Do, 08:28 Uhr
02.10.2014
Programm Gelbi war ein voller Erfolg
Ah, du bist giftig, bleib mir bloß fern!, so schreckt die Wildkatze im Theaterstück zurück, als sie den gelben Unterbauch von Kalle, dem Gelbbauchunkenmännchen entdeckt. Denn Gelb bedeutet in der Natur: Aufgepasst! Hier lauert Gefahr....
Im Rahmen des jährlichen Sommerprogramms wurde das Stück Gelbi zwischen Mitte Mai und Ende August 24-mal aufgeführt und sorgte bei über 660 Kindern für leuchtende Augen. Bis jetzt stellt das die höchste Anmeldezahl im Programmpunkt Nutz-/Wildtier des Jahres dar.
Unser Konzept, das Tier des Jahres, und in diesem Jahr den Lurch des Jahres, in den Mittelpunkt unseres Bildungsprogramms zu stellen hat sich bewährt. Spielerisch werden hierbei die Art und dessen Schutz den Kindern näher gebracht, freut sich Uwe Müller, Leiter der Umweltbildung in der Naturparkverwaltung über den Erfolg.
Neben vielen anderen Interessierten besuchte auch die Projektgruppe ‚Kleeblatt‘ aus Leinefelde das Programm. So kamen die Kinder mit ihren Eltern in das Naturparkzentrum Fürstenhagen, um einen Einblick in die Natur zu gewinnen und ihre Ferien mit neuen Eindrücken zu bereichern. Adelbert Hanstein, Leiter des Integrationsprojektes von der Akademie für Wirtschaft und Technologie in Leinefelde sieht als wesentliches Ziel des Ausflugs: Wir wollen die Motivation der Kinder wecken, sich für die Natur zu begeistern und in ihrem Sinne aktiv zu werden.
Mit einem kurzen Vortrag wurde kindgerecht die Gelbbauunke vorgestellt. Hier konnten die Kinder viel Wissenswertes über ihren Lebensraum, ihre Gefährdung und ihre körperlichen Besonderheiten kennen lernen. Danach ging es ins Gelände. Zahlreiche Spiele, Bastelaktionen und sogar eine menschengroße Gelbbauchunke namens Gelbi sorgten für viel Spaß.
Geschneidert wurde das Kostüm von den Teilnehmern des Europäischen Freiwilligendienstes aus Valencia (Spanien), Tybalt Lopéz und Irene Ruiz. Zunächst waren zwar Kinder und Erwachsene gleichermaßen vor Gelbi erschreckt, aber dann wagten sie sich doch heran und erkannten, dass er keineswegs – im Gegensatz zu seinen kleinen Artgenossen – giftig ist. Mit hohem Engagement führten die FÖJ-lerin Barbara Merling und der Bundesfreiwillige Lukas Gräfe sowie die Umweltpraktikanten der Commerzbank Elisabeth Spitzer und Thomas Hüttel durch das Programm. Im abschließenden Theaterstück lauschten die Kinder gespannt den Abenteuern von Kalle dem Gelbbauchunkenmännchen.
Die Gelbbauchunke
Mit einer Größe einer Streichholzschachtel bzw. von etwa 4 bis 5 Zentimetern, dem Gewicht eines Bleistiftes und ihrer unauffällig graubraunen Rückenfärbung hinterlässt die Gelbbauchunke keinen prägnanten Eindruck. Leider muss die Unke aufgrund von Lebensraumverlusten durch das Verfüllen von Pfützen, den Ausbau von unbefestigten Waldwegen und Rückegassen, sowie durch natürliche Sukzession der Pionierbiotope seit Jahren starke Bestandsverluste verzeichnen.
Auch die Zerschneidung der Habitate, beispielsweise durch Straßen oder intensive Landwirtschaft, trennt verschiedene Vorkommen voneinander, wodurch der genetische Austausch zwischen den Populationen und eine Zuwanderung von außen eingeschränkt werden. Dies gefährdet letztlich die Überlebensfähigkeit der isolierten Bestände. So gilt die Unke in Deutschland als stark gefährdet.
Im Naturpark Eichsfeld-Hainich-Werratal hat sich die Gelbbauchunke in diesem Jahr hingegen sehr vermehrt, weiß Mitarbeiter Josef Jakobi, zuständig für die Überwachung der Bestände im Naturpark zu berichten. Mit dem Programm - Gelbi konnten wir auch den Schutz einer Stark gefährdeten Art vermitteln., so Uwe Müller abschließend.
