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Mi, 21:37 Uhr
29.10.2014

Wie geht es den jungen Familien?

Die DAK-Gesundheit hat sich in einer Studie mit jungen Familien befasst, wie sie mit Alltag, Berufsleben und Familie zurecht kommen. Hier ein Statement dazu von Beatrice Knauft-Müller, Chefin der DAK-Gesundheit im Eichsfeld....

Eine 32-Stunden-Woche für junge Eltern? Der Chef, welche sich für junge Familien stark macht? Beschäftigte, die sich mehr Zeit für den Nachwuchs nehmen wollen? In ganz Deutschland – und auch im Eichsfeld - wird seit Jahrzehnten immer wieder über die Rahmenbedingungen zur Harmonisierung von Familie und Beruf diskutiert, ein Dauerbrenner also. Effektive Anreize für Familien wurden offenbar noch nicht ausreichend umgesetzt. Denn nach wie vor haben viele Männer und Frauen aus unterschiedlichen Gründen das Gefühl, zu scheitern.

Vor allem Frauen schultern familiäre Konflikte und die Belastungen der Kindererziehung mit häufig überfrachteten Ansprüchen an sich selbst und dem berechtigten Wunsch, auch im Beruf voran zu kommen. Aber Männer sind am Arbeitsplatz ebenfalls mit tradierten Einstellungen konfrontiert: Ein 32- Stundenjob gilt gerade für sie leider oft noch als Karrierebremse.

Die DAK-Gesundheit interessiert sich in diesem Spannungsfeld von Job, Karriere und Familie insbesondere für die Gesundheit. Aber auch der jährliche Report über die Arbeitsunfähigkeiten in unserer Region ist heute Thema:

Wie sieht es damit im Eichsfeld aus? Wie krank sind Arbeitnehmer hier bei uns? Welche Stressbelastung haben Arbeitnehmer mit Kindern und ohne? Dies sind Fragen, die uns als Krankenkasse interessieren.

Die Zahlen für den Regional-Report liegen vor. In 2013 lag der Krankenstand hierzulande bei 4,6 Prozent. Der Strand ist unverändert gegenüber zum Vorjahr. Im Land Thüringen liegt er bei 4,8 Prozent. Wichtig bleiben die gemeinsamen Bemühungen den Krankenstand 2014 zu senken.

Die Rushhour des Lebens
Wir nehmen in unserem diesjährigen Gesundheitsreport auch die gesundheitliche Situation der 25- bis 39-Jährigen unter die Lupe. Denn: Die jungen Berufstätigen befinden sich in der sogenannten „Rushhour“ des Lebens, einer Phase, in der sich gleichzeitig auftretende Anforderungen und Wünsche aus Familie und Beruf ballen.

Die Altersgruppe der 25- bis 39-Jährigen verfügt zwar noch über gute Gesundheitsressourcen, doch verlängerte Ausbildungszeiten, späterer Berufseinstieg und der Trend zu immer späterer Elternschaft führen dazu, dass in diesem Lebensabschnitt viele Aufgaben gleichzeitig auf die Betroffenen einstürzen: Wie schaffen sie es, eine Balance zu finden und sich zu organisieren? Welche Möglichkeiten bieten Betriebe im Eichsfeld, um ihren Beschäftigten die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu erleichtern?

Familienfreundliche Arbeitsbedingungen
Deswegen nehme ich als eine erste Quintessenz unserer Untersuchung vorweg: Ein kultureller Wandel in den Unternehmen sollte im Kern Müttern wie Vätern größtmögliche Flexibilität ermöglichen. Zudem sollte der in der Kinderversorgung aktive Vater im Berufsleben zum akzeptierten Rollenmodell werden. Flexibilität nicht nur in Bezug auf die Arbeitszeiten hilft, Belastungen insbesondere in der Rushhour des Lebens zu reduzieren. Hier verknüpfen sich unsere Vorstellungen zur Prävention mit familienpolitischen Forderungen und betrieblich erarbeiteten Lösungsmöglichkeiten. Oder kurz und salopp formuliert: Eine gute Familienpolitik ist auch eine gute Gesundheitspolitik und familienfreundliche Arbeitsbedingungen sind auch gesundheitsfördernde.

Im Rahmen unseres aktuellen Gesundheitsreportes wurden umfangreiche Daten ausgewertet, Experten aus Unternehmen befragt und eine repräsentative Umfrage bei mehr als 3.000 Erwerbstätigen durchgeführt. Die Analysen können wertvolle Hintergrundinformationen liefern und Impulse setzen für ein betriebliches Gesundheitsmanagement, welches Belastungen insbesondere für junge Eltern abbaut und die physische und psychische Gesundheit aller Arbeitnehmer fördert.
Autor: en

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