Do, 17:37 Uhr
18.09.2014
Auf Plattdütsch un Ökumenisch
Das 25jähriges Jubiläum ist auf Plattdütsch un Ökumenisch auf dem Höherberg in Wollbrandshausen durchgeführt worden. Pfarrer Kaminski begrüßt 350 Gläubige zur Plattdütschen Kerken...
Mehr als 300 Christen waren zur diesjährigen plattdütschen Kerken gekommen.
So vielfältig wie die Herkunftsorte war die plattdütsche Muttersprache der Gläubigen, die sich zur 25. Plattdütschen Kerken auf dem Höherberg bei Wollbrandshausen versammelt hatten.
Pfarrer Matthias Kaminski begrüßte die Christen, die aus vielen Orten des Eichsfeldes, aber auch aus Gemeinden des Harzes und dem Göttinger Raum gekommen waren. Der Geistliche gratulierte zur Jubiläumsveranstaltung und meinte, nahezu alle Wallfahrten seien in diesem Jahr verregnet gewesen.
Die Plattdütschen, an diesem Tag bei strahlendem Sonnenschein, müssten wohl besondere Freunde des Herrgotts sein. Er wünschte, dass die Gemeinschaft der Anwesenden auch außerhalb des kirchlichen Raumes gepflegt werde.
Frünne-Präsident und Initiator der Gottesdienstreihe, Werner Grobecker, der auch die Andacht an diesem Tage leitete, sagte: Wenn dä Plattdütschen ßek dräpet, chat in dän Harten dä ßunne up. Er dankte gleichzeitig den vielen Helfern, die über die Jahre den Gottesdienst mitgestaltet hätten. Dem Dank schloss sich auch Hermann Lückert aus Pöhlde an. Grobecker freute sich über den reich geschmückten Altar und sagte: Der eigentliche Schmuck der Kirche seid ihr alle.
Der Höherberg sei der Ort, wo man Gott loben und danken kann und dem Himmel ein Stück näher sei. Mit dem Lied Drom uppen Barje staht enne Kerken stimmten Anneliese und Hermann die Besucher ein. Nach dem Motto Alles up Platt wurden sämtliche Lieder und Gebete vorgetragen. Ebenfalls auf Eichsfelder Platt hielt Domkapitular Propst i. R. Wolfgang Damm seine Predigt. Er ging dabei auf die Lesung ein, in dem beim Turmbau zu Babel wegen der Überheblichkeit der Menschen schließlich ihre Sprachen verwirrt wurden.
Plattdütsche (Foto: Germeshausen)
Demgegenüber habe Jesus immer zu allen gesprochen, so wie sie ihn in ihren Muttersprachen verstehen konnten. Das Evangelium sei für alle Menschen da, damit es jeder in seiner Sprache versteht. Der Propst brach eine Lanze für die plattdeutsche Sprache, indem er sagte, die sei oft einfacher als Hochdeutsch oder gar hochtrabende Worte. Entscheidend sei aber immer, bereits den Kindern zu erklären, dass alle vom Herrgott geliebt und verstanden werden. Viele Aktivitäten umrahmten die ökumenische Feier, darunter dä Danejungens aus Nesselröden und Gerblingerode. Für viel Musikalität sorgten der Posaunenchor aus Lerbach und der Kirchenchor St. Pankratius aus Fuhrbach, der Kirchliches und Weltliches zu Gehör brachte, wobei beide Gruppierungen mit viel Beifall bedacht wurden.
BU 1:
BU 2: Propst Wolfgang Damm mit Werner Grobecker und den Ministranten auf dem Weg zum Freialtar.
Foto: Germeshausen.
Autor: enMehr als 300 Christen waren zur diesjährigen plattdütschen Kerken gekommen.
So vielfältig wie die Herkunftsorte war die plattdütsche Muttersprache der Gläubigen, die sich zur 25. Plattdütschen Kerken auf dem Höherberg bei Wollbrandshausen versammelt hatten.
Pfarrer Matthias Kaminski begrüßte die Christen, die aus vielen Orten des Eichsfeldes, aber auch aus Gemeinden des Harzes und dem Göttinger Raum gekommen waren. Der Geistliche gratulierte zur Jubiläumsveranstaltung und meinte, nahezu alle Wallfahrten seien in diesem Jahr verregnet gewesen.
Die Plattdütschen, an diesem Tag bei strahlendem Sonnenschein, müssten wohl besondere Freunde des Herrgotts sein. Er wünschte, dass die Gemeinschaft der Anwesenden auch außerhalb des kirchlichen Raumes gepflegt werde.
Frünne-Präsident und Initiator der Gottesdienstreihe, Werner Grobecker, der auch die Andacht an diesem Tage leitete, sagte: Wenn dä Plattdütschen ßek dräpet, chat in dän Harten dä ßunne up. Er dankte gleichzeitig den vielen Helfern, die über die Jahre den Gottesdienst mitgestaltet hätten. Dem Dank schloss sich auch Hermann Lückert aus Pöhlde an. Grobecker freute sich über den reich geschmückten Altar und sagte: Der eigentliche Schmuck der Kirche seid ihr alle.
Der Höherberg sei der Ort, wo man Gott loben und danken kann und dem Himmel ein Stück näher sei. Mit dem Lied Drom uppen Barje staht enne Kerken stimmten Anneliese und Hermann die Besucher ein. Nach dem Motto Alles up Platt wurden sämtliche Lieder und Gebete vorgetragen. Ebenfalls auf Eichsfelder Platt hielt Domkapitular Propst i. R. Wolfgang Damm seine Predigt. Er ging dabei auf die Lesung ein, in dem beim Turmbau zu Babel wegen der Überheblichkeit der Menschen schließlich ihre Sprachen verwirrt wurden.
Plattdütsche (Foto: Germeshausen)
Demgegenüber habe Jesus immer zu allen gesprochen, so wie sie ihn in ihren Muttersprachen verstehen konnten. Das Evangelium sei für alle Menschen da, damit es jeder in seiner Sprache versteht. Der Propst brach eine Lanze für die plattdeutsche Sprache, indem er sagte, die sei oft einfacher als Hochdeutsch oder gar hochtrabende Worte. Entscheidend sei aber immer, bereits den Kindern zu erklären, dass alle vom Herrgott geliebt und verstanden werden. Viele Aktivitäten umrahmten die ökumenische Feier, darunter dä Danejungens aus Nesselröden und Gerblingerode. Für viel Musikalität sorgten der Posaunenchor aus Lerbach und der Kirchenchor St. Pankratius aus Fuhrbach, der Kirchliches und Weltliches zu Gehör brachte, wobei beide Gruppierungen mit viel Beifall bedacht wurden. BU 1:
BU 2: Propst Wolfgang Damm mit Werner Grobecker und den Ministranten auf dem Weg zum Freialtar.
Foto: Germeshausen.
