Mi, 18:48 Uhr
29.10.2014
Ausgeglichener Haushalt in Heiligenstadt
Ende vergangenen Jahres waren in unserem Freistaat doppelt so viele Kommunen ohne beschlossenen Haushalt, wie im Jahr zuvor, erklärte Bürgermeister Thomas Spielmann am Abend im Stadtrat in seiner Einbringungsrede zum Haushalt 2015...
Er sagte weiter: Im August 2014 standen von den 898 Thüringer Kommunen 170 wegen ihrer desolaten Finanzlage unter Kontrolle der Aufsichtsbehörden. In NRW ist die Lage noch viel dramatischer, einen echten Haushaltsausgleich schaffen dort nur noch 5% der Kommunen!
Wir können Ihnen auch in diesem Jahr wieder einen ausgeglichenen Haushaltsentwurf vorlegen. Wir erwirtschaften unsere Aufwendungen selbst, nutzen Überschüsse aus der Verwaltungstätigkeit sowie die zum großen Teil bereits zugesagte Fördermittel und tätigen in 2015 in die Zukunft unserer Stadt Investitionen in Höhe von gesamt 6,8 Millionen Euro.
Dafür ist im Moment in den Entwurf ein Investitionskredit eingestellt, wir arbeiten jedoch auch an einer Finanzierungsalternative, die wir mit den Fraktionen besprechen werden.
Während in Deutschland in aller Regel nur die großen Städte noch wachsen, in den Bundesländern gesamt hingegen bis 2060 Einwohnerverluste von bis über 40% erwartet werden, wächst Heilbad Heiligenstadt gegen alle Voraussagen. Wenig, aber noch immer wachsen wir! Am deutlichsten zu sehen ist dies in den Kindergärten, den Schulen, bei der Nachfrage nach Baugrundstücken.
Darüber freuen wir uns und die Entwicklung spornt an, diese Energie zu nutzen, nicht stehen zu bleiben!
25 Jahre nach dem Mauerfall, nach der Einheit unseres Landes, profitieren wir von der zentralen Lage mitten im Eichsfeld, mitten in Deutschland.
Wir profitieren von der guten Erreichbarkeit und unsere Bevölkerung von der Nähe zu großen Städten. Wir spüren das bei der Nachfrage nach Gewerbeflächen in der Stadt und wir spüren das in Form einer äußerst geringen Arbeitslosigkeit. All dies wirkt direkt auf den Haushalt.
Aber! Der demografische Wandel wird an uns nicht vorüber gehen, die Kinder werden weniger und die Menschen älter. Wir haben den Haushaltsentwurf daher sehr konservativ gerechnet. Das heisst, die Ausgaben sind nach oben gerundet, die Einnahmen nach unten. Und trotz Investitionskredit, sinkt in jedem Fall die Pro-Kopf-Verschuldung weiter.
Halten wir unseren Plan ein, und gelingt auch bei Hotel und Vitalpark der Turnaround und reicht der geplante Zuschuss von 500.000 Euro aus, dann bleibt die Rücklage 2014 zu 2015 gleich.
Wir tun viel dafür, auch bei uns selbst! Trotz der durch den Betreuungsschlüssel notwendigen Steigerung der Anzahl von Erzieherinnen im Kindergarten, steigt die Gesamtzahl der Beschäftigten in der Stadtverwaltung nicht an. Vor Einsparungen weiterer Personalstellen jedoch müssen die Rahmenbedingungen passen. Das heisst zum Beispiel konsequentes doppisches Denken und Arbeiten. Auch werden wir vorhandene IT-Infrastruktur anpassen und Organisationsabläufe vereinfachen. Wichtiger Baustein dafür ist die Einführung eines elektronischen Dokumentenmanagementsystems. Dabei werden wir unsere Mitarbeiter natürlich mitnehmen und weiter kräftig in Personalentwicklung investieren. Schulungsmaßnahmen sind fester Bestandteil unserer Personalpolitik und die Aufwendungen vervierfachen sich im Vergleich 2012 auf 2015.
Darin enthalten sind auch die Aufwendungen für die Ausbildung junger Menschen. Derzeit erlernen 7 Azubis in der Stadtverwaltung den Beruf des Verwaltungsfachangestellten. Das gab es seit der Wende nicht! Möglich ist das nur, weil auch die Mitarbeiter unserer Verwaltung bereit sind, sich fit zu machen und die entsprechende Qualifikation zu erwerben. Über die Bereitschaft, ihr Wissen weiterzugeben, freue ich mich sehr. Zu keinem Zeitpunkt war es ein Problem, genügend Ausbilder zu finden. Vielen Dank dafür.
