Sa, 13:31 Uhr
13.09.2014
Dieteröder Klippen werden gelichtet
Der Naturpark Eichsfeld, Hainich, Werratal kündigt Arbeiten bei den Dieteröder Klippen an. Jungbäume und Sträucher müssen dort entnommen oder zurückgeschnitten werden...
Die steile Hangkante der Dieteröder Klippen stellt eines der Wahrzeichen des Landkreises Eichsfeld dar. Über den Naturparkweg Leine-Werra, vom Deutschen Wanderverband als Qualitätsweg ausgezeichnet, genießen jedes Jahr eine Vielzahl von Besuchern den
atemberaubenden Panoramablick.
Aber auch für den Naturschutz spielen diese einzigartigen Kalkfelsen im Werrabergland eine übergeordnete Rolle, da sie verschiedene geschützte Lebensräume und Tier- und Pflanzenarten, wie z.B. verschiedene Orchideen (Mückenhändelwurz, Braunrote Stendelwurz), Schmetterlinge (Schwalbenschwanz), Vögel (Neuntöter) und Reptilien
(Zauneidechse) beherbergen.
Aus diesem Grund stellte man die Hänge der Dieteröder Kippen unter europäischen Schutz (FFH-Gebiet, SPA-Gebiet). Die Bundesrepublik Deutschland ist nach dem Bundesnaturschutzgesetz gegenüber der Europäischen Union verpflichtet, diese Lebensräume und Arten zu erhalten.
In den letzten beiden Jahrzehnten hat sich das Bild der Dieteröder Klippen sehr verändert. Ein starker Bewuchs aus Kiefern und Sträuchern überwuchert die Kalkfelsen und überwuchert neben der einzigartigen Aussicht auch die unter Schutz gestellten Lebensräume und verdrängt die schützenswerten Arten. Es muss schnell gehandelt werden, da bereits in den nächsten fünf Jahren einzelne Arten unwiederbringlich verloren gehen.
Aus diesem Grund soll von Mitte September 2014 bis Ende Februar 2015 mit Hilfe von Fördergeldern und unter Einsatz eines Schreitbaggers eine Vielzahl der Jungbäume und Sträucher entnommen werden. Der frühzeitige Beginn wird hier ausnahmsweise zugelassen, da die Arbeiten bei schlechten Witterungsverhältnissen nur eingeschränkt möglich sind und man versuchen will, die Maßnahme vor Einsetzen von langanhaltenden Schlechtwetterphasen abschließen zu können.
Ausgewählte Einzelbäume, wie z.B. Obst- und Wildobstgehölze innerhalb der Maßnahmenfläche sowie entlang des Wanderweges bleiben erhalten. Ein Rückezug transportiert das Holz von der Fläche, um es einer energetischen Nachnutzung zuzuführen.
Mit der Überwachung und Koordinierung der Arbeiten beauftragte das Thüringer Ministerium für Landwirtschaft, Forsten, Umwelt und Naturschutz die Thüringer Landgesellschaft mbH. Der Maßnahmenumfang erstreckt sich auf ca. 9 ha in der Gemarkung Rüstungen.
Autor: enDie steile Hangkante der Dieteröder Klippen stellt eines der Wahrzeichen des Landkreises Eichsfeld dar. Über den Naturparkweg Leine-Werra, vom Deutschen Wanderverband als Qualitätsweg ausgezeichnet, genießen jedes Jahr eine Vielzahl von Besuchern den
atemberaubenden Panoramablick.
Aber auch für den Naturschutz spielen diese einzigartigen Kalkfelsen im Werrabergland eine übergeordnete Rolle, da sie verschiedene geschützte Lebensräume und Tier- und Pflanzenarten, wie z.B. verschiedene Orchideen (Mückenhändelwurz, Braunrote Stendelwurz), Schmetterlinge (Schwalbenschwanz), Vögel (Neuntöter) und Reptilien
(Zauneidechse) beherbergen.
Aus diesem Grund stellte man die Hänge der Dieteröder Kippen unter europäischen Schutz (FFH-Gebiet, SPA-Gebiet). Die Bundesrepublik Deutschland ist nach dem Bundesnaturschutzgesetz gegenüber der Europäischen Union verpflichtet, diese Lebensräume und Arten zu erhalten.
In den letzten beiden Jahrzehnten hat sich das Bild der Dieteröder Klippen sehr verändert. Ein starker Bewuchs aus Kiefern und Sträuchern überwuchert die Kalkfelsen und überwuchert neben der einzigartigen Aussicht auch die unter Schutz gestellten Lebensräume und verdrängt die schützenswerten Arten. Es muss schnell gehandelt werden, da bereits in den nächsten fünf Jahren einzelne Arten unwiederbringlich verloren gehen.
Aus diesem Grund soll von Mitte September 2014 bis Ende Februar 2015 mit Hilfe von Fördergeldern und unter Einsatz eines Schreitbaggers eine Vielzahl der Jungbäume und Sträucher entnommen werden. Der frühzeitige Beginn wird hier ausnahmsweise zugelassen, da die Arbeiten bei schlechten Witterungsverhältnissen nur eingeschränkt möglich sind und man versuchen will, die Maßnahme vor Einsetzen von langanhaltenden Schlechtwetterphasen abschließen zu können.
Ausgewählte Einzelbäume, wie z.B. Obst- und Wildobstgehölze innerhalb der Maßnahmenfläche sowie entlang des Wanderweges bleiben erhalten. Ein Rückezug transportiert das Holz von der Fläche, um es einer energetischen Nachnutzung zuzuführen.
Mit der Überwachung und Koordinierung der Arbeiten beauftragte das Thüringer Ministerium für Landwirtschaft, Forsten, Umwelt und Naturschutz die Thüringer Landgesellschaft mbH. Der Maßnahmenumfang erstreckt sich auf ca. 9 ha in der Gemarkung Rüstungen.