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Mi, 11:29 Uhr
11.03.2015

Windkraft im Wald

Schon bald könnten auch in Thüringens Wäldern Windräder stehen. Einer Studi, die heute von der Landesregierung veröffentlicht wurde, schlägt 16 "Präferenzräume" vor. Fernziel ist, die Energiegewinnung durch Windkraft zu verdreifachen...

„Wir haben heute die Präferenzraumstudie zur Nutzung von Windenergie, die erstmals auch Windkraftstandorte im Wald vorsieht, im Internet veröffentlicht. Durch den transparenten Umgang mit den erfassten Daten wollen wir die Diskussion um den Ausbau der Windenergie in Thüringen versachlichen. Wir werden die Studie auch den Regionalen Planungsgemeinschaften als Grundlage zur Vorbereitung der notwendigen Neufassung von Windvorranggebieten in den Regionalplänen zur Verfügung stellen. Gleichzeitig wollen wir gemeinsam mit dem Ministerium für Umwelt, Energie und Naturschutz in einer Anschlussstudie weitere bislang nicht untersuchte Gebiete auf ihre Eignung zur Windkrafterzeugung prüfen lassen. So werden wir das ambitionierte Ziel im Koalitionsvertrag zur Verdreifachung der Windenergie erreichen“, sagte heute Infrastrukturministerin Birgit Keller in Erfurt.

Die Studie zur ‚Ermittlung von Präferenzräumen für die Windenergienutzung in Thüringen‘ schlägt auf der Grundlage der aktuellen Rechtsprechung des Bundesver­waltungs­gerichts und des Oberver­waltungs­gerichts Weimar zu harten und weichen Tabuzonen insgesamt 94 Präferenzräume als potenzielle Windvorranggebiete für den Freistaat vor.

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Erstmalig werden dabei auch 16 Präferenzräume im Wald vorgeschlagen. Insgesamt wurden landesweit über 9.000 Hektar als Windvorranggebiete ermittelt. Hier könnten jährlich mehr als 7.000 GWh Energie gewonnen werden. Die Regionalpläne sehen bislang 58 Flächen mit einer Größe von etwa 5.000 Hektar und einer jährlichen Energiemenge von fast 3.000 GWh vor. Die Energieausbeute könnte sich durch die neuen Windvorranggebiete daher mehr als verdoppeln.

„Der für die Windenergie genutzte Anteil an der Landesfläche würde sich damit von 0,31 auf mindestens 0,56 Prozent erhöhen“, so Keller weiter. „Die Grundsatzfrage, ob Windenergie auch im Wald produziert werden kann, ist mit dieser ersten Studie positiv beantwortet. Bisher werden aber lediglich 1.615 Hektar Wald vorgeschlagen. Ob damit das Potential für Windenergie in den Thüringer Waldgebieten bereits erschöpft ist, beabsichtigen wir ergänzend untersuchen zu lassen. Gemeinsam mit den Fachleuten für Naturschutz wollen wir außerdem prüfen, inwiefern die bisherigen Tabuzonen aufrechterhalten werden müssen.“
Autor: red

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Kommentare
Demokrit
11.03.2015, 13:24 Uhr
Und der Irrsinn geht weiter!
In Deutschland sind zur Zeit 38.115 MW an Leistung von Windkrafträdern installiert. Bei einer 100 prozentigen Versorgung mit Ökostrom, wie es RRG im Koalitionsvertrag für Thüringen festgeschrieben haben, müssten noch 540.000 MW zusätzlich installiert werden. Zusätzlich müssten noch Speicher von einer Kapazität von mindestens 20 TWh gebaut werden.
Alle heutigen deutschen Pumpspeicherkraftwerke können ca. 0,15 TWh Strom speichern.
Da dies aus Kostengründen und geologischer Gegebenheiten nicht geht, werden im Hintergrund immer herkömmliche Kraftwerke als Reserve vorgehalten werden müssen mit entsprechenden Kosten.
Gute Nacht Thüringen!
Thomas Fichtner
11.03.2015, 15:07 Uhr
Wir wollen mal bei den Fakten bleiben!
2014 wurden in Deutschland insgesamt rund 610,4 Terawattstunden (610,4 Milliarden Kilowattstunden (kWh)) Strom erzeugt.
Der Anteil der erneuerbaren war dabei 157,3 TWh und lag somit bereits bei 25,8 % - also mehr als 1/4tel - des erzeugten Stromes. Damit fehlt zwar immer noch einiges zu 100%, aber mehr als 25 % Erneuerbare sind schon sehr beachtlich!

Und zum Thema Speicher - ja das ist auch wegen der geographischen Gegebenheiten in der BRD etwas tricky, aber da tut sich was.
I.H.
11.03.2015, 15:37 Uhr
Was für tricky Fakten tun sich denn in der BRD?
Gibt es im Harz neue tektonische Hebungen @Thomas Fichtner? Und by the way, ich glaube es ging nur um Windkraft und nicht um alle erneuerbaren Energien.

Mich würde interessieren, warum man nicht erst einmal alle offenen Standortmöglichkeiten nutzt, bevor man auch noch den Wald mit diesen blinkenden Vogelschredder-Mäusekinos zubaut. Wegen fünf Hektar Gipstagebau gibt es ein riesiges Geschrei unter anderem von R2G und ihren Fans.

Aber wenn über 1600 Hektar Wald verschandelt und verbaut werden sollen, dann soll das etwas Schönes sein. Mal wieder Doppelmoral vom feinsten.
Demokrit
12.03.2015, 19:05 Uhr
Wilhelm Busch
Vor 150 Jahren hatte Wilhelm Busch auch schon etwas zu dem Thema geschrieben. Dieses Fundstück muss ich noch los werden^^.

Ärgerlich

Aus der Mühle schaut der Müller,
Der so gerne mahlen will.
Stiller wird der Wind und stiller,
Und die Mühle stehet still.

So gehts immer, wie ich finde,
Rief der Müller voller Zorn.
Hat man Korn, so fehlts am Winde,
Hat man Wind, so fehlt das Korn.
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