Zu einer Effizienzsteigerung trägt auch die begonnene Modernisierung der Fahrzeuge des Bauhofes bei. Sie wissen auch, dass wir zu keiner Zeit in der Stadt mehr Grünflächen mit weniger Mitarbeitern zu pflegen hatten. Hier allen hohen Ansprüchen in unserer Kurstadt stets gerecht zu werden, ist das Ziel unserer Mitarbeiter und dafür brauchen wir moderne Technik.
Steigen werden im kommenden Jahr auch unsere Aufwendungen für den Unterhalt von Straßen und Wegen um ein Drittel. Auch in den Folgejahren sind diese Ausgaben dringend für die Reparatur der vielen Dinge erforderlich, die man auf den ersten Blick nicht sieht. Ich erinnere hier zum Beispiel auch an die Hochwassersituation in den Sommermonaten, die manch Bausünde der Vorjahre und –jahrzehnte zutage gebracht hat.
Die großen Baumaßnahmen sind im Wesentlichen die Anbindung an die nahezu fertig gestellte Westspange. Anemonenstr, Hospitalstr, die Querverbindungen zum Steingraben. Das macht den Steingraben selbst zwar noch nicht besser, aber es ist ein wichtiger Schritt, um die Probleme für die Anwohner zu verringern. Die Fußgänger- und Radfahrerbrücke ist wichtig, um den Bahnübergang Rengelröder Weg schließen zu können.
Auch die Dorferneuerung Günterode gehört dazu, hier machen wir weiter am Queckhagen, an der Turnhalle und am Feuerwehrgebäude.
In unserem Stadion eröffnen wir am 27.11.2014 die Multifunktionshalle. Gemeinsam mit Sportvereinen und anderen Interessierten wurde ein Hallenbelegungsplan erarbeitet. Hier danke ich für die Kooperationsbereitschaft aller Vereine und freue mich sehr darüber, dass es gelungen ist, die verschiedenen Wünsche zusammenzuführen. Das war in dieser Woche ein sehr konstruktives Gespräch!
Im kommenden Jahr sollen nun die Arbeiten am Naturrasen selbst und den Leichtathletikanlagen beginnen. Vielen Dank an alle im Hintergrund, die mitgeholfen haben, dass unser 3. Bauabschnitt im Landkreis höchste Priorität genießt. Bewegung hat in unserer Stadt einen hohen Stellenwert, viele unserer mehr als 150 Vereine sind Sportvereine. Das neue Stadion mit all seinen Anlagen trägt damit sehr zur Erhöhung der Lebensqualität vieler unserer Bürger ganz direkt bei.
Ein Bürger- und Gästebüro im Rathaus wird unseren Marktplatz beleben, es schafft für Besucher Erleichterungen, besonders für Menschen mit Handicap, es bringt endlich eine ansprechende, behindertengerechte, öffentliche und von morgens bis abends geöffnete Toilette ins Zentrum und es legt zwei Bereiche der Verwaltung mit langen Öffnungszeiten zusammen. Das schafft dort wiederum Synergien, die Einsparpotenziale heben.
Über die Frage, ob es die zunächst vorgeschlagene kleine Lösung mit ausschließlich dem Umbau des Eingangsbereiches im Rathaus wird, oder ob wir den Leerstand unserer historischen Gebäude rund um den Barockgarten nutzen und die Verwaltung vollständig umzieht, dazu sind wir derzeit im Gespräch. Im Haushalt rechnen wir mit der vollständigen Variante, für die auch ein Förderbescheid vorliegt.
Wir sind eine positive Stadt und deshalb ist Heilbad Heiligenstadt auch ein beliebter Ort zum JA – sagen. In unserem wunderschönen Saal im Alten Rathaus ist die Zahl der Eheschließungen konstant und viele Menschen auch von außerhalb nutzen diese tolle Location am Barockgarten. Wir werden das künftig noch gezielter auf Messen vermarkten, wovon wiederum auch die heimische Hotellerie und Gastronomie profitieren.
