Do, 19:34 Uhr
05.03.2015
Forum: Die In-die-Tasche-Lügner
Die biologische Vielfalt nimmt immer weiter ab heißt es im Bericht der EU-Umweltagentur, den diese alle fünf Jahre vorzulegen hat. In den Berichten werden die Einheit von Wort und Tat auf dem Gebiet der europäischen Umweltpolitik jeweils kritisch unter die Lupe genommen...
Doch weder schafft es die EU demnach, das Artensterben bis 2020 zu stoppen, noch die selbst gesteckten Klimaziele, respektive die Senkung der Treibhausgasemissionen, in den angestrebten Größenordnungen zu erreichen. Deutschland indes, der einstige, selbst ernannte Musterknabe auf dem Gebiet des Klimaschutzes, musste für 2013 sogar einen Anstieg beim Kohlendioxidausstoß einräumen.
Ein Gespräch, das ich jüngst mit der Mitarbeiterin einer auf Bundesebene tätigen Naturschutzinstitution führte, bestätigte mir gegenüber jüngst, dass auch Deutschland zum wiederholten Male nicht in der Lage sein wird, den Artenrückgang zu stoppen. Bereits für 2010 hatte der damalige Umweltminister Gabriel das Verfehlen dieses Zieles einräumen müssen, das Dilemma setzt sich, glaubt man dem Bericht der EU-Umweltagentur, also auch nach 2020 fort.
Leider benennt niemand der hochkarätigen Damen und Herren aus Brüssel die wahren Ursachen für die Fortsetzung ihrer unsere aller Existenz bedrohenden Politik: Sie sagen lediglich, dass es an geeigneten Konzepten fehle. Geht es jedoch um das Wirtschaftswachstum und damit um die weiterhin ungebremste Verschleuderung unserer Lebensgrundlagen, legen selbige schnell sehr konkrete und effektive Konzepte vor.
Auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos wurden hierzu jüngst sehr klare Forderungen diskutiert, im existenziell aber entscheidenden Umweltbereich sehen wir nichts als Schulterzucken. Humanität sieht anders aus.
Leider ist diese letztlich zukunfts- und wirtschaftsfeindliche Politik noch immer nicht an den Basen der europäischen Wohlstandsgesellschaften angekommen. Zwar monierte der Vater des Alternativen Nobelpreises Jakob von Uexkuell jüngst, dass die Politiker ihren Völkern die ganze Wahrheit über die Umweltsituation nach wie vor verweigern, ändern tun derartige Äußerungen jedoch leider nichts.
Solange Pegida & Co gegen eine islamische Überfremdung, statt gegen jene demonstrieren, die uns mit ihrer verfehlten Umweltpolitik schon morgen Millionen Umweltflüchtlinge aus aller Welt bescheren, haben Jene leichtes Spiel, die Russland als Grundübel dieser Welt brandmarken und von der eigenen Unfähigkeit für nachhaltige Problemlösungen ablenken.
Schon heute übrigens soll laut wikipedia eine Mehrheit der weltweit umherziehenden Flüchtlinge letztlich Umweltflüchtlinge sein. Dass sich die UNHCR jedoch lediglich mit politischen Flüchtlingen befasst und nicht mit umweltbedingten Wirtschaftsflüchtlingen, ist den reichen Ländern als wohlkalkulierte Schwäche vorzuwerfen die sich schon bald rächen wird.
Die hausgemachte Verletzung von Menschenrechten durch Umweltzerstörung wurde übrigens gerade erst in einem traurigen Eingeständnis der Weltbank deutlich: Deren Chef räumte laut Tagesschau gegenüber Journalisten ein, dass es zu solchen verbreitet im Zuge von durch sie finanzierten Großprojekten gekommen sei. Es habe inhumane Vertreibungen im großen Stil gegeben. Umweltstandards würden zu wenig berücksichtigt, es gäbe zu wenige Kontrollen.
Mitarbeiter würden in erster Linie dann befördert, wenn sie für einen guten Geldabfluss sorgten. Wer aber finanziert die Weltbanker?
Ich persönlich wünsche mir, dass der durchschnittliche EU-Bürger viel mehr hinterfragt, ob die Personen, von denen sie in Stadt und Land regiert werden, wirklich die richtigen sind.
