiedlich.

Nach Rechtsformen betrachtet mussten am häufigsten Gesellschaften mit beschränkter Haftung (81) sowie Einzelunternehmen, Freie Berufe und Kleingewerbe (56) Insolvenz anmelden. Bei den übrigen Schuldnern wurden in den ersten vier Monaten diesen Jahres 857 Verfahren gezählt, 32 Verfahren bzw. 3,6 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum.

Von 627 privaten Verbrauchern wurde von Januar bis April 2014 das Insolvenzrecht in Anspruch genommen. Das waren 45 Verfahren bzw. 6,7 Prozent weniger als in den ersten vier Monaten 2013. Weitere 210 Verfahren (Januar bis April 2013: 203 Verfahren) betrafen ehemals selbständig Tätige, die die erneute Aufnahme eines früheren Insolvenzverfahrens beantragten.
Autor: red

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