Weil eine Etage leer steht, damit es unsere Mitarbeiter etwas einfacher haben, vor allem aber weil Parkplätze und Aufzug vorhanden sind und damit ein Kinderwagen oder ein Rollstuhl kein Problem mehr sind, zieht das Standesamt Anfang des Jahres ins Alte Rathaus um.
Das gesellschaftliche Zusammenleben in Heiligenstadt bietet viel für Groß und Klein. In diesem Jahr konnten wir ganz besondere kulturelle Höhepunkte erleben, stellvertretend erinnert sei an den Sommernachtsball am Vitalpark. Rund 2.000 Gäste erlebten eine wunderbare, laue Sommernacht in einer außergewöhnlichen Atmosphäre. Besonders die Besucher aus der Umgebung machten deutlich, welche Rolle wir als Kreisstadt auch in dieser Hinsicht für das ganze Eichsfeld haben.
Das Seniorenparlament hat sich kürzlich neu zusammengefunden, wir werden diese Aktivitäten sehr gern nach Kräften unterstützen. Natürlich sind wir aber mit allen Interessenvertretungen, Verbänden oder Selbsthilfegruppen, in einem engen Kontakt.
Unser Jugendparlament befindet sich nach Gründung nun schon im dritten Generationswechsel und dass die Nachwuchsgewinnung so gut gelingt, ist Zeichen hoher Akzeptanz unter den Jugendlichen. Weil sie merken, dass sie wirklich etwas bewegen können, wollen sie gern Mitglied werden. Wir sind stolz auf unser Jugendparlament und werden Euch ebenso weiter nach Kräften unterstützen. Weil Heiligenstadt die Stadt für alle Generationen ist!
Aufgrund guter Wirtschaftszahlen in Heiligenstadt werden uns für 2015 steigende Steuereinnahmen prognostiziert, die Schlüsselzuweisungen des Landes sinken dafür jedoch. Gutes Wirtschaften wird also nicht belohnt.
Bei den Hebesätzen bleibt es bei der Gewerbesteuer bei 420 Punkten, aber auch die Grundsteuern bleiben unangetastet.
Da die Grundsteuer B, also die, die den privaten Häuslebauer ganz direkt trifft, unter dem vom Land zur Berechnung angesetzten fiktiven Hebesatz von 389 liegt, subventionieren wir hier für unsere Bürger auch weiterhin eine Entlastung aus dem städtischen Haushalt.
Am Ende noch ein Wort zu Kindergartenbeiträgen. Man las, dass im Nachbarort, trotz nicht ausgeglichenem Haushalt, das letzte Jahr künftig beitragsfrei gehalten wird. Aufgewendet werden dafür 300.000 Euro. Das ist erfreulich für die Eltern und wir wünschen allen, dass dies auch auf Dauer finanzierbar bleibt.
Wir werden hier bei uns für die Erstattung sog. ungedeckter Betriebskosten, also nicht durch Landesmittel oder Elternbeiträge gedeckte Kosten, im kommenden Jahr stolze 366.000 Euro mehr aufwenden, als im Vorjahr.
Insgesamt sind das damit dann 3,070 Mio Euro und für alle Kindertagesstätten zusammen betragen die Kosten im Jahr 2015 5,227 Mio Euro. Sie steigen also zu 2014 um 400 TEuro und nehmen damit fast ein Viertel unseres Gesamthaushaltes ein.
Dennoch bleiben die Kindergartenbeiträge in 2015 trotz gestiegener Aufwendungen in unserer Stadt stabil! Das verlangt Anstrengungen für uns, weil jeder Euro nur einmal ausgegeben werden kann. Aber wir tun dies gern, denn Kinder dürfen für die Eltern kein Kostenfaktor sein. Wir brauchen den Nachwuchs und wir freuen uns alle über jeden Kinderwagen in unserer Stadt!
Sehr geehrte Damen und Herren Stadträte, meine Ausführungen konnten nur einen kleinen Einblick in den Gesamthaushaltsentwurf vermitteln. Detailliert werden wir Ihnen das Zahlenwerk in den Ausschüssen vorstellen, außerdem auf Wunsch auch gern in Ihren Fraktionen.
Ich danke meinen Mitarbeitern in der Verwaltung für ihre konstruktive Arbeit am Haushalt und ich danke allen Stadtratsmitgliedern für die gute Zusammenarbeit im vergangenen Jahr.