Bodo Schwarzberg, Nordhausen
Kommentare bitte nur mit Klarnamen
Autor: redDoch weder schafft es die EU demnach, das Artensterben bis 2020 zu stoppen, noch die selbst gesteckten Klimaziele, respektive die Senkung der Treibhausgasemissionen, in den angestrebten Größenordnungen zu erreichen. Deutschland indes, der einstige, selbst ernannte Musterknabe auf dem Gebiet des Klimaschutzes, musste für 2013 sogar einen Anstieg beim Kohlendioxidausstoß einräumen.
Ein Gespräch, das ich jüngst mit der Mitarbeiterin einer auf Bundesebene tätigen Naturschutzinstitution führte, bestätigte mir gegenüber jüngst, dass auch Deutschland zum wiederholten Male nicht in der Lage sein wird, den Artenrückgang zu stoppen. Bereits für 2010 hatte der damalige Umweltminister Gabriel das Verfehlen dieses Zieles einräumen müssen, das Dilemma setzt sich, glaubt man dem Bericht der EU-Umweltagentur, also auch nach 2020 fort.
Leider benennt niemand der hochkarätigen Damen und Herren aus Brüssel die wahren Ursachen für die Fortsetzung ihrer unsere aller Existenz bedrohenden Politik: Sie sagen lediglich, dass es an geeigneten Konzepten fehle. Geht es jedoch um das Wirtschaftswachstum und damit um die weiterhin ungebremste Verschleuderung unserer Lebensgrundlagen, legen selbige schnell sehr konkrete und effektive Konzepte vor.
Auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos wurden hierzu jüngst sehr klare Forderungen diskutiert, im existenziell aber entscheidenden Umweltbereich sehen wir nichts als Schulterzucken. Humanität sieht anders aus.
Leider ist diese letztlich zukunfts- und wirtschaftsfeindliche Politik noch immer nicht an den Basen der europäischen Wohlstandsgesellschaften angekommen. Zwar monierte der Vater des Alternativen Nobelpreises Jakob von Uexkuell jüngst, dass die Politiker ihren Völkern die ganze Wahrheit über die Umweltsituation nach wie vor verweigern, ändern tun derartige Äußerungen jedoch leider nichts.
Solange Pegida & Co gegen eine islamische Überfremdung, statt gegen jene demonstrieren, die uns mit ihrer verfehlten Umweltpolitik schon morgen Millionen Umweltflüchtlinge aus aller Welt bescheren, haben Jene leichtes Spiel, die Russland als Grundübel dieser Welt brandmarken und von der eigenen Unfähigkeit für nachhaltige Problemlösungen ablenken.
Schon heute übrigens soll laut wikipedia eine Mehrheit der weltweit umherziehenden Flüchtlinge letztlich Umweltflüchtlinge sein. Dass sich die UNHCR jedoch lediglich mit politischen Flüchtlingen befasst und nicht mit umweltbedingten Wirtschaftsflüchtlingen, ist den reichen Ländern als wohlkalkulierte Schwäche vorzuwerfen die sich schon bald rächen wird.
Die hausgemachte Verletzung von Menschenrechten durch Umweltzerstörung wurde übrigens gerade erst in einem traurigen Eingeständnis der Weltbank deutlich: Deren Chef räumte laut Tagesschau gegenüber Journalisten ein, dass es zu solchen verbreitet im Zuge von durch sie finanzierten Großprojekten gekommen sei. Es habe inhumane Vertreibungen im großen Stil gegeben. Umweltstandards würden zu wenig berücksichtigt, es gäbe zu wenige Kontrollen.
Mitarbeiter würden in erster Linie dann befördert, wenn sie für einen guten Geldabfluss sorgten. Wer aber finanziert die Weltbanker?
Ich persönlich wünsche mir, dass der durchschnittliche EU-Bürger viel mehr hinterfragt, ob die Personen, von denen sie in Stadt und Land regiert werden, wirklich die richtigen sind.
Bodo Schwarzberg, Nordhausen
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Anmerkung der Redaktion:
Die im Forum dargestellten Äußerungen und Meinungen sind nicht unbedingt mit denen der Redaktion identisch. Für den Inhalt ist der Verfasser verantwortlich. Die Redaktion behält sich das Recht auf Kürzungen vor.
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