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Di, 12:21 Uhr
10.02.2015

Spezielle Behandlung für Schlaganfall-Patienten

Eine neue Einheit zur Behandlung von Patienten mit Schlaganfall (Stroke Unit) steht jetzt am Eichsfeld Klinikum zur Verfügung....

Neuerung für Schlaganfall Patienten (Foto: Magdalena Laufer) Neuerung für Schlaganfall Patienten (Foto: Magdalena Laufer)

Am 9. Februar 2015 wurde die Stroke unit am Eichsfeld Klinikum offiziell in Betrieb genommen, eine Spezialstation zur intensiven Betreuung für Patienten mit Schlaganfall. Sie befindet sich im Haus St. Vincenz in Heiligenstadt auf der Station H1. An acht bis zehn Behandlungsbetten können Schlaganfallpatienten über Monitore kontinuierlich überwacht und so alle lebenswichtigen Funktionen überprüft und rasch eine gezielte Therapie eingeleitet werden.

„Unser Team besteht aus Neurologen, Internisten, Ergotherapeuten, Logopäden, Physiotherapeuten, Pflegekräften und Sozialarbeitern“, berichtet Dipl.-Med. Ursula Oelke. Zusammen mit Prof. Dr. Marek Jauß, Facharzt für Neurologie und Chefarzt der Neurologischen Klinik am Ökumenischen Hainich Klinikum (ÖHK) Mühlhausen obliegt der Oberärztin der Inneren Medizin die Leitung der Schlaganfalleinheit. In täglichen gemeinsamen Visiten mit einem Facharzt für Neurologie des ÖHK erfolgen Diagnostik und Therapieentscheidungen.

„Erreicht ein Patient mit Verdacht auf einen Schlaganfall unsere Klinik, erfolgt bereits in der Notaufnahme eine schnelle Diagnostik“, beschreibt Ursula Oelke den Prozess. Nach Feststellung der Krankheitssymptome durch den diensthabenden Arzt wird sofort eine Computertomographie oder Kernspintomographie des Kopfes durchgeführt. Mittels Telemedizin werden diese Befunde mit dem „Teledoc“ nach Altenburg übermittelt.

An der dortigen überregionalen Stroke unit beurteilt ein Facharzt für Neurologie die CT-/MRT-Bilder, stellt über Videokonferenz die Diagnose und empfiehlt geeignete Behandlungen. „Somit erfolgt für unsere Patienten eine stets schnelle und kompetente Therapieentscheidung – rund um die Uhr an 365 Tagen im Jahr“, so die Oberärztin.

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Ein Schlaganfall ist die Folge von plötzlichen Durchblutungsstörungen im Gehirn, meist verursacht durch einen Gefäßverschluss. Gehirnzellen werden durch den Sauerstoffmangel beeinträchtigt und sterben ab. Dies erleiden in Deutschland etwa 270.000 Menschen pro Jahr (davon 10.000 in Thüringen).

Die Symptome eines Schlaganfalls reichen von Seh-, Sprach- oder Gefühlsstörungen über Drehschwindel bis hin zur halbseitigen Lähmung. Treten diese Symptome auf, sollte sofort ein Notarzt gerufen werden. Ein Schlaganfall ist ein Notfall und kann lebensbedrohlich sein, der Patient bedarf schnellstmöglicher und spezieller Behandlung.

Je eher dem Betroffenen sachgerecht geholfen wird, umso wahrscheinlicher ist es, vom Absterben bedrohte Zellen des Gehirns retten zu können. Anderenfalls drohen dauerhafte Schäden wie körperliche Beeinträchtigungen bis hin zur bleibenden Lähmung oder auch psychische Störungen.
Autor: en

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