Heilbad Heiligenstadt entwickelt sich prächtig und wir werden weiter gemeinsam alles dafür tun, dass dies so bleibt, sagte Bürgermeister Thomas Spielmann soeben abschließend.
Autor: enEr sagte weiter: Im August 2014 standen von den 898 Thüringer Kommunen 170 wegen ihrer desolaten Finanzlage unter Kontrolle der Aufsichtsbehörden. In NRW ist die Lage noch viel dramatischer, einen echten Haushaltsausgleich schaffen dort nur noch 5% der Kommunen!
Wir können Ihnen auch in diesem Jahr wieder einen ausgeglichenen Haushaltsentwurf vorlegen. Wir erwirtschaften unsere Aufwendungen selbst, nutzen Überschüsse aus der Verwaltungstätigkeit sowie die zum großen Teil bereits zugesagte Fördermittel und tätigen in 2015 in die Zukunft unserer Stadt Investitionen in Höhe von gesamt 6,8 Millionen Euro.
Dafür ist im Moment in den Entwurf ein Investitionskredit eingestellt, wir arbeiten jedoch auch an einer Finanzierungsalternative, die wir mit den Fraktionen besprechen werden.
Während in Deutschland in aller Regel nur die großen Städte noch wachsen, in den Bundesländern gesamt hingegen bis 2060 Einwohnerverluste von bis über 40% erwartet werden, wächst Heilbad Heiligenstadt gegen alle Voraussagen. Wenig, aber noch immer wachsen wir! Am deutlichsten zu sehen ist dies in den Kindergärten, den Schulen, bei der Nachfrage nach Baugrundstücken.
Darüber freuen wir uns und die Entwicklung spornt an, diese Energie zu nutzen, nicht stehen zu bleiben!
25 Jahre nach dem Mauerfall, nach der Einheit unseres Landes, profitieren wir von der zentralen Lage mitten im Eichsfeld, mitten in Deutschland.
Wir profitieren von der guten Erreichbarkeit und unsere Bevölkerung von der Nähe zu großen Städten. Wir spüren das bei der Nachfrage nach Gewerbeflächen in der Stadt und wir spüren das in Form einer äußerst geringen Arbeitslosigkeit. All dies wirkt direkt auf den Haushalt.
Aber! Der demografische Wandel wird an uns nicht vorüber gehen, die Kinder werden weniger und die Menschen älter. Wir haben den Haushaltsentwurf daher sehr konservativ gerechnet. Das heisst, die Ausgaben sind nach oben gerundet, die Einnahmen nach unten. Und trotz Investitionskredit, sinkt in jedem Fall die Pro-Kopf-Verschuldung weiter.
Halten wir unseren Plan ein, und gelingt auch bei Hotel und Vitalpark der Turnaround und reicht der geplante Zuschuss von 500.000 Euro aus, dann bleibt die Rücklage 2014 zu 2015 gleich.
Wir tun viel dafür, auch bei uns selbst! Trotz der durch den Betreuungsschlüssel notwendigen Steigerung der Anzahl von Erzieherinnen im Kindergarten, steigt die Gesamtzahl der Beschäftigten in der Stadtverwaltung nicht an. Vor Einsparungen weiterer Personalstellen jedoch müssen die Rahmenbedingungen passen. Das heisst zum Beispiel konsequentes doppisches Denken und Arbeiten. Auch werden wir vorhandene IT-Infrastruktur anpassen und Organisationsabläufe vereinfachen. Wichtiger Baustein dafür ist die Einführung eines elektronischen Dokumentenmanagementsystems. Dabei werden wir unsere Mitarbeiter natürlich mitnehmen und weiter kräftig in Personalentwicklung investieren. Schulungsmaßnahmen sind fester Bestandteil unserer Personalpolitik und die Aufwendungen vervierfachen sich im Vergleich 2012 auf 2015.
Darin enthalten sind auch die Aufwendungen für die Ausbildung junger Menschen. Derzeit erlernen 7 Azubis in der Stadtverwaltung den Beruf des Verwaltungsfachangestellten. Das gab es seit der Wende nicht! Möglich ist das nur, weil auch die Mitarbeiter unserer Verwaltung bereit sind, sich fit zu machen und die entsprechende Qualifikation zu erwerben. Über die Bereitschaft, ihr Wissen weiterzugeben, freue ich mich sehr. Zu keinem Zeitpunkt war es ein Problem, genügend Ausbilder zu finden. Vielen Dank dafür.
Zu einer Effizienzsteigerung trägt auch die begonnene Modernisierung der Fahrzeuge des Bauhofes bei. Sie wissen auch, dass wir zu keiner Zeit in der Stadt mehr Grünflächen mit weniger Mitarbeitern zu pflegen hatten. Hier allen hohen Ansprüchen in unserer Kurstadt stets gerecht zu werden, ist das Ziel unserer Mitarbeiter und dafür brauchen wir moderne Technik.
Steigen werden im kommenden Jahr auch unsere Aufwendungen für den Unterhalt von Straßen und Wegen um ein Drittel. Auch in den Folgejahren sind diese Ausgaben dringend für die Reparatur der vielen Dinge erforderlich, die man auf den ersten Blick nicht sieht. Ich erinnere hier zum Beispiel auch an die Hochwassersituation in den Sommermonaten, die manch Bausünde der Vorjahre und –jahrzehnte zutage gebracht hat.
Die großen Baumaßnahmen sind im Wesentlichen die Anbindung an die nahezu fertig gestellte Westspange. Anemonenstr, Hospitalstr, die Querverbindungen zum Steingraben. Das macht den Steingraben selbst zwar noch nicht besser, aber es ist ein wichtiger Schritt, um die Probleme für die Anwohner zu verringern. Die Fußgänger- und Radfahrerbrücke ist wichtig, um den Bahnübergang Rengelröder Weg schließen zu können.
Auch die Dorferneuerung Günterode gehört dazu, hier machen wir weiter am Queckhagen, an der Turnhalle und am Feuerwehrgebäude.
In unserem Stadion eröffnen wir am 27.11.2014 die Multifunktionshalle. Gemeinsam mit Sportvereinen und anderen Interessierten wurde ein Hallenbelegungsplan erarbeitet. Hier danke ich für die Kooperationsbereitschaft aller Vereine und freue mich sehr darüber, dass es gelungen ist, die verschiedenen Wünsche zusammenzuführen. Das war in dieser Woche ein sehr konstruktives Gespräch!
Im kommenden Jahr sollen nun die Arbeiten am Naturrasen selbst und den Leichtathletikanlagen beginnen. Vielen Dank an alle im Hintergrund, die mitgeholfen haben, dass unser 3. Bauabschnitt im Landkreis höchste Priorität genießt. Bewegung hat in unserer Stadt einen hohen Stellenwert, viele unserer mehr als 150 Vereine sind Sportvereine. Das neue Stadion mit all seinen Anlagen trägt damit sehr zur Erhöhung der Lebensqualität vieler unserer Bürger ganz direkt bei.
Ein Bürger- und Gästebüro im Rathaus wird unseren Marktplatz beleben, es schafft für Besucher Erleichterungen, besonders für Menschen mit Handicap, es bringt endlich eine ansprechende, behindertengerechte, öffentliche und von morgens bis abends geöffnete Toilette ins Zentrum und es legt zwei Bereiche der Verwaltung mit langen Öffnungszeiten zusammen. Das schafft dort wiederum Synergien, die Einsparpotenziale heben.
Über die Frage, ob es die zunächst vorgeschlagene kleine Lösung mit ausschließlich dem Umbau des Eingangsbereiches im Rathaus wird, oder ob wir den Leerstand unserer historischen Gebäude rund um den Barockgarten nutzen und die Verwaltung vollständig umzieht, dazu sind wir derzeit im Gespräch. Im Haushalt rechnen wir mit der vollständigen Variante, für die auch ein Förderbescheid vorliegt.
Wir sind eine positive Stadt und deshalb ist Heilbad Heiligenstadt auch ein beliebter Ort zum JA – sagen. In unserem wunderschönen Saal im Alten Rathaus ist die Zahl der Eheschließungen konstant und viele Menschen auch von außerhalb nutzen diese tolle Location am Barockgarten. Wir werden das künftig noch gezielter auf Messen vermarkten, wovon wiederum auch die heimische Hotellerie und Gastronomie profitieren.
Weil eine Etage leer steht, damit es unsere Mitarbeiter etwas einfacher haben, vor allem aber weil Parkplätze und Aufzug vorhanden sind und damit ein Kinderwagen oder ein Rollstuhl kein Problem mehr sind, zieht das Standesamt Anfang des Jahres ins Alte Rathaus um.
