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Mo, 06:49 Uhr
09.03.2015

Kirche der Zukunft im Blick

Diesen Samstag tagte die Synode des Kirchenkreises Südharz in der evangelischen Grundschule in Krimderode. Mit einer Andacht in der Turnhalle hießen die Schüler das Kirchenparlament willkommen und überraschten ihre Gäste zudem mit einem liebevoll geschmückten Sitzungssaal...


Ein wohltuender Einstieg in einen Tag voller wichtiger Entscheidungen, wie beispielsweise die Neuwahl der beiden Stellvertreter des Superintendenten Andreas Schwarze. Das Ergebnis war eindeutig: Alter und neuer stellvertretender Superintendent ist Pfarrer Werner Heizmann aus Sollstedt.

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Und auch der zweite Stellvertreter, der Ilfelder Pfarrer Gregor Heimrich, wurde mit großer Mehrheit erneut im Amt bestätigt. Mit Beschluss des nächsten Tagesordnungspunktes sicherte die Synode die Krankenhausseelsorge im Südharz-Klinikum. Eine Kreispfarrstelle wurde für diesen Bereich eingerichtet. Superintendent Andreas Schwarze berichtete zudem, dass er noch mit verschiedenen Krankenhäusern der Region im Gespräch sei.

Das derzeit größte Bauprojekt des Kirchenkreises ist der weitere Ausbau der Jugendkirche im Altendorf. Für den seitlichen Anbau und die Sanierung des Innenraumes des Kirchenschiffs wurde von den Synodalen ein Zuschuss von je 15.000 Euro für die Jahre 2015 und 2016 beschlossen. In gewohnt lockerer und fröhlicher Art hatte zuvor Jugendreferent Simon Roppel über die Fortschritte der erfolgreichen und innovativen Arbeit des Herzschlag-Teams berichtet.

Mit Spannung wurde der anschließende Vortrag des Theologen Dr. Thomas Schlegel von Synodalen und Gästen erwartet. Kirchenrat Dr. Thomas Schlegel arbeitet im Gemeindereferat des Landeskirchenamtes. “Gemeindeaufbau im Wandel der Zeit“ war sein Thema in Krimderode. Thomas Schlegel brachte jedoch kein fertiges Rezept für die Gemeinde der Zukunft mit, sondern gab seinen Zuhörern zahlreiche Statistiken und Ideen mit auf den Weg, um über eine neue Struktur ihrer Kirche nachzudenken.

Im Zentrum seines Vortrags stand das Konzept des Erzbischofs Albert Rouet aus Poiters/Frankreich. Er plädiert für mehr Vertrauen in die Kraft kleiner Gemeinden, die in einem Zusammenspiel von Pfarrern und Ehrenamtlichen wirken. Nachfolgend hieß es für die Synodalen sich mit den harten Fakten des eigenen Kirchenkreises auseinanderzusetzen. Um den zukünftigen Aufgaben gerecht werden zu können, wurde der Stellenplan-Ausschuss beauftragt die notwendigen Reduzierungen der Stellen im Bereich Verkündigungsdienst (Pfarrer, Gemeindepädagogen und Kirchenmusiker) auszuarbeiten. Vorschläge für die Strukturierung von Pfarrbereichen und Regionen zu unterbreiten, gehört mit zum Auftrag des Ausschusses.

Auch diese Entscheidung wurde, wie alle an diesem Sitzungstag, mit großer Mehrheit getroffen. Ein Tag, der den Synodalen ernüchternde Zahlen bescherte, aber auch, mit Beispielen wie der Jugendkirche, Mut machte neue Wege zu gehen.
Regina Englert
Autor: red

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