Autor: enIm Rahmen des jährlichen Sommerprogramms wurde das Stück Gelbi zwischen Mitte Mai und Ende August 24-mal aufgeführt und sorgte bei über 660 Kindern für leuchtende Augen. Bis jetzt stellt das die höchste Anmeldezahl im Programmpunkt Nutz-/Wildtier des Jahres dar.
Unser Konzept, das Tier des Jahres, und in diesem Jahr den Lurch des Jahres, in den Mittelpunkt unseres Bildungsprogramms zu stellen hat sich bewährt. Spielerisch werden hierbei die Art und dessen Schutz den Kindern näher gebracht, freut sich Uwe Müller, Leiter der Umweltbildung in der Naturparkverwaltung über den Erfolg.
Neben vielen anderen Interessierten besuchte auch die Projektgruppe ‚Kleeblatt‘ aus Leinefelde das Programm. So kamen die Kinder mit ihren Eltern in das Naturparkzentrum Fürstenhagen, um einen Einblick in die Natur zu gewinnen und ihre Ferien mit neuen Eindrücken zu bereichern. Adelbert Hanstein, Leiter des Integrationsprojektes von der Akademie für Wirtschaft und Technologie in Leinefelde sieht als wesentliches Ziel des Ausflugs: Wir wollen die Motivation der Kinder wecken, sich für die Natur zu begeistern und in ihrem Sinne aktiv zu werden.
Mit einem kurzen Vortrag wurde kindgerecht die Gelbbauunke vorgestellt. Hier konnten die Kinder viel Wissenswertes über ihren Lebensraum, ihre Gefährdung und ihre körperlichen Besonderheiten kennen lernen. Danach ging es ins Gelände. Zahlreiche Spiele, Bastelaktionen und sogar eine menschengroße Gelbbauchunke namens Gelbi sorgten für viel Spaß.
Geschneidert wurde das Kostüm von den Teilnehmern des Europäischen Freiwilligendienstes aus Valencia (Spanien), Tybalt Lopéz und Irene Ruiz. Zunächst waren zwar Kinder und Erwachsene gleichermaßen vor Gelbi erschreckt, aber dann wagten sie sich doch heran und erkannten, dass er keineswegs – im Gegensatz zu seinen kleinen Artgenossen – giftig ist. Mit hohem Engagement führten die FÖJ-lerin Barbara Merling und der Bundesfreiwillige Lukas Gräfe sowie die Umweltpraktikanten der Commerzbank Elisabeth Spitzer und Thomas Hüttel durch das Programm. Im abschließenden Theaterstück lauschten die Kinder gespannt den Abenteuern von Kalle dem Gelbbauchunkenmännchen.
Die Gelbbauchunke
Mit einer Größe einer Streichholzschachtel bzw. von etwa 4 bis 5 Zentimetern, dem Gewicht eines Bleistiftes und ihrer unauffällig graubraunen Rückenfärbung hinterlässt die Gelbbauchunke keinen prägnanten Eindruck. Leider muss die Unke aufgrund von Lebensraumverlusten durch das Verfüllen von Pfützen, den Ausbau von unbefestigten Waldwegen und Rückegassen, sowie durch natürliche Sukzession der Pionierbiotope seit Jahren starke Bestandsverluste verzeichnen.
Auch die Zerschneidung der Habitate, beispielsweise durch Straßen oder intensive Landwirtschaft, trennt verschiedene Vorkommen voneinander, wodurch der genetische Austausch zwischen den Populationen und eine Zuwanderung von außen eingeschränkt werden. Dies gefährdet letztlich die Überlebensfähigkeit der isolierten Bestände. So gilt die Unke in Deutschland als stark gefährdet.
Im Naturpark Eichsfeld-Hainich-Werratal hat sich die Gelbbauchunke in diesem Jahr hingegen sehr vermehrt, weiß Mitarbeiter Josef Jakobi, zuständig für die Überwachung der Bestände im Naturpark zu berichten. Mit dem Programm - Gelbi konnten wir auch den Schutz einer Stark gefährdeten Art vermitteln., so Uwe Müller abschließend.

