Mi, 18:41 Uhr
11.02.2015
Dritter Warnstreik bei Magna
Gewerkschafter legten bei Magna in Heiligenstadt heute erneut die Arbeit nieder. Es ist mittlerweise der dritte Warnstreik innerhalb weniger Wochen...
Über 100 Beschäftigten bei der Magna in Heilbad Heiligenstadt gingen am heutigen Morgen in ihren dritten Warnstreik. Damit machten sie ihren Unmut über die Unbeweglichkeit der Thüringer Arbeitgeber Luft und unterstrichen, dass sie hinter den Forderungen der IG Metall stehen.
Die IG Metall fordert 5,5% mehr Geld, verbesserte tarifliche Bestimmungen zur Altersteilzeit und Weiterbildung. Das es seit der zweiten Verhandlungsrunde n verbessertes Angebot durch die Arbeitgeber gibt, wurde mit Pfiffen beantwortet.
Bernd Spitzbarth, 1. Bevollmächtigter der IG Metall Nordhausen sagte dazu – Wir werden weiterhin deutlich machen müssen, dass wir es ernst mit unseren Forderungen meinen. Ohne einen verbesserten Zugang mit flexiblen Übergangsmöglichkeiten in die Altersteilzeit, einen vernünftigen Zugang zur Bildung und einer entsprechenden Entgelterhöhung werden wir diese Tarifrunde nicht abschließen.
Kürzungsprogramme, wie sie die Arbeitgeber bei der Altersteilzeit fordern, Bildung nach Nasenfaktor und eine Entgelterhöhung die 0,2% oberhalb der Zielinflationsrate liegen, sind und bleiben eine Provokation. Es sind die Menschen, die die Werte Schaffen und somit der Gesellschaft ihr kulturelles Umfeld schaffen.
Die Menschen haben ein Recht darauf, gesund und in Würde in den Ruhestand gehen zu können. Der Zugang zur Bildung muss mit einem Rechtsanspruch, unabhängig von der finanziellen Situation des Einzelnen gewährt werden. Wer das nicht akzeptieren will, der will ausgrenzen statt integrieren und schadet sowohl den Wirtschaftsstandort als auch dem Land Thüringen.
Bildung ist und bleibt sowohl eine Standort- als auch eine gesellschaftspolitische Frage und nicht ausschließlich eine Frage des Geldes.
Unmut machte sich auch bei den Koll.*innen breit, über die Abwertende Haltung der Arbeitgeber zum Thema weitere Angleiche, z. B. beim Weihnachtsgeld. Maria Kaufhold unterstrich noch einmal, dass aus dem Versuch einer friedlichen Lösung es auch zu einer richtigen tariflichen Auseinandersetzung kommen kann.
In diesem Zusammenhang verwies sie nochmals daraufhin, dass man die Geschäftsleitung aufgefordert hat, auf den Arbeitgeberverband einzuwirken, die Blockadehaltung zur weiteren Angleichung der tariflichen Bestimmungen zum Weihnachtsgeld aufzugeben. Eine weitere Benachteiligung der beschäftigten in der Metall- und Elektroindustrie Thüringen ist nicht mehr akzeptabel, so Kaufhold abschließend.
Autor: enÜber 100 Beschäftigten bei der Magna in Heilbad Heiligenstadt gingen am heutigen Morgen in ihren dritten Warnstreik. Damit machten sie ihren Unmut über die Unbeweglichkeit der Thüringer Arbeitgeber Luft und unterstrichen, dass sie hinter den Forderungen der IG Metall stehen.
Die IG Metall fordert 5,5% mehr Geld, verbesserte tarifliche Bestimmungen zur Altersteilzeit und Weiterbildung. Das es seit der zweiten Verhandlungsrunde n verbessertes Angebot durch die Arbeitgeber gibt, wurde mit Pfiffen beantwortet.
Bernd Spitzbarth, 1. Bevollmächtigter der IG Metall Nordhausen sagte dazu – Wir werden weiterhin deutlich machen müssen, dass wir es ernst mit unseren Forderungen meinen. Ohne einen verbesserten Zugang mit flexiblen Übergangsmöglichkeiten in die Altersteilzeit, einen vernünftigen Zugang zur Bildung und einer entsprechenden Entgelterhöhung werden wir diese Tarifrunde nicht abschließen.
Kürzungsprogramme, wie sie die Arbeitgeber bei der Altersteilzeit fordern, Bildung nach Nasenfaktor und eine Entgelterhöhung die 0,2% oberhalb der Zielinflationsrate liegen, sind und bleiben eine Provokation. Es sind die Menschen, die die Werte Schaffen und somit der Gesellschaft ihr kulturelles Umfeld schaffen.
Die Menschen haben ein Recht darauf, gesund und in Würde in den Ruhestand gehen zu können. Der Zugang zur Bildung muss mit einem Rechtsanspruch, unabhängig von der finanziellen Situation des Einzelnen gewährt werden. Wer das nicht akzeptieren will, der will ausgrenzen statt integrieren und schadet sowohl den Wirtschaftsstandort als auch dem Land Thüringen.
Bildung ist und bleibt sowohl eine Standort- als auch eine gesellschaftspolitische Frage und nicht ausschließlich eine Frage des Geldes.
Unmut machte sich auch bei den Koll.*innen breit, über die Abwertende Haltung der Arbeitgeber zum Thema weitere Angleiche, z. B. beim Weihnachtsgeld. Maria Kaufhold unterstrich noch einmal, dass aus dem Versuch einer friedlichen Lösung es auch zu einer richtigen tariflichen Auseinandersetzung kommen kann.
In diesem Zusammenhang verwies sie nochmals daraufhin, dass man die Geschäftsleitung aufgefordert hat, auf den Arbeitgeberverband einzuwirken, die Blockadehaltung zur weiteren Angleichung der tariflichen Bestimmungen zum Weihnachtsgeld aufzugeben. Eine weitere Benachteiligung der beschäftigten in der Metall- und Elektroindustrie Thüringen ist nicht mehr akzeptabel, so Kaufhold abschließend.
