Sa, 08:01 Uhr
26.07.2014
Rettungshunde bei Lebenshilfe in Worbis
Ein richtiges Highlight erlebten die Bewohner der Tom -Mutters-Wohnstätte der Lebenshilfe Leinefelde-Worbis und ihre Gäste zum Sommerfest der Wohnstätte....
Die Eichsfelder Hundeschule war mit einer ausgedehnten Vorführung von tierischem Können zu Gast. Jacqueline Herwig und ihr Team zeigten unterhaltsam, wozu sie die Hunde durch intensives Training befähigen. Ihre Arbeit konzentriert sich auf die Bereiche Sozialisierung, Begleithundausbildung, Problemhundtherapie, Dogdancing, Agility und Behindertenassistenz-hundeausbildung.
In der Vorführung, die von kräftigen Regenschauern begleitet war, galt es Hindernisse zu bewältigen und zur Freude der Zuschauer kleine Kunststückchen vorzuführen. Besonders interessant war aber für alle zu sehen, wie ein Suchhund agiert.
Such- oder Rettungshunde werden ausgebildet, geprüft und eingesetzt von verschiedenen Hilfs- und Rettungsorganisationen wie ASB, Bundesverband Rettungshunde (BRH), Bundesverband zertifizierter Rettungshundestaffeln (BZRH), Deutscher Rettungshundeverein (DRV), Deutsches Rotes Kreuz, Johannitern, Maltesern, Technisches Hilfswerk, aber auch bei der Feuerwehr, der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) und in privaten Staffeln.
Obwohl der Hund bereits seit Jahrtausenden Haus- und Arbeitstier des Menschen ist, sind Rettungshunde eine recht moderne Erscheinung. Es finden sich in der Geschichte zwar immer wieder Fälle, in denen Hunde Menschenleben gerettet haben, aber systematisch genutzt wurden diese Fähigkeiten erst im 19. Jahrhundert.
Aufgrund des gut ausgeprägten Geruchssinnes des Hundes ist es möglich, mit relativ wenig Personal ein relativ großes Gebiet in ausreichend kurzer Zeit abzusuchen. Neben den klassischen Einsätzen bei der Suche nach Verschütteten, z. B. nach Erdbeben oder Lawinenabgängen, werden Rettungshunde bei der Suche nach einzelnen vermissten Personen eingesetzt.
Auch bei der Lebenshilfe hat man solch einen Einsatz erlebt und man ist dankbar, dass es Menschen gibt, die sehr viel Zeit in die Ausbildung von Rettungshunden stecken, um nach einer hilfsbedürftigen Person zu suchen. Es ist nicht einfach ein Hobby, das sich mit dem Hund beschäftigt. Der Rettungshundeführer muss Interesse an einer sinnvollen Aufgabe mitbringen, die er gemeinsam mit seinem Hund ausführt.
Die Rettungshundearbeit ist primär eine meist ehrenamtliche Hilfs- und Rettungstätigkeit, kein Hundesport um das Tier zu beschäftigen. Beim Mantrailing, das ebenfalls gezeigt wurde, folgt der Hund nicht Bodenverletzungen, sondern dem Individualgeruch eines bestimmten Menschen. Die Suche beginnt an dem letzten vermuteten Aufenthaltsort der Person, bevor diese verschwand.
Dem Personenspürhund (Mantrailer) wird an dieser sogenannten Abgangsstelle ein Geruchsgegenstand angeboten. Bei diesem Teil der Vorführung durften Bewohner der Tom – Mutters – Wohnstätte sich im Gelände verstecken und der Personenspürhund verfolgte die Spur, nachdem er an deren Taschentuch gerochen hatte.
Da konnte man sich noch so gut verstecken, man wurde vom Hund entdeckt. Der Unterschied zwischen einem Personenspürhund und anderen Suchhunden besteht darin, dass dieser bei der Suche verschiedene menschliche Gerüche voneinander unterscheiden kann und sich trotz vieler Ablenkungen ausschließlich an den Geruchsmerkmalen der gesuchten Person orientiert.
Es war spannend, zu sehen, mit welcher Ernsthaftigkeit Hundeführer und Hund bei der Sache sind. Christina Gaßmann, Leiterin der Wohnstätte bedankte sich im Namen der Gäste bei dem Team der Eichsfelder Hundeschule für den interessanten Einblick in ihre Arbeit. Schön, dass es Menschen gibt, die sich solch einer Aufgabe stellen und mit ihrem Tier in Notsituationen helfen können!
Gisela Reinhardt
Autor: enDie Eichsfelder Hundeschule war mit einer ausgedehnten Vorführung von tierischem Können zu Gast. Jacqueline Herwig und ihr Team zeigten unterhaltsam, wozu sie die Hunde durch intensives Training befähigen. Ihre Arbeit konzentriert sich auf die Bereiche Sozialisierung, Begleithundausbildung, Problemhundtherapie, Dogdancing, Agility und Behindertenassistenz-hundeausbildung.
In der Vorführung, die von kräftigen Regenschauern begleitet war, galt es Hindernisse zu bewältigen und zur Freude der Zuschauer kleine Kunststückchen vorzuführen. Besonders interessant war aber für alle zu sehen, wie ein Suchhund agiert.
Such- oder Rettungshunde werden ausgebildet, geprüft und eingesetzt von verschiedenen Hilfs- und Rettungsorganisationen wie ASB, Bundesverband Rettungshunde (BRH), Bundesverband zertifizierter Rettungshundestaffeln (BZRH), Deutscher Rettungshundeverein (DRV), Deutsches Rotes Kreuz, Johannitern, Maltesern, Technisches Hilfswerk, aber auch bei der Feuerwehr, der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) und in privaten Staffeln.
Obwohl der Hund bereits seit Jahrtausenden Haus- und Arbeitstier des Menschen ist, sind Rettungshunde eine recht moderne Erscheinung. Es finden sich in der Geschichte zwar immer wieder Fälle, in denen Hunde Menschenleben gerettet haben, aber systematisch genutzt wurden diese Fähigkeiten erst im 19. Jahrhundert.
Aufgrund des gut ausgeprägten Geruchssinnes des Hundes ist es möglich, mit relativ wenig Personal ein relativ großes Gebiet in ausreichend kurzer Zeit abzusuchen. Neben den klassischen Einsätzen bei der Suche nach Verschütteten, z. B. nach Erdbeben oder Lawinenabgängen, werden Rettungshunde bei der Suche nach einzelnen vermissten Personen eingesetzt.
Auch bei der Lebenshilfe hat man solch einen Einsatz erlebt und man ist dankbar, dass es Menschen gibt, die sehr viel Zeit in die Ausbildung von Rettungshunden stecken, um nach einer hilfsbedürftigen Person zu suchen. Es ist nicht einfach ein Hobby, das sich mit dem Hund beschäftigt. Der Rettungshundeführer muss Interesse an einer sinnvollen Aufgabe mitbringen, die er gemeinsam mit seinem Hund ausführt.
Die Rettungshundearbeit ist primär eine meist ehrenamtliche Hilfs- und Rettungstätigkeit, kein Hundesport um das Tier zu beschäftigen. Beim Mantrailing, das ebenfalls gezeigt wurde, folgt der Hund nicht Bodenverletzungen, sondern dem Individualgeruch eines bestimmten Menschen. Die Suche beginnt an dem letzten vermuteten Aufenthaltsort der Person, bevor diese verschwand.
Dem Personenspürhund (Mantrailer) wird an dieser sogenannten Abgangsstelle ein Geruchsgegenstand angeboten. Bei diesem Teil der Vorführung durften Bewohner der Tom – Mutters – Wohnstätte sich im Gelände verstecken und der Personenspürhund verfolgte die Spur, nachdem er an deren Taschentuch gerochen hatte.
Da konnte man sich noch so gut verstecken, man wurde vom Hund entdeckt. Der Unterschied zwischen einem Personenspürhund und anderen Suchhunden besteht darin, dass dieser bei der Suche verschiedene menschliche Gerüche voneinander unterscheiden kann und sich trotz vieler Ablenkungen ausschließlich an den Geruchsmerkmalen der gesuchten Person orientiert.
Es war spannend, zu sehen, mit welcher Ernsthaftigkeit Hundeführer und Hund bei der Sache sind. Christina Gaßmann, Leiterin der Wohnstätte bedankte sich im Namen der Gäste bei dem Team der Eichsfelder Hundeschule für den interessanten Einblick in ihre Arbeit. Schön, dass es Menschen gibt, die sich solch einer Aufgabe stellen und mit ihrem Tier in Notsituationen helfen können!
Gisela Reinhardt