Das gesellschaftliche Zusammenleben in Heiligenstadt bietet viel für Groß und Klein. In diesem Jahr konnten wir ganz besondere kulturelle Höhepunkte erleben, stellvertretend erinnert sei an den Sommernachtsball am Vitalpark. Rund 2.000 Gäste erlebten eine wunderbare, laue Sommernacht in einer außergewöhnlichen Atmosphäre. Besonders die Besucher aus der Umgebung machten deutlich, welche Rolle wir als Kreisstadt auch in dieser Hinsicht für das ganze Eichsfeld haben.
Das Seniorenparlament hat sich kürzlich neu zusammengefunden, wir werden diese Aktivitäten sehr gern nach Kräften unterstützen. Natürlich sind wir aber mit allen Interessenvertretungen, Verbänden oder Selbsthilfegruppen, in einem engen Kontakt.
Unser Jugendparlament befindet sich nach Gründung nun schon im dritten Generationswechsel und dass die Nachwuchsgewinnung so gut gelingt, ist Zeichen hoher Akzeptanz unter den Jugendlichen. Weil sie merken, dass sie wirklich etwas bewegen können, wollen sie gern Mitglied werden. Wir sind stolz auf unser Jugendparlament und werden Euch ebenso weiter nach Kräften unterstützen. Weil Heiligenstadt die Stadt für alle Generationen ist!
Aufgrund guter Wirtschaftszahlen in Heiligenstadt werden uns für 2015 steigende Steuereinnahmen prognostiziert, die Schlüsselzuweisungen des Landes sinken dafür jedoch. Gutes Wirtschaften wird also nicht belohnt.
Bei den Hebesätzen bleibt es bei der Gewerbesteuer bei 420 Punkten, aber auch die Grundsteuern bleiben unangetastet.
Da die Grundsteuer B, also die, die den privaten Häuslebauer ganz direkt trifft, unter dem vom Land zur Berechnung angesetzten fiktiven Hebesatz von 389 liegt, subventionieren wir hier für unsere Bürger auch weiterhin eine Entlastung aus dem städtischen Haushalt.
Am Ende noch ein Wort zu Kindergartenbeiträgen. Man las, dass im Nachbarort, trotz nicht ausgeglichenem Haushalt, das letzte Jahr künftig beitragsfrei gehalten wird. Aufgewendet werden dafür 300.000 Euro. Das ist erfreulich für die Eltern und wir wünschen allen, dass dies auch auf Dauer finanzierbar bleibt.
Wir werden hier bei uns für die Erstattung sog. ungedeckter Betriebskosten, also nicht durch Landesmittel oder Elternbeiträge gedeckte Kosten, im kommenden Jahr stolze 366.000 Euro mehr aufwenden, als im Vorjahr.
Insgesamt sind das damit dann 3,070 Mio Euro und für alle Kindertagesstätten zusammen betragen die Kosten im Jahr 2015 5,227 Mio Euro. Sie steigen also zu 2014 um 400 TEuro und nehmen damit fast ein Viertel unseres Gesamthaushaltes ein.
Dennoch bleiben die Kindergartenbeiträge in 2015 trotz gestiegener Aufwendungen in unserer Stadt stabil! Das verlangt Anstrengungen für uns, weil jeder Euro nur einmal ausgegeben werden kann. Aber wir tun dies gern, denn Kinder dürfen für die Eltern kein Kostenfaktor sein. Wir brauchen den Nachwuchs und wir freuen uns alle über jeden Kinderwagen in unserer Stadt!
Sehr geehrte Damen und Herren Stadträte, meine Ausführungen konnten nur einen kleinen Einblick in den Gesamthaushaltsentwurf vermitteln. Detailliert werden wir Ihnen das Zahlenwerk in den Ausschüssen vorstellen, außerdem auf Wunsch auch gern in Ihren Fraktionen.
Ich danke meinen Mitarbeitern in der Verwaltung für ihre konstruktive Arbeit am Haushalt und ich danke allen Stadtratsmitgliedern für die gute Zusammenarbeit im vergangenen Jahr.
Heilbad Heiligenstadt entwickelt sich prächtig und wir werden weiter gemeinsam alles dafür tun, dass dies so bleibt, sagte Bürgermeister Thomas Spielmann soeben abschließend.