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Mo, 08:54 Uhr
29.09.2014

Das Projekt ist zu Ende, die CD bleibt

....und erinnert an monatelange gemeinsame Arbeit in einem Lebenshilfe-Projekt, das unterschiedliche Menschen zusammenbrachte und nachhaltig wirken soll. Hier ein Resümee von Gisela Reinhardt, die sich für dieses Projekt stark gemacht hatte und viele Texte schrieb.....

Abschlusskonzert im Kulturhaus (Foto: Ulrike Fricke) Abschlusskonzert im Kulturhaus (Foto: Ulrike Fricke)

Das Konzert ist längst verklungen, doch die Hochstimmung hält noch an. Ein sehr vielseitiges und emotionales Programm konnten die 400 Zuschauer am 19. September im Eichsfelder Kulturhaus unter dem Titel: „Es ist gut, dass wir verschieden sind“ erleben. Schon beim Eintritt in das Haus wurde jeder Gast durch die Mitarbeiter und Schüler des Schülerkaffees der Tabaluga-Förderschule mit einem Getränk freundlich begrüßt.

Vor dem Konzert war Zeit, sich die Ausstellung „Du bist mir wichtig“ anzuschauen, bis 18.00 Uhr der Gong ertönte und die Band Amplitude gemeinsam mit Schülern der Tabaluga-Förderschule und Beschäftigten der Werkstatt der Lebenshilfe Leinefelde-Worbis mit dem Titel „Komm mit mir“ das Programm eröffnete.

Abschlusskonzert im Kulturhaus (Foto: Barbara Schuchardt) Abschlusskonzert im Kulturhaus (Foto: Barbara Schuchardt)

Publikum und Akteure bildeten von Anfang an eine Einheit, so dass eine fröhliche, ausgelassene Stimmung nicht nur auf der Bühne, sondern auch im Saal herrschte. Die Tanzband "Thanas", die Bands "Amplitude", "BlindLinks", "Stony-Stone", Schüler des Marie-Curie-Gymnasiums Worbis unter der Leitung der Musiklehrerin Frau Schuchardt, Schüler der katholischen Berufsbildenden Bergschule St. Elisabeth Heiligenstadt unter Leitung der Schulleiterin Frau Sachse und viele Menschen mit Behinderung aus Förderschule und Werkstatt der Lebenshilfe Leinefelde-Worbis hatten gemeinsam an dem CD-Projekt, das vom Bundesprogramm „Toleranz fördern – Kompetenz stärken“ gefördert wurde, gearbeitet und stellten ihre Songs vor. Die Texte beschäftigen sich mit der Verschiedenheit von Menschen, ihren Schicksalen, ihren Geschichten und Visionen.

Es geht um Menschen, die anders sind, die sogenannten „Nicht Normalen“, die von der Norm abweichen, die aber einzigartig, wertvoll und unverzichtbarer Bestandteil unserer Gesellschaft sind. Die musikalischen Genres sind so vielfältig wie die Projektteilnehmer selbst: rockig, poppig, unterhaltsam, gefühlvoll oder mitreißend.

Die Schüler der Bergschule präsentierten ihr Lied „Es ist gut, dass wir verschieden sind – nicht ein jeder ist ein Wunderkind“. Jana Eisenbart sang mit ihrer Band BlindLinks über eine Mitschülerin, die am Tourette-Syndrom leidet, den Titel „Weil meine Schwächen deine Stärken sind“, bevor die Rockband Stony Stone ihren Titel „Antiheld“ vorstellte.

Mit besinnlichen Texten und schönen Melodien erzählten die Schüler des Marie Curie – Gymnasiums Worbis von Problemen und Gedanken junger Menschen in unserer heutigen Zeit, über Mobbing in der Klasse und über die mangelnde Verantwortung von Politikern für nachfolgende Generationen.

Alexander Blume, deutscher Boogie-Woogie-, Blues- und Jazz-Pianist, Landessprecher für Thüringen des "Deutschen Rock & Pop Musikerverbandes" und Mitglied des Landesmusikrates Thüringen begleitete seinen Sohn Maximilian am Flügel zu dem Lied „Sie waren Engel nur mit einem Flügel“ und sorgte für Gänsehautstimmung.

Aber auch die Thanas, von denen man Unterhaltungs-und Tanzmusik erwartet, brillierten mit leisen Tönen zum Lied „Paula“, das von einer Mutti handelt, die mit einem Baby schwanger ist, das mit dem Downsyndrom behindert ist. Gesangliche Unterstützung erhielten sie dabei von Franziska Stolze, der Sängerin von Sound Mix. Eine Überraschung für die Fans der Thanas war auch ihr erstes „selbstgemachtes“ Lied „Blind Dinner“.

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Die Menschen im Publikum erlebten eine Achterbahn der Gefühle. Von Betroffenheit und Emotion bis zur Hochstimmung mit Standing Ovation war alles dabei. Nach mehr als zwei Stunden waren sich alle einig, dass dieser Abend gelungen war.

Viele der Gäste bedankten sich bei den Veranstaltern für das wunderbare Geschenk dieses Events. Das war gelebte Inklusion. Menschen mit und ohne Behinderung, Akteure und Zuschauer, Laien und Profis vereint zu einem emotionalen Genuss, einem Konzert, das lange in Erinnerung bleiben wird.

Bei diesem Projekt erfuhren Menschen ohne Behinderung, dass ein Handicap lediglich eine Facette des Lebens darstellt und dass die Behinderung weit zurücktritt hinter die Lebensfreude und Kreativität. Am Ende konnte jeder die Aussage des Mottos dieses Abends unterstreichen: „Es ist gut, dass wir verschieden sind“.

Die CD ist bei der Lebenshilfe in Leinefelde (Gewerbegebiet) erhältlich.
Gisela Reinhardt
Autor